Die Grundschulforschung an der Universität Trier fokussiert in Forschung und Lehre Aspekte der Demokratiebildung, der Digitalisierung und der Inklusion. Dabei verknüpfen wir unsere Lehre mit unseren Forschungsvorhaben und erreichen so einen Transfer der Forschung in die Lehre.

Demokratie- und Menschenrechtsbildung

Demokatie... Foto

Demokratiebildung stellt eine generische Aufgabe der Grundschule dar, die in den Sachunterrichtslehrplänen der Bundesländer verankert ist (u.a. Lenzgeiger & Lohrmann 2021). Die Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir unser Zusammenleben so gestalten können und wollen, dass wir eine nachhaltige, gerechte Zukunft für alle Menschen in einer Welt ohne Krieg schaffen, ist so aktuell wie nie zuvor. Deshalb setzen wir mit einem aktuellen Projekt den Schwerpunkt auf die Förderung von Demokratiebildung (u.a. Dörner 2021).

Nach einer theoretischen Auseinandersetzung mit Demokratiebildung und ihren Vertreter*innen sowie dem Facettenreichtum an Umsetzungsmöglichkeiten in Kita und Grundschule entwickeln Studierende in analogen oder digitalen Lernumgebungen didaktische Miniaturen zu selbstgewählten Themen der Demokratie- und Menschenrechtserziehung. Beteiligte Schulen und Kindertagesstätten können diese Angebote anschließend über ein Online-Tool buchen. Die gebuchten Studierenden gestalten dann entweder eine kurze Sequenz analog vor Ort oder – je nach Situation – eine digitale Arbeitsphase mit den Kindern via Zoom.

Im Fokus steht dabei die Frage, inwiefern sich durch die didaktische Auseinandersetzung mit Themen wie Klimabildung, Nachhaltige Entwicklung aber auch Kinderrechte die beliefs Studierender im Kontext verändern (lassen).


Früher gab`s nur kalt – Historisches Denken von Kindern zwischen 4 und 12 Jahren

Früher gabs nur kalt Foto

in Kooperation mit Dr. Miriam Sénécheau (Pädagogische Hochschule Freiburg), Dr. Anabelle Thurn(Pädagogische Hochschule Freiburg) & Prof. Dr. Bettina Degner (Pädagogische Hochschule Heidelberg); ehemals: Dr. Jessica Kreutz (Goethe-Universität Frankfurt am Main).

Im Zentrum des Projekts „Früher gab’s nur kalt“ steht die Diagnostik des historischen Denkens und des Geschichtsbewusstseins von Kindern. In einem interdisziplinären Team aus Grundschulforschung, Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik wurde ein materialbasierter Interviewleitfaden zur Diagnostik kindlicher Vorstellungen zu Steinzeit, Antike und Mittelalter entwickelt und pilotiert. Ziel ist, zunächst in einer Querschnittserhebung herauszuarbeiten, wie sich das Historische Denken und das Geschichtsbewusstsein von Kindern über die verschiedenen Altersstufen hinweg darstellt und welche Hintergrundvariablen damit in Zusammenhang stehen.