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Fotografie Möhsen-Papiere
  • DFG-Projekt Quellen zur Berliner Mittwochsgesellschaft: Edition und Kommentierung der Möhsen-Papiere für drei Jahre bewilligt, November 2022

    Prof. Dr. Kristina EngelhardProf. Dr. Damien Tricoire (Neuere Geschichte, Universität Trier), Armin Emmel

    Die Geschichte der 1783 gegründeten Berliner Mittwochsgesellschaft gilt als ein zentrales Thema der Aufklärungsforschung. Die Berliner Mittwochsgesellschaft versammelte hohe Staats­diener, Kleriker, Publizisten und Gelehrte und war zweifellos eine der ein­fluss­reichs­ten So­zie­täten in Bran­den­burg-Preu­ßen im späten 18. Jahrhundert. Ziel des hier be­an­tragten inter­dis­zi­plinären Projektes ist die digitale Edition der wichtigsten Quelle zur Berliner Mittwochsgesellschaft nach ein­heit­lichen Kriterien sowie deren Kommentierung. Dabei handelt es sich um Papiere aus dem Besitz des kö­nig­lichen Leibarztes Johann Carl Wilhelm Möhsen (»Möhsen-Papiere«), die nach seinem Tode zu einem Kodex zu­sam­men­gebunden wurden und die einzigartige Einblicke in Diskussionen aufklä­re­rischer Kreise im Berlin des späten 18. Jahrhunderts bieten. Dank der digitalen Edition soll ein wichtiges Kapitel der euro­päischen Ideengeschichte der For­schung zugänglich gemacht werden.

    Die Antragstellung wurde gefördert vom Forschungsfond der Universität Trier sowie von der  Manfred und Christa May Stiftung
Fotografie von Frau Dr. Pfefferkorn
Buchcover - Platons tanzende Stadt
  • Herzlich willkommen!
    Frau Dr. Julia Pfefferkorn ist seit Oktober 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Philosophie der Antike. Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Ältere Philosophiegeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig. Sie promovierte an den Universitäten Tübingen und Salerno. Titel der Dissertation: „Platons tanzende Stadt. Moralpsychologie und Chortanz in den Nomoi". Ihr aktuelles Forschungsprojekt lautet: "Moralische Verantwortung ausgehend von Platon: Zwischen Intersubjektivität und Individualethik".
Fotografie von Dr. Lorenzo Spagnesi
  • Lorenzo Spagnesi mit dem "Wilfried Sellars Junior Scholar Essay Prize" 2022 ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!
    Lorenzo Spagnesi erhält die Auszeichnung der North American Kant Society (NAKS) für seinen jüngsten Aufsatz:
    Regulative Idealization: A Kantian Approach to Idealized Models

    Abstract
    Scientific models typically contain idealizations, or assumptions that are known not to be true. Philosophers have long questioned the nature of idealizations: Are they heuristic tools that will be abandoned? Or rather fictional representations of reality? And how can we reconcile them with realism about knowledge of nature? Immanuel Kant developed an account of scientific investigation that can inspire a new approach to the contemporary debate. Kant argued that scientific investigation is possible only if guided by ideal assumptions—what he calls “regulative ideas”. These ideas are not true of objects of nature, and yet they are not heuristic tools or fictional representations. They are necessary rulesgoverning the construction and assessment of scientific explanations. In this paper, I suggest that some idealizations can be interpreted as having necessary regulative value and as being compatible with scientific realism. I first analyse the puzzle of the nature of idealization and present the main approaches to this topic in the literature. Second, I reconsider the puzzle vis-à-vis a restricted, Kantian definition of idealization and a novel characterization of the relation between idealization and truth. Finally, I discuss in detail an example of idealization (the Hardy-Weinberg equilibrium) along the suggested Kantian lines.

    Der Wilfried Sellars Junior Scholar Essay Prize ist eine der renommiertesten Auszeichnungen in der Kant-Forschung. Lorenzo Spagnesi wird im Herbst zur “Choose-your-Ideal-Commentators” VNAKS session eingeladen, wo er einen Vortrag über sein Paper halten wird. 
    Der Aufsatz ist aus dem DFG-Projekt "Inductive Methods in Kant and Neo-Kantianism" der Forschungsgruppe "Inductive Metaphysics" (FOR 2495) hervorgegangen.
Buchcover von "Träume eines Geistersehers" von Immanuel Kant.
  • Neuedition von Kants "Träume eines Geistersehers" erschienen 
    Die 1766 erschienenen »Träume eines Geistersehers« nehmen eine Schlüsselstellung in Kants Werk ein. Anlässlich der Aus­einandersetzung mit der Geisterseherei Emmanuel Sweden­borgs prüft Kant die Erkenntnisansprüche der rationalen Psychologie und weist sie als haltlos zurück. Diese Kritik weitet sich zu einer Ablehnung der gesamten herkömmlichen Metaphysik aus, deren Scheitern Kant zum Anlass nimmt, nach der angemessenen Methode in der Philosophie zu fragen. Als solche empfiehlt er die Hinwendung zu erfahrungswissenschaftlichen Verfahren. Damit hat Kant bereits wesentliche Momente seiner späteren Vernunftkritik erarbeitet. Aber auch die praktische Philosophie profitiert von der im Geist des Skeptizismus und im Tonfall ironisch­sarkastischer Redeweise durchgeführten Untersuchung. Es zeigt sich, dass die Grundzüge von Kants Moralphilosophie bereits 1766 gefunden sind. Kants Abhandlung bedeutet somit in mehrfacher Hinsicht das Ende seiner vorkritischen Phase und markiert die eigentliche Geburtsstunde des Kritizismus. Die Ausgabe präsentiert Kants Text erstmals in historisch­kritischer Gestalt und mit deutschen Übersetzungen der Stellen aus den »Arcana Coelestia« Sweden­borgs, auf die sich Kant bezieht. Die umfänglichen Erläuterungen decken die Anknüpfungen an die zeitgenössische Philosophie auf und stellen die Verbindung der Abhandlung mit Kants vorkritischen wie kritischen Werken her.

    Herausgegeben von Lothar Kreimendahl und Michael Oberhausen. Philosophische Bibliothek 747. 2022. Mit einer Einleitung und Erläuterungen herausgegeben von Lothar Kreimendahl und Michael Oberhausen. CLXXII, 289 Seiten. 

  • Herzlich Willkommen!
    Dr. Franklin Jacoby, Fellow des TriKo, ist bis Ende 2022 Gast-Forscher an der Kant-Forschungsstelle. Franklin Jacoby arbeitet an einem Projekt mit dem Titel "Data, and inferences in 19th century chemistry". Er war zuvor Fellow am Institute for Cross Disciplinary Engagement at Dartmouth College und wurde an der University of Edinburg promoviert.

  • Nachruf
    Fach Philosophie trauert um Dr. Michael Trauth.

  • Erasmus+
    Studieren im Ausland? Dann bewirb dich jetzt für das Sommersemester 2023!

  • Neue Mitarbeiterin
    Frau Dr. Asadeh Ansari-Bodewein ist neue Mitarbeiterin im Drittmittelprojekt "Aufbau eines Instituts für Allgemeine und Angewandte Ethik an der Universität Trier".

  • Nachruf
    Freunde und Kollegen der Trierer Philosophie trauern um Prof. Dr. Michael Albrecht.

  • Herzlich Willkommen!
    Julia Maria Rosenbaum ist neu im Sekretariat.