Luca Zarbock, M.A.

Profil

Luca Zarbock studierte den Master “Demokratische Politik und Kommunikation” an der Universität Trier und schloss diesen im Juli 2025 ab. 2023 schloss er sein Bachelorstudium der Politikwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre ab. Seit Juni 2021 ist er Mitglied und seit 03/2026 wissenschaftlicher Mitarbeiter der IIA. Daneben ist er ehrenamtlich im zivilgesellschaftlichen Bereich engagiert.


Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Antisemitismus
  • Islamismus
  • Neue Rechte

Forschungsprojekte

DAYVid - Decoding Antisemitism in YouTube Videos

FörderungBundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
im Rahmen der Förderrichtlinie „Ursachen und Dynamiken des aktuellen Antisemitismus“
Laufzeit03/2026-02/2029
Rolle im ProjektWissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilvorhaben DISPLAYt
YouTube ist ein zentrales Medium für Jugendliche und junge Erwachsene zur Informationsgewinnung über das (politische) Weltgeschehen. Während zu anderen sozialen Medien bereits Forschung vorliegt, fehlen für YouTube jedoch gesicherte Erkenntnisse über plattformspezifische Strategien und Kommunikationsformen antisemitischer Akteure sowie über die dort generierten oder reproduzierten Narrative.Ziel des Verbundvorhabens ist, diese Forschungslücke durch eine methodische wie inhaltlich fundierte Grundlagenforschung zu schließen und mit der Entwicklung und Erprobung von zwei Transferformaten sowie der breitenwirksamen Wissenschaftskommunikation zu den Forschungsergebnissen zu verbinden und damit Schritte der Prävention und Abwehr zu ermöglichen. Auf methodologischer Ebene entsteht ein innovativer, im interdisziplinären Austausch entwickelter und multimethodisch abgesicherter Zugang sowohl zu den digitalen wie multimodalen Videoformaten als auch zur partizipatorisch ausgerichteten Plattform YouTube. Inhaltlich nimmt unser Projekt vier ausgewählte antisemitische Phänomenbereiche auf YouTube in den Blick, die gesellschaftspolitisch von besonderer Relevanz sind: (a) (extrem) rechte, (extrem) linke Formate und (c) islamistische Inhalte sowie (d) populäre Infotainment-Inhalte zu Antisemitismus und dem Nahostkonflikt unter besonderer Berücksichtigung von israelbezogenem Antisemitismus in den Blick. Auf Basis der generierten Forschungsergebnisse und einer parallel zur Methodenentwicklung durchgeführten Bedarfsanalyse werden anschließend zwei Transferformate entwickelt, die sowohl Nutzer:innen über Bildungsmultiplikator:innen als auch Content Creator adressieren. 
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Fußball im Nationalsozialismus. Die Rolle des FV Saarbrücken bei der Verbreitung von NS-Propaganda

FörderungMinisterium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz und Landtag Rheinland-Pfalz
Laufzeit01/2024 - 03/2025

Um die Leerstellen bei der Untersuchung von Fußballvereinen im südwestdeutschen Raum während der Zeit des Nationalsozialismus zu füllen, wurde im Rahmen des Forschungsprojekts exemplarisch der 1. FC Saarbrücken untersucht. Dafür wurden insbesondere alte Ausgaben des Vereinsnachrichtenblatts des FV Saarbrücken in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig sowie Quellen aus dem Stadtarchiv Saarbrücken zwischen 1933 und 1945 gesichtet und aufbereitet. Ein erster in den Saarbrücker Heften veröffentlichter Artikel führte zu einem großen regionalen Echo und zur Gründung des „Arbeitskreises Blau-Schwarze Geschichte“, in dem neben der IIA auch Vertreter:innen des 1. FC Saarbrücken sowie der Fanszene aktiv sind. In Kooperation mit dem Verein wurde im Januar 2025 eine Vortragsveranstaltung zur Rolle des FV Saarbrücken vor der Saarabstimmung 1935 organisiert, die maßgeblich auf einer weiteren Veröffentlichung in den Saarbrücker Heften basierte.  Für den April 2025 ist darüber hinaus eine eigene Ausstellung auf Grundlage der Forschungsergebnisse geplant. Über einen Aufruf an die Fans des FCS sollen außerdem weitere Primärquellen gesammelt werden, die perspektivisch in einer Monografie gebündelt werden sollen. Das Forschungsprojekt kann und soll als Modell und Anstoß für die Untersuchung anderer kleinerer Vereine in Rheinland-Pfalz und Südwestdeutschland wie Eintracht Trier, TuS Koblenz, SV Waldhof Mannheim oder FK Pirmasens dienen.

Publikationen und Vorträge im Rahmen des Projekts
  • Zarbock, Luca (2024): Blau-schwarze NS-Propaganda – Die Mobilisierung des FV Saarbrücken vor der Saarabstimmung 1935. In: Saarbrücker Hefte, Nr. 130, S. 14–17.
  • Zarbock, Luca (2023): Blau-Schwarz unterm Hakenkreuz: Der 1. FC Saarbrücken und seine NS-Vergangenheit. In: Saarbrücker Hefte, Nr. 128.
Medienecho

Publikationen

Herausgeberschaften

Aufsätze

Miszellen


Wissenstransfer

Öffentliche Vorträge und Workshops

Public Outreach

  • 06.11.2023 | Interview über Antisemitismus auf "pro-palästinensischen" Demonstrationen in Saarbrücken | Saarbrücker Zeitung
  • 25.10.2022 | Interview „Antisemitismus ist mehr als Judenfeindschaft“ | Saarbrücker Zeitung

Vita

Auszeichnungen und Stipendien