Programme d'Erasmus

Hintergründe zum Erasmus Programm

Der Namensgeber

Erasmus, Desiderius, genannt Erasmus von Rotterdam, geboren in Rotterdam am 28.10.1466 oder 1469, gestorben in Basel am 12.07.1536, bedeutendster Humanist, bahnbrechend als Philologe wie als Kirchen- und Kulturkritiker, als Gelehrter. Der erste Mann seiner Zeit, mit dem im Briefwechsel zu stehen selbst  gekrönte Häupter als Auszeichnung ansahen. (Zitiert nach Brockhaus Enzyklopädie, E.A. Brockhaus, Wiesbaden)

"Ich möchte Weltbürger sein, überall zu Hause und, was noch entscheidender ist, überall unterwegs."
Erasmus von Rotterdam

Ziele des Programms

Aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre hat sich die Vision eines vereinten Europa zusehends zu einer realen und relevanten Dimension entwickelt, in welcher weite Teile der politischen und akademischen Welt sowie der Öffentlichkeit ein steigendes Bewusstsein für eine Perspektive herausgebildet haben, die sich der so genannten Bologna-Erklärung von 29 Unterzeichnerstaaten vom 19. Juni 1999 entnehmen lässt:

"The need to establish a more complete and far-reaching Europe, in particular building upon and strengthening its intellectual, cultural, social and scientific and technological dimensions.“

Die Bologna-Erklärung kann als Symbol und Impulsgeber für Hochschulreformen mit einem verwirklichten europäischen Hochschulraum angesehen werden, womit Wettbewerbsfähigkeit, Transparenz und Vergleichbarkeit im Sinne eines gemeinsamen Bildungsmarktes verbunden sind.

Konkrete Ziele dabei sind:

  • Die Einführung gemeinsamer und vergleichbarer Studienabschlüsse, um arbeitsmarktrelevante Qualifikationen und internationale Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems zu fördern.
  • Einführung eines Systems mit den Zyklen Undergraduate und Graduate, vergleichbar dem Bachelor und Master.
  • Einführung eines Leistungspunktesystems, ähnlich ECTS, für lebenslanges Lernen. Förderung der Mobilität für Studierende mit Zugang zu Studienangeboten und entsprechenden Dienstleistungsangeboten, für Wissenschaftler mit der Anrechnung von Auslandaufenthalten.
  • Förderung der europäischen Zusammenarbeit bezüglich vergleichbarer Methoden und Kriterien der Qualitätssicherung.
  • Förderung der europäischen Dimension im Hochschulbereich, z.B. in Bezug auf gemeinsame Curricula, Kooperation, Mobilität und integrierte Austauschprogramme.

"Das Reisen bildet sehr, es entwöhnt von allen Vorurteilen des Volkes, des Glaubens, der Familie, der Erziehung. Es gibt den humanen duldsamen Sinn, den allgemeinen Charakter. Wer dagegen nichts sah, was ihn in der Sphäre, worin er lebt, umgibt, hält leicht alles für notwendig und einzig in der Welt, weil es in seiner Heimat dafür gilt."
Immanuel Kant

Leistungen für Studierende:

  • Es werden Auslandsaufenthalte von bis zu einem Studienjahr im Rahmen von vereinbarten Kooperationen zwischen der Universität Trier und ihren ausländischen Partneruniversitäten ermöglicht.
  • Zuständig für die Auswahl der Teilnehmer ist die Universität Trier.
  • Studiengebühren werden nicht erhoben.
  • Im Ausland erbrachte Studienleistungen werden grundsätzlich in vereinbartem Umfang anerkannt bzw. angerechnet. Hierfür ist der ERASMUS-Beauftragte des FB IV zuständig. Zum Ausgleich der Mehrkosten des Auslandsstudiums wird ein Stipendium gewährt.
  • Die Gasthochschule hilft meist bei der Wohnungssuche und sorgt für die soziale und fachliche Betreuung der Teilnehme.