Workshops beim Hochschulgesprächstag | Hochschule der Polizei RLP

"Befehl ist Befehl" -? Die Polizei im NS-Staat

Rolle und Selbstverständnis der Polizei gestern und heute.
Hochschulgesprächstag des 22. Bachelorstudiengangs der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz (HdP)

am 6. Januar 2020, Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz, Campus-Hahn

Workshop 9

Polizeiliche Willkür im NS-Staat – Schutzhaft vs. staatspolizeiliche Verwarnung

Referent:  Lena Haase (Universität Trier, Fachbereich III, Neuere und Neueste Geschichte)

Gebäude 37, Raum 1.37, 9.30-13:30 Uhr

Workshop 10

Die Sicherheitspolizei in der Provinz: Die Gestapo Trier als Instrument der Herrschaftssicherung im Nationalsozialismus

Referent:  Dr. Thomas Grotum (Universität Trier, Fachbereich III, Neuere und Neueste Geschichte)

Gebäude 37, Raum 1.36, 9:30-13:30 Uhr

Plakat

(Über-)Leben und Sterben der jüngsten Opfer von Auschwitz | NS-DOK Köln

Am 12. Februar 2020 referiert Thomas Grotum auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) AG Köln und anlässlich der Ausstellung "Zeichnen gegen das Vergessen. Porträts von Kindern und Jugendlichen des Konzentrationslagers Auschwitz" des Grafikers und Bildenden Künstlers Manfred Bockelmann (vom 27. Januar bis 21. Februar 2020 im Lichthof des Rathauses Spanischer Bau zu Köln) zum Thema

(Über-)Leben und Sterben der jüngsten Opfer von Auschwitz

Als die Rote Armee am 27. Januar 1945 das Gebiet zwischen Weichsel und Sola erreichte, war das größte NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz bereits evakuiert worden. Die meisten Häftlinge waren auf so genannten Todesmärschen unterwegs ins Reichsinnere. Auf dem Lagergelände waren wenige nicht mehr transportfähige Menschen verblieben – darunter auch Kinder. Dies dokumentierte ein Filmteam der Ersten Ukrainischen Front, als es Wochen nach der Befreiung den Auszug der Kinder reinszenierte. In viel zu großen Drillichanzügen präsentierten die Kinder zwischen den Stacheldrahtzäunen schließlich ihre Unterarme mit der tätowierten Häftlingsnummer.

Kinder und Jugendliche sind aus den unterschiedlichsten Gründen nach Auschwitz verbracht worden. Mit Abstand die meisten wurden im Rahmen der so genannten „Endlösung der Judenfrage“ aus ganz Europa nach Birkenau verschleppt und im Regelfall – weil nicht arbeitsfähig – direkt ermordet. Einige dieser als Juden verfolgten Minderjährigen wurden trotzdem ins Lager aufgenommen. In Birkenau gab es beispielsweise zeitweise das „Theresienstädter Familienlager“. Und auch im „Zigeunerlager“ war die eigentlich vorherrschende Geschlechtertrennung aufgehoben. In diesem Lagerabschnitt wurden mehr als 350 Kinder geboren, die allerdings kaum eine Überlebenschance hatten.

Insgesamt waren mindestens 22.300 als Häftlinge registrierte Kinder und Jugendliche im Konzentrationslager Auschwitz. Die größte Gruppe bildeten mit über 11.000 unter 18-Jährigen die zumeist aus dem Deutschen Reich stammenden Sinti und Roma. Die Gesamtzahl der nach Auschwitz verschleppten Kinder und Jugendliche liegt bei mindestens 232.000, davon 216.000 jüdische Minderjährige unter 18 Jahren. Mehr als 200.000 von ihnen sind direkt ohne Registrierung ermordet worden.

Termin: 12. Februar 2020, 19 Uhr
Ort: NS-DOK, EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, 50667 Köln
Eintritt: 4,50 / erm. 2,-- €

Im NS-DOK Köln ist parallel (vom 15. November 2019 bis zum 23. Februar 2020) die Ausstellung "Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz" von Alwin Meyer zu sehen.