Professur für Mittelalterliche Geschichte / Prof. Dr. Petra Schulte

Gerechtigkeit zwischen Barmherzigkeit und Information, oberer Bildteil

Die Professur für mittelalterliche Geschichte deckt in der Lehre das Mittelalter von ca. 500 bis 1500 ab. In der Forschung liegen die Schwerpunkte auf der Politikgeschichte, der Rechts- und Verfassungsgeschichte, der Ideengeschichte und der Kulturgeschichte des 14. bis 16. Jahrhunderts bzw. der Zeit des Humanismus und der Renaissance. Geographisch werden insbesondere Italien, Frankreich und Deutschland in den Blick genommen. Es kennzeichnet die Projekte des Teams, dass in ihnen Grundlagenforschung betrieben wird, verschiedene methodische Zugriffe miteinander verbunden werden und Fragen des 21. Jahrhunderts eine historische Tiefenschärfe erhalten. Die Mitarbeiter:innen diskutieren und kontextualisieren Themen wie Gerechtigkeit/Gleichheit, Normalität/Ausnahme, Autorität/Gehorsam, Glaube/Vertrauen, Eigennutz/Gemeinwohl sowie Resilienz. Ferner engagiert sich die Inhaberin der Professur in verschiedenen Gremien außeruniversitärer Wissenschaftsinstitutionen wie der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland.

Eng verbunden mit der Professur ist das Cusanus-Institut, das Frau Prof. Dr. Petra Schulte als Direktorin leitet und sich der Bildung, der Reform und dem Dialog im 15. Jahrhundert widmet. Einen zentralen Fokus bildet hier der 1401 in Kues geborene Kaufmannssohn Nikolaus von Kues, der zunächst als Jurist, dann als päpstlicher Legat, Bischof und Kardinal Karriere machte und – die Entwicklungen seiner Zeit aufgreifend – über das Verhältnis von Mensch und Gott nachdachte. Die berühmte Büchersammlung des Nikolaus von Kues zu erschließen und auszuwerten, zählt zu den aktuellen Vorhaben des Cusanus-Instituts.

Gerechtigkeit zwischen Barmherzigkeit und Information, unterer Bildteil