Ausstellungen

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Die Erstellung einer Ausstellung zur Geschichte der Gestapo Trier in der Christophstraße 1 war von Anfang an ein Ziel der Projektarbeit. Die Bearbeitung von Einzelaspekten sollte nicht nur der Vertiefung des Wissens über die Staatspolizeistelle in der Moselstadt dienen, sondern auch dazu führen, einen Überblick zu gewinnen. Am 12. November 2014 war es soweit. Im Beisein von Oberbürgermeister Klaus Jensen enthüllten der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen und sein Vorgänger, Generalstaatsanwalt Dr. Jürgen Brauer, eine Gedenktafel am Gebäude und eröffneten die Ausstellung, die seitdem im Foyer und im Treppenaufgang präsentiert wird.

Ausgangspunkt der Recherchen zu der Ausstellung "Gestapo-Terror in Luxemburg" waren die familiengeschichtlichen Nachforschungen der Sozialpädagogin Katrin Raabe (Eppelheim) über ihren Großonkel Friedrich Schmidt. Der gelernte Schlosser aus Göttingen, Jahrgang 1902, kam nach einer zwölfjährigen Dienstzeit bei der Schutzpolizei im Jahr 1936 zur Gestapo nach Trier. Nach der Besetzung Luxemburgs im Mai 1940 wechselte er zur neu geschaffenen Dienststelle der Geheimpolizei im Großherzogtum. Er war sowohl in Luxemburg-Stadt (Villa Pauly) als auch in der Außenstelle in Esch-sur-Alzette tätig. Ferner gehörte er zum Vernehmungskommando im SS-Sonderlager/KZ Hinzert. Seine Hauptaufgabe bestand in der Bekämpfung des luxemburgischen Widerstands. - Die Nachforschungen von Karin Raabe führten schließlich zur Bildung einer deutsch-luxemburgischen Forschergruppe. An der Umsetzung der Ausstellung waren neben dem Musée national del la Résistance (Esch) das Centre de Documentation et de Recherche sur la Résistance (Luxemburg), der Verein NS-Familien-Geschichte: hinterfragen – erforschen – aufklären e.V. sowie das Forschungsprojekt zur Geschichte der Gestapo Trier an der Universität Trier beteiligt.