Aktuelles

Universität Trier zeichnet Schülerin aus

Celina Lehnertz vom Angela-Merici-Gymnasium aus Föhren hat für ihre historische Facharbeit den Schülerforschungspreis erhalten.

Bereits zum zweiten Mal kürte ein Jurorenteam der Universität Trier unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Busch und Prof. Dr. Leif O. Mönter die besten Facharbeiten und Besonderen Lernleistungen rheinland-pfälzischer Schülerinnen und Schüler in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde. Diesjährige Preisträgerin des Trierer Schülerforschungspreises für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer ist Celina Lehnertz, Schülerin des Angela-Merici-Gymnasiums aus Föhren, die in ihrer historischen Facharbeit die Entwicklung des Weinbaus an der Mittelmosel rekonstruiert hat.

 

„Mit dem Wettbewerb war es uns auch in diesem Jahr ein besonderes Anliegen, die persönliche Motivation sowie das Durchhaltevermögen der Schülerinnen und Schüler angemessen zu würdigen, die parallel zu ihrer Vorbereitung auf das Abitur freiwillig eine eigenständige Forschungsarbeit verfasst haben“, erläutert Matthias Busch, Professor für die Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, die Initiierung der Ausschreibung.    

 

„Ich bin begeistert!“, kommentierte Bastian Nilles die Präsentationen der Schülerinnen und Schüler, der stellvertretend den Arbeitsbereich für Geographie und ihre Didaktik von Leif O. Mönter als Mitinitiator repräsentierte. „Es ist beeindruckend, mit welchem persönlichen Engagement und mit welcher Professionalität die Lernenden ihre hoch aktuellen, oftmals regionalen und gesellschaftlich relevanten Forschungsprojekte präsentiert haben.“ Die Auswirkungen der Windenergie im Westerwald, Revolutionsbewegungen des 20. Jahrhunderts im Heimatort sowie eine Ursachenanalyse der Wahleinbußen der CSU im Freistaat Bayern sind nur einige Themen, die die Vielfalt der eingereichten Arbeiten verdeutlichen.

 

Neben der Einreichung der schriftlichen Arbeit hatten die Schülerinnen und Schüler am Verleihungstag die Aufgabe, ihre Forschungsprojekte im Rahmen von Vorträgen und Posterpräsentationen den Juroren und Gästen vorzustellen. „Die Präsentation und Diskussion der eigenen Forschungsergebnisse ist ebenso wie die Publikation ein wichtiger Bestandteil wissenschaftlicher Forschungsarbeit“, erklärt Janka Mittermüller, Projektkoordinatorin und Organisatorin der Veranstaltung. „Als Nachwuchsforscher erhalten die Schülerinnen und Schüler hiermit die Chance, mit einem interessierten Publikum über ihre äußerst spannende Arbeit ins Gespräch zu kommen, die überwiegend in der Freizeit vorangetrieben wird.“

Preisträgerin Celina Lehnertz rekonstruierte in ihrer historischen Facharbeit das Wirken des Adelsgeschlechts von Kesselstatt im Weinbau an Mosel-Saar-Ruwer im 19. Jahrhundert. „Das Bemerkenswerte an Frau Lehnertz Forschungsleistung ist zum einen die eigenständige Auswertung von Archivalien, die überwiegend in Sütterlinschrift vorlagen, sowie die selbst erstellten und fachlich korrekt ausgewerteten Statistiken“, erläutert Historiker Dr. Simon Karstens das abschließende Urteil der Jury.

 

Neben dem Trierer Schülerforschungspreis, der vom Freundeskreis Trierer Universität e.V. großzügig unterstützt wird, haben Schülerinnen und Schüler der Großregion am Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften auch anderweitig die Möglichkeit, Einblicke in sozialwissenschaftliches Arbeiten zu erhalten. So können in regelmäßig angebotenen Projekttagen und Forschungswerkstätten Schulklassen eigene Forschungsvorhaben entwickeln oder bei eigenen Forschungsprojekten Unterstützung erhalten.

 

Im Rahmen eines Kolloquiums an der Universität Trier haben die Schüler ihre Forschungsarbeiten präsentiert.

Mit ihrer Facharbeit zur Entwicklung des Weinbaus an der Mittelmosel belegte Celina Lehnertz den ersten Platz des Schülerforschungspreises.

 

 

Studentische/wissenschaftliche Hilfskraft gesucht!

Gesucht ab:                   01.10.2019

Bewerbungsfrist:           08.09.2019

Wochenstunden:           5 Stunden, mit der Möglichkeit zur Aufstockung

Einrichtung:                   Fachdidaktik Gesellschaftswissenschaften

Aufgabenfeld:               Ihre Aufgaben umfassen die Unterstützung des Arbeitsbereichs beim Aufbau eines digitalen Lernraums für die Fächer Geschichte und Politik. Sie wirken an der Erstellung von E-Learningmodulen mit und realisieren die digitale Umsetzung von Lerninhalten für verschiedene Projekte des Arbeitsbereichs. Sie erstellen und bearbeiten Videos, Tutorials, Flipped-Classroom-Elemente und komplexe digitalisierte Unterrichtsmaterialien nach inhaltlichen Vorgaben.

Voraussetzungen:        

  • Sehr gute Kenntnisse und Erfahrungen in der Erstellung von E-Learning-Anwendungen
  • Sehr gute Kenntnisse von Video- und Audiobearbeitung (Camtasia, Audacity, PowToon, Panopto…)
  • Sehr gute Schriftsprachkompetenzen in Deutsch
  • Gute Kenntnisse der Netzwerk-Administration

Arbeitsumfeld:              Die Tätigkeit bietet Gelegenheit zur Mitarbeit an interessanten Praxisprojekten und die Möglichkeit zur eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit

Ansprechperson:           Dr. Julia Frisch

Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich am 17.09.2019 statt.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbungen ausschließlich per E-Mail an frisch@uni-trier.de.

Zwei neue digitale Lehr-Lern-Projekte gestartet!

Im Rahmen des Förderpreises "Innovative Lehre" der Universität Trier werden am Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften vom 01. August 2019 bis 31. März 2020 zwei neue Lehr-Lern-Projekte gefördert:

  • Im Projekt di:GL werden unter Leitung von Prof. Matthias Busch und Prof. Leif Mönter (Professur für Geographie und ihre Didaktik) digitale Ausbildungsinhalte für das transdisziplinäre Schulfach Gesellschaftslehre entwickelt.
  • Im Projekt #DiMeKom – Digitale Medienkompetenz im Geschichts- und Politikunterricht fördern werden Dr. Julia Frisch und Janka Mittermüller gemeinsam mit den Teilnehmer*innen ihrer Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20 digitale Lehr-Lern-Inhalte zur Förderung von Data Literacy und digitaler Medienkompetenz von Schüler*innen entwickeln.

Wir freuen uns über die Förderung, auf die Zusammenarbeit mit den Studierenden und auf spannende Ergebnisse!

 

Projekt zur Weiterentwicklung der Gesellschaftslehre erfolgreich gestartet

Das Projekt Praxis- und Entwicklungsforschung: Gesellschaftslehre (pe:GL), das von den Professuren für die Didaktik der Gesellschaftswissenschaften und Geographie und ihre Didaktik verantwortet wird, ist im Mai mit einer Auftaktveranstaltung in Mainz gestartet.  Zusammen mit Schulleitungen und Fachlehrer*innen aus vierzehn Integrierten Gesamtschulen, Vertreter*innen des Pädagogischen Landesinstituts, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und des Ministeriums für Bildung wurde das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vorgestellt und Herausforderungen wie Potenziale des Fachs Gesellschaftslehre diskutiert.

Das Projekt pe:GL läuft zunächst bis Ende 2021. Es wird von der Nikolaus Koch Stiftung in Trier und vom Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt. Auf www.pegl.uni-trier.de informiert das Projektteam über den Verlauf und die Ergebnisse der Arbeiten.

Foto: Michell Dittgen

Universität Trier stärkt Demokratiebildung in der Lehrerbildung

Die Universität Trier erhält im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ 1,7 Millionen Euro Förderung für das Projekt „TRIGITALpro“, um Lehrer fit für das digitale Zeitalter zu machen.

Innerhalb des Projekts erfährt auch die Demokratiebildung eine Stärkung in der Lehrerbildung. „Uns war es wichtig, neben den informatorischen Kompetenzen auch kritisch-reflexive Kompetenzen zu fördern und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die demokratische Gesellschaft zu thematisieren,“ erläutert Matthias Busch, Professor für die Didaktik der Gesellschaftswissenschaften die Konzeption der digitalisierungsbezogenen Professionalisierung in den Lehramtsstudiengängen. So werden sich alle Lehramtsstudierende ab 2020 mit Themen wie fake news, digitaler Ungleichheit und Partizipation beschäftigen und lernen, die gesellschaftlichen und demokratietheoretischen Dimensionen der Digitalisierung in Unterricht und Schulleben zu verankern. „Hierzu werden wir in den kommenden Jahren digitalgestützte Lernmodule zur Demokratiebildung entwickeln, evaluieren und in den Curricula aller Lehramtsstudiengänge verankern“, erklärt Claudia Ritzi, Professorin für politische Theorie und Ideengeschichte das weitere Vorgehen, das sie zusammen mit Matthias Busch als Leiterin des Teilprojekts verantwortet.

Neben der Demokratiebildung werden im Rahmen des Projekts auch weitere Querschnittsaufgaben wie Bildung für nachhaltige Entwicklung oder die schulische Berufsorientierung in ihren digitalen Implikationen erschlossen und im Bildungsgang der Lehramtsstudierenden verankert werden. Das im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern geförderte Vorhaben stellt dabei einen wichtigen Baustein im Prozess der Neuausrichtung der Lehramtsausbildung an der Universität Trier dar, betont auch Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel, der persönlich die Projektleitung übernimmt.

Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften Mitglied im Bündnis „Demokratie gewinnt!“

Seit März 2019 ist der Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften Mitglied im rheinland-pfälzischen Bündnis „Demokratie gewinnt!“.

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer engagieren sich rund 40 staatliche Institutionen, darunter fast alle Ministerien, wichtige zivilgesellschaftliche Organisationen und Medienanstalten für die Stärkung der Demokratiebildung in Rheinland-Pfalz. „Die Zusammenarbeit und der fachliche Austausch im Bündnis ‚Demokratie gewinnt!‘ ist für unseren Arbeitsbereich eine große Chance, unsere demokratiepädagogische Arbeit im Land zu vernetzen und gemeinsam mit anderen Institutionen die Demokratiebildung in Schule, außerschulische Jugendbildung und Lehrerausbildung zu fördern, so Professor Matthias Busch.

Am Standort Trier hält das Team der Didaktik der Gesellschaftswissenschaften bereits vielfältige demokratiepädagogische Angebote in Forschung und Lehre bereit. Neben Schülerforschungstagen zum Rechtspopulismus werden beispielsweise in einem Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für politesch Bildung und dem Luxemburger Bildungsministerium luxemburgische Schulen in der demokratischen Schul- und Unterrichtsentwicklung begleitet. Zudem wird mit den gleichen Partnern die Zeitschrift „Mateneen – Praxishefte Demokratische Schulkultur“ herausgegeben, die als Print- und Online-Publikation kostenlos in deutscher und französischer Sprache bezogen werden kann. Durch die Mitgliedschaft im Bündnis erhoffen sich die Mitarbeiter weitere Impulse und einen Ausbau des demokratiepädagogischen Engagements in neuen Projekten.

Wirtschaft in die Schule

Die Deutsche Bundesbank stellt sich vor: Aktuelle Geldpolitik, Zahlungsverkehr 2.0 und Kryptowährungen

Kooperationsveranstaltung von Universität, Deutscher Bundesbank und Pädagogischem Landesinstitut Rheinland- Pfalz

Man kann nicht nicht wirtschaften – die Verankerung der Ökonomischen Bildung vollzieht sich in Rheinland-Pfalz auf unterschiedlichen Ebenen. Zum einen gibt es Schulformen mit konkreter fachlicher Anbindung, zum anderen gelten für alle allgemeinbildenden Schulen Ökonomische Bildung sowie Verbraucherbildung, Informatische Bildung oder Berufs- und Studienorientierung als Querschnittthemen. „Ökonomische Bildung als Bestandteil einer modernen Allgemeinbildung vermittelt kein berufliches Spezialwissen, sondern schafft Grundlagen für das Verständnis ökonomischer Strukturen und Prozesse in regionalen und globalen Zusammenhängen. Ein Schwerpunkt liegt darauf, Verhältnisse der Knappheit zu erkennen und ihre Bedeutung für wirtschaftliches Handeln einschätzen zu können. In Rheinland-Pfalz ist die Ökonomische Bildung in die bestehenden Schulfächer integriert, d. h., sie ist nicht einem einzelnen Fach zugeordnet.“ (Richtlinie zur Ökonomischen Bildung für allgemeinbildende Schulen, S. 5)

Den gesellschaftwissenschaftlichen Fächern, insbesondere der Sozialkunde kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Um Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, in ökonomisch geprägten Lebenssituationen verantwortlich und kompetent zu agieren, müssen Lehrerinnen und Lehrer fundiertes Fachwissen besitzen, affine Methoden anwenden und Kooperationsgelegenheiten nutzen und einordnen können.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Wirtschaft im Unterricht“ fand ein Kompakttag mit Referenten der Deutschen Bundesbank und Beraterinnen und Beratern des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland- Pfalz statt.

Martin Condé und Michael Schiff stellten die Deutsche Bundesbank als Institution vor, skizzierten die geldpolitischen Maßnahmen und leiteten zu den aktuellen Entwicklungen in Europa über. Das handlungsorientierte Erarbeiten dieser komplexen Zusammenhänge im Unterricht konkretisiert sich an den Aspekten Zahlungsverkehr 2.0, Bit Coins und Co.

Das Angebot der EZB und der Deutschen Bundesbank zum schulischen Einsatz vervollständigte den Überblick.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit diesen komplexen Sachverhalten lag ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung auf dem Kennenlernen der beteiligten Kooperationspartner (Pädagogisches Landesinstitut, Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT, Deutsche Bundesbank) und den Lehramtsstudierenden des Fachs Sozialkunde. [sg]

Vierte Lernstatt Sozialkunde im PhiLab: Studierende erarbeiten Lernstationen für Realschüler*innen aus Wittlich

Wie lässt sich theoretisches Wissen mit der Praxis verzahnen? Wie plane ich fundierten und adressatengerechten Unterricht? Wie unterstütze ich Schülerinnen und Schüler bei ihrer individuellen Kompetenzentwicklung und professionalisiere mein eigenes Lehrer*innenhandeln?

Masterstudierende des Fachs Sozialkunde nutzten im Rahmen des Seminars „Projekte planen und erforschen“ die Gelegenheit, einen Projekttag zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Die 27 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Kurfürst-Balduin-Realschule plus Wittlich befinden sich in einem Schlüsseljahr ihrer schulischen Laufbahn: Berufsausbildung, Fortsetzung der Schullaufbahn im Haus oder Wechsel in die gymnasiale Oberstufe sind mögliche Optionen. Die Studierenden mussten sich also auf Jugendliche mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Lernständen einstellen. Sie entwickelten im Vorfeld ein Setting mit sieben Stationen rund um das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Gruppen von sechs bis sieben Schüler*innen erfuhren in handlungsorientierten Unterrichtsminiaturen Möglichkeiten politischer Partizipation, lernten Politiker*innen, ihre Biographien und Handlungsfelder kennen, verfassten Blogeinträge, debattierten genderspezifische Fragen der Berufswahl und Arbeitswelt oder überprüften per Online-Quiz ihr Fachwissen.

Die Studierenden betreuten in Teams die Stationen und hatten so Gelegenheit, ihre Unterrichtssequenzen mehrfach durchzuführen, zu beobachten, zu evaluieren. Gerade die Möglichkeit, „den eigenen Unterricht unmittelbar zielgruppenspezifisch zu modifizieren und Rückmeldungen von Schüler*innen, ihren Lehrkräften und anderen Studierenden zu erhalten“, spricht in den Augen von Dozentin Sabine Gans für die Lernstätten.

Die Jugendlichen arbeiteten fünf Stunden hochkonzentriert und waren „stolz, das alles geschafft zu haben.“ Die Aufnahme eines Studiums plant die Mehrheit von ihnen. (sg)

Call for Papers

Für die interdisziplinäre Tagung „Bildung und Demokratie im 20. Jahrhundert – Perspektiven bildungsgeschichtlicher Fachunterrichtsforschung“ am 8. und 9. November 2019 können bis zum 30. Mai 2019 Beiträge eingereicht werden.

Die Tagung widmet sich der Geschichte der Demokratiebildung in Schule, Hochschule und außerschulischer Bildung im 20. Jahrhundert. Den ausführlichen Call und weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt" - Theaterpädagogik trifft Fachdidaktik

Am Donnerstag, den 31. Januar 2019, nahmen Studierende der fachdidaktischen Seminare für Politik- und Geschichtsdidaktik von Prof. Dr. Matthias Busch an einem fächerübergreifenden Workshop zur Theaterpädagogik teil. Geleitet wurde die Veranstaltung, die das Kennenlernen, Erproben sowie die Reflexion theaterpädagogischer Methoden in den Mittelpunkt stellte, von Tobias Gerstner (rechts im Bild), Diplom-Theaterpädagoge und künstlerischer Gesamtleiter von Mensch: Theater!

Frei nach Schillers Vorstellungen von der ästhetischen Erziehung des Menschen wurden die Studierenden spielerisch mit Methoden zur Sensibilisierung für die Wirksamkeit von Körpersprache und zur Durchführung und Reflexion von Standbildern sowie szenischem Spiel vertraut gemacht und prüften im gemeinsamen Gespräch mit Tobias Gerstner deren Relevanz und Anwendbarkeit innerhalb des Geschichts- und Politikunterrichts. Dabei standen Diskussionen über Chancen und Risiken eines Perspektivenwechsels, die Erzeugung emotionaler Betroffenheit sowie die Möglichkeit des Aufzeigens von Handlungsoptionen und Lösungsansätzen in historischen wie aktuellen gesellschaftlichen und politischen Szenarien im Zentrum der Veranstaltung. Besonders die Erweiterung des methodischen Repertoires fand dabei bei den Studierenden beider fachdidaktischen Seminare großen Anklang. [JM]

Besuch im Europäischen Parlament in Straßburg

Studierende der geschichts- und politikdidaktischen Seminare besuchten im Januar zusammen mit Kommilitonen des Zusatzzertifikats „Leben und Lernen in der Großregion“ das Europäische Parlament in Straßburg.

Neben einer Besichtigung des Parlamentsgebäudes erprobten die Lehramtsstudierenden das Planspiel der Europäischen Union, mit dem die Gesetzgebung auf europäischer Ebene simuliert wird. In der Rolle von Mitgliedern des Europäischen Parlaments verhandelten die Teilnehmenden zwei Richtlinien und sammelten eigene Erfahrungen mit der Planspielmethode für den späteren Einsatz im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht.

Dritte Lernstatt Geschichte: Unterrichtserprobungen mit einer zehnten Klasse der Kurfürst Balduin Realschule Wittlich

Im Rahmen der 3. Lernstatt Geschichte erprobten und evaluierten Studierende des Hauptseminars „Problem- und Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht“ ihre Unterrichtsminiaturen mit Schülerinnen und Schülern der Kurfürst Balduin Realschule Plus aus Wittlich im Lehr-Lern-Labor der Universität Trier. Zum Gegenstand „Gesellschaft in der Weimarer Republik“ hatten die Studierenden insgesamt sechs 30-minütige Unterrichtssequenzen geplant, die u.a. politische Strömungen, gesellschaftliche Vielfalt, die Arbeitswelt oder die gewandelte Rolle der Frau in der Weimarer Republik thematisierten. Die Schülerinnen und Schüler durchliefen die sechs Themenstationen in kleinen Gruppen mit sechs bis acht Teilnehmenden.

„Durch ein solches Setting können die Studierenden ihre Unterrichtsminiaturen insgesamt drei Mal durchführen und sie erhalten nach jeder Erprobung Rückmeldungen von Kommilitonen, die den Unterrichtsverlauf kriterienorientiert beobachten, so dass das Lehrerhandeln und die Unterrichtsgestaltung in den folgenden Gruppen verbessert und variiert werden können“, erklärt Prof. Matthias Busch das Grundprinzip der Lernstatt. Auch die Einschätzungen und Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zu den einzelnen Unterrichtssequenzen werden erhoben und im weiteren Seminarverlauf ausgewertet.

Nach sechs intensiven Stunden waren sich Studierende und Schülerinnen und Schüler einig: „Wir haben viel und abwechslungsreich gelernt und das in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre“, fasst eine Zehntklässlerin den allgemeinen Eindruck in der Abschlussrunde zusammen.

DemocraCity an der Universität Trier

Luxemburger Kooperationspartner präsentiert Planspiel für den Politikunterricht

Im Rahmen des Seminars „Spielend lernen im Politikunterricht“ stellten Vertreter des Zentrums fir politesch Bildung aus Luxemburg ihren Workshop DemocraCity an der Universität Trier vor. Gemeinsam mit Lehramtsstudierenden wurde das handlungsorientierte Konzept erprobt und in seinen didaktischen Potentialen für politische Lernprozesse reflektiert. DemocraCity, das seit 2017 mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Luxemburg durchgeführt wird, bietet u.a. die Chance, beim diskursiven Aufbau einer fiktiven Stadt Fragen von gesellschaftlicher Ungleichheit, Chancengerechtigkeit und eigenen politischen Präferenzen kennenzulernen. Romain Schroeder, der vom Zentrum fir politesch Bildung den Workshop vorstellte, erläuterte Erfahrungen aus bisherigen Durchführungen und freute sich über die vielfältigen Rückmeldungen der Studierenden.

Der Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften kooperiert seit 2017 mit der Stiftung Zentrum fir politesch Bildung, u.a. in einem Projekt zur demokratischen Schulentwicklung in der Großregion.

Stellenausschreibung am Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften

Im Rahmen des Projekts „pe:GL – Praxis- und Entwicklungsforschung Gesellschaftslehre“ (Prof. Dr. Matthias Busch/Prof. Dr. Leif Mönter) ist an der Universität Trier vorbehaltlich der Bereitstellung der Projektmittel zum 1. Februar 2019 eine Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (E13 TV-L) zu besetzen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.

Eigenen Forschungsinteressen auf der Spur - Schüler*innen der KBRS plus beim Schülerforschungstag

Am Mittwoch, den 05.12.2018, konnten Schülerinnen und Schüler der Kurfürst-Balduin Realschule plus Wittlich bei einem Schülerforschungstag zum Thema "Volkes Stimme oder gefährliche Brandstifter? Rechtspopulismus in der Großregion" aus dem Programm Sowi with you erste Erfahrungen im Bereich sozialwissenschaftlicher Forschung sammeln. Mit Unterstützung von Studierenden der Universität wurden eigene Forschungsfragen rund um das Thema "Rechtspopulismus" entwickelt und in eigenen Forschungsvorhaben untersucht. Dabei stellten sich die Nachwuchsforscher beispielsweise den Herausforderungen wissenschaftlicher Literaturrecherchen oder der Konzeption und späteren Auswertung einer eigenen qualitativen Umfrage.

Neben dem Eintauchen in den wissenschaftlichen Arbeitsprozess fand bei den Schülerinnen und Schülern der Einblick in den Alltag der Studierenden und Wissenschaftler der Universität besonderen Anklang. [PP]

Internationale Tagung „sprache macht gesellschaft“

Foto: Thorsten See

Anfang November fand in Trier die interdisziplinäre Tagung „sprache macht gesellschaft“ statt. Die Tagungsreihe wird von Prof. Dr. Matthias Busch (Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, Trier), Prof. Dr. Anke Wegner (Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache, Trier), Prof. Dr. Eva Vetter (Zentrum für LehrerInnenbildung, Wien) und Prof. Dr. Dirk Lange (Didaktik der politischen Bildung, Wien) geleitet und ist den Bedingungen und Bezügen sprachlicher und politischer Bildung gewidmet. Die mehr als neunzig Gäste aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und den USA diskutierten über die Bedeutung von sprachlicher und politischer Bildung für den Bildungsgang von Schülerinnen und Schülern und die Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe in Schulpraxis wie non-formaler Bildung. In dem Maße wie gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung, aber auch Teilhabe und Integration entscheidend über Sprache gestaltet werden, sei eine politische Bildung ohne die Reflexion von Sprache ebenso unmöglich, wie sprachliche Bildung, die ihre politischen Implikationen negiere, stellte Prof. Busch zu Beginn der Tagung heraus. Zahlreiche Vorträge und Forschungsprojekte setzten sich entsprechend mit Fragen der Bildungsgerechtigkeit in heterogenen Einwanderungsgesellschaften, kommunikationsethischen Standards in politischen Diskursen und der Verantwortung sprachsensibler demokratischer Bildung auseinander.

Das vollständige Programm kann unter folgendem Link eingesehen werden. Ein Tagungsband ist in Planung.

Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz

Foto: Michell Dittgen

Am Donnerstag, dem 18.10.2018, präsentierte sich der Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften mit einem Stand auf dem Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz in Ingelheim am Rhein.

Unter dem Motto „Demokratie beginnt mit Dir!“ kamen Jugendliche und Erwachsene aus Rheinland-Pfalz und darüber hinaus zusammen, um sich auf der Basis von Forschungsergebnissen und persönlichen Erfahrungen über Möglichkeiten und Handlungsbedarfe im Bereich der demokratischen Teilhabe und des Demokratielernens auszutauschen.

Am Stand des Arbeitsbereichs stießen vor allem die diversen Angebote für Schülerinnen und Schüler und die neue Publikationsreihe „mateneen“, die sich theoretischen Grundlagen und praktischen Handlungsempfehlungen zur demokratischen Schulentwicklung widmet, auf reges Interesse. [md]

Schülerin aus Gerolstein erhält Forschungspreis der Universität Trier

17 Schüler/innen haben ihre Forschungsergebnisse der Jury präsentiert. Foto: Thorsten See
17 Schüler/innen haben ihre Forschungsergebnisse der Jury präsentiert. Foto: Thorsten See

Erster Forschungspreis der Universität Trier geht an die Gymnasiastin Anke Laub aus Gerolstein, die Feldpostbriefe ausgewertet hat.

Die Universität Trier hat gestern zum ersten Mal einen Forschungspreis an Schülerinnen und Schüler verliehen, die im Rahmen ihres Abiturs eine freiwillige wissenschaftliche Facharbeit in einem gesellschaftswissenschaftlichen Unterrichtsfach erstellt haben.

Initiiert wurde der Forschungspreis von Matthias Busch und Leif Mönter, die an der Universität Trier die Professuren für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften und die Didaktik der Geographie innehaben. „Es war uns wichtig, das Engagement der Schülerinnen und Schüler, aber auch ihrer anleitenden Lehrer, mit einem Preis zu würdigen“, erläutert Prof. Matthias Busch die Gründe für die Auslobung des Schülerpreises. „Das selbständige Forschen für eine Facharbeit ist weit mehr als nur die Vorbereitung auf ein späteres Studium. Es erfordert außerordentliche Motivation, echten Forschergeist und ein gehöriges Stück Durchhaltevermögen, um neben den Vorbereitungen auf das Abitur eine eigenständige Forschungsarbeit anzufertigen.“

Von Migrationsdebatte bis zu Unabhängigkeitsbestrebungen

Die Vielseitigkeit und Qualität der eingereichten Arbeiten hat die Jury beeindruckt. Menschenrechtsverletzungen in der Türkei, die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien, die Einstellung von Trierer Gymnasiasten zur aktuellen Migrationsdebatte oder die Schicksale jüdischer Schüler der eigenen Schule im Nationalsozialismus waren nur einige Themen, mit denen sich die jungen Forscherinnen und Forscher auseinandergesetzt haben. Auch das Spektrum der gewählten Forschungsmethoden war groß: Es reichte von biographischen Rekonstruktionen und regionalen Fragestellungen über qualitative Zeitzeugeninterviews bis hin zu quantitativen Fragebogenstudien. „Die Schülerinnen und Schüler haben in ihrer Themenwahl ein äußerst feinsinniges Gespür für spannende, hoch aktuelle und gesellschaftlich relevante Fragestellungen bewiesen“, lobt Janka Mittermüller, die als Projektkoordinatorin die Preisverleihung organisiert hat.

Zusätzlich zur schriftlichen Arbeit mussten die Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsergebnisse im Rahmen eines Kolloquiums an der Universität vorstellen. In Vorträgen, Diskussionen und Posterpräsentationen erläuterten sie ihr Vorgehen den mehr als 60 Besuchern der Preisverleihung. „In der Wissenschaft ist es üblich, Forschungsergebnisse nicht nur zu publizieren, sondern diese auch im kollegialen Fachkreis zu diskutieren. Diese Würdigung wollten wir auch den Schülerinnen und Schülern ermöglichen“, erläutert Leif Mönter das Veranstaltungskonzept.

Lebensgeschichte in Feldpostbriefen

Über den ersten Platz des Wettbewerbs konnte sich schließlich Anke Laub vom St.-Matthias-Gymnasium aus Gerolstein freuen. In ihrer historischen Forschungsarbeit rekonstruierte die Schülerin anhand von Feldpostbriefen aus dem Zweiten Weltkrieg die Lebensgeschichte ihres Großonkels. „Uns hat beeindruckt, wie methodisch reflektiert und kritisch Anke Laub mit ihren Quellen gearbeitet hat“, erläutert der Geschichtswissenschaftler Dr. Simon Karstens das Urteil der interdisziplinären Fachjury.

Für die Initiatoren ist der vom Freundeskreis Trierer Universität geförderte Forschungspreis nur ein Teil ihres Engagements, mit dem sie Schülerinnen und Schülern die Freude an der Wissenschaft vermitteln möchten. Regelmäßig bietet der Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften Projekttage und Forschungswerkstätten an, in denen Schülerinnen und Schüler eigene Forschungsvorhaben entwickeln und sich im wissenschaftlichen Arbeiten erproben können.

► Mehr Infos zum Schülerforschungspreis

► Mehr Infos zu den Angeboten der Didaktik der Gesellschaftswissenschaften für Schulen

Tagung "sprache-macht-gesellschaft" am 02./03.11.2018 an der Universität Trier

Am 02. und 03.11.2018 findet die internationale und interdisziplinäre Tagung "sprache - macht - gesellschaft" an der Universität Trier statt. Die Tagung wird von Prof. Dr. Matthias Busch, Prof. Dr. Anke Wegner (Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache, Trier), Prof. Dr. Eva Vetter (Zentrum für LehrerInnenbildung, Wien) und Prof. Dr. Dirk Lange (Didaktik der politischen Bildung, Wien) geleitet und ist den Bedingungen und Bezügen sprachlicher und politischer Bildung gewidmet. Das Programm findet sich unter diesem Link, Interessierte können sich noch bis zum 20.10. per Mail an Jesse Queng anmelden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Erfolgreiche UniGR-Tagung „Europa leben lernen“

120 Teilnehmer diskutierten die Chancen und Herausforderungen für den Bildungssektor im Vier-Länder-Eck.

Was bedeutet das Zusammentreffen von Ländergrenzen, Sprachen, Kulturen und Schulsystemen in der Großregion für die Bildung? Um diese Fragen kreiste die Tagung „Edu.GR: Europa leben lernen“, die vom Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften zusammen mit der Professur für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und Kooperationspartnern der Universität Luxemburg und der TU Kaiserslautern an der Universität Trier organisiert wurde. Mit rund 120 Teilnehmern wurde eine Intention der Organisatoren erfüllt - Wissenschaftler, Studierende und Praktiker der schulischen, beruflichen und non-formalen Bildung zusammenzubringen. Deren Vertreter schreiben der Großregion auf dem Bildungssektor enormes Potenzial zu, das bislang aber nur vereinzelt und unzureichend genutzt wird.

Erfolgreiche Praxisbeispiele

„Europa entsteht in konkreten Kooperationen. Es hat sich viel getan, und diese zahlreichen kleinen Projekte müssen wir fördern und ausbauen“, forderte Romain Schroeder vom „Zentrum fir politesch Bildung“ aus Luxemburg in der abschließenden Podiumsdiskussion. Dr. Matthias Schwalbach verwies als Vertreter der Handwerkskammer Trier beispielhaft darauf, dass luxemburgische Auszubildende in bestimmten Sparten deutsche Berufsschulen besuchen. Mit Blick auf das Große und Ganze stellte er jedoch ernüchternd fest: „Der große Durchbruch der Großregion ist bisher ausgeblieben, Fortschritte gab es nur im Schneckentempo.“

Als größte Hemmnisse gelten Sprachbarrieren, unterschiedliche Schulsysteme, mangelnde finanzielle Ausstattung und Denken in regionalen Grenzen. „Die unterschiedlichen Schulsysteme werden wir nicht harmonisieren können. Auch im Studium ist noch viel Luft nach oben, wenn von 135.000 Studierenden in der Großregion nur 500 in grenzüberschreitenden Studiengängen eingeschrieben sind“, stellte Prof. Rachid Belkacem von der Universität Lothringen fest.

Potenzial wenig ausgeschöpft

Auch in der Lehrerbildung wird das Potenzial der Großregion für fachliches und interkulturelles Lernen noch wenig ausgeschöpft. Dr. Nancy Morys von der Universität Luxemburg zeigte in ihrem Vortrag anhand empirischer Forschungsergebnisse auf, wie eine auf die Spezifika der Großregion angepasste Sprachen- und Kulturdidaktik systematisch in den Lehramtsstudiengängen verankert werden könnte. Das an der Universität Trier initiierte Zusatzzertifikat „Leben und Lernen in der Großregion“ ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt, stellte auch Frédérique Seidel, die Geschäftsführerin der Universität der Großregion, heraus. Hier erwerben Lehramtsstudierende zusätzliche Kompetenzen, um die Lernchancen der Großregion in Unterricht, Schulkooperationen und Exkursionen zu nutzen.

Notwendige Aufgabe von Bildungsforschung

Mehr gemeinsame praxisbezogene Projekte und eine Bildungsforschung, die Gelingensbedingungen, Chancen und Herausforderungen transkultureller Bildungsarbeit systematisch erhebt, sehen Wissenschaftler und Bildungspraktiker daher als erfolgversprechendsten Weg. In dieser Hinsicht war die Tagung an der Universität Trier ein weiterer Schritt nach vorne.

Neuer Newsletter 2/2018 ist erschienen

„Die Zukunft der Zeitung“ - Besuch beim Trierischen Volksfreund

Am vergangenen Dienstag besuchten die Studierenden des Seminars Leben in der Mediengesellschaft von Prof. Dr. Busch den Trierischen Volksfreund. Als regionale Zeitung mit zwölf verschiedenen Lokalteilen prägt der Trierische Volksfreund die Region durch seine Berichterstattung. Neben dem Tageszeitungsgeschäft bietet das Unternehmen jedoch auch viele weitere Dienstleitungen an. Nach einem herzlichen Empfang und einem Überblick über die Arbeit des Unternehmens wurde eine anregende Diskussion über die Herausforderungen auf dem Tageszeitungsmarkt im Zuge der Digitalisierung und abnehmender Abonnentenzahlen geführt. Darüber hinaus kam die Besonderheit des Lokaljournalismus zur Sprache: die soziale und räumliche Nähe der Journalisten zu Themen und Akteuren. Zudem waren die Angebote des Verlages für die Schulen in der Region für die angehenden Lehrkräfte von großem Interesse. Zum Abschluss durften die Studierenden mit einem Besuch in der Redaktion und der Druckerei auch noch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die Größe der Druckmaschine, die Dimensionen der Papierrollen und die Geschwindigkeit der Produktion waren beeindruckten die Teilnehmenden. [CM]

(*Grafik-Colourbox-Hauptmarkt-Trier)

Datenschutz, Fernsehen & Journalismus – Eine Medien-Exkursion nach Mainz

Die Studierenden des Seminars Leben in der Mediengesellschaft von Prof. Dr. Busch besuchten in der vorletzten Semesterwoche die Landeshauptstadt. Die Exkursionsziele des Tages drehten sich rund um das Seminarthema. Das Büro des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit war die erste Station. Vor Ort wurden die Studierenden von Christian Gottas über die Arbeit der Behörde, die Datenschutz-Grundverordnung und besondere Angebote für Schulen informiert. „Es wurden viele Denkanstöße für die eigene Mediennutzung und die Herausforderungen und Chancen des Medieneinsatzes und der Kompetenzförderung im Schulalltag gegeben“, so das Resümee einer Studentin.

Nach einer interessanten und aufschlussreichen Diskussion ging es zur zweiten Station des Tages, zum ZDF auf dem Lerchenberg. Eine Führung durch das Sendezentrum bot eindrucksvolle Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche des Senders. Darüber hinaus konnten die Studierenden anschließend mit dem Leiter der „heute“-Redaktion, Thomas Heinrich, über aktuelle Herausforderungen journalistischer Arbeit ins Gespräch kommen. Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im demokratischen Meinungsbildungsprozess war ebenso Gesprächsthema. Die gewonnen Einsichten werden in das Wiki zur Mediengesellschaft, welches im Rahmen des Seminars erstellt wird, einfließen. [CM]

Die Exkursion wurde finanziert aus Mitteln des Lehrpreises 2017.

Politik vor Ort

Lehramtsstudierende beim Seminartag im Landtag von Rheinland- Pfalz

Wie kann es gelingen, Kinder und Jugendliche für Politik zu interessieren und für eigenes Engagement zu begeistern? Gerade angesichts der aktuellen Debatte zur Lage der Demokratie müssen sich Lehrerinnen und Lehrer dieser Frage stellen.

Im Rahmen eines Seminartages im rheinland- pfälzischen Landtag in Mainz erhielten die Studierenden der Lehrveranstaltung von Frau Sabine Gans Einblick in organisatorische Strukturen und erlebten in der 59. Sitzung des Landesparlaments u. a. die Regierungserklärung der Ministerpräsidentin zu den aktuellen Unwetterereignissen sowie die sich daran anschließende Aussprache hautnah mit.

Vom Leiter der Abteilung Kommunikation– Demokratiepädagogische Veranstaltungen für Jugendliche und Multiplikatoren des Landtags, Andreas Jäger, kompetent und engagiert durch den Tag begleitet, lernten die Nachwuchspädagogen die Möglichkeiten und Angebote kennen, die Arbeit des Landesparlaments und damit demokratische Strukturen und Mitwirkungsmöglichkeiten in Schule und Unterricht zu thematisieren. Zunächst wurde die Brücke geschlagen vom Sachunterricht der Grundschule hin zum Rahmenplan für das Fach Sozialkunde. Dabei kommt es darauf an, die Lücke, die sich in Unter- und früher Mittelstufe durch fehlende fachliche Verortung vor allem im Gymnasium auftut, zu füllen, indem Gelegenheiten zum Demokratielernen genutzt und verortet werden. Als Beispiele wurden Projekttage, Klassenräte und Schülerwettbewerbe genannt, aber auch auf das Nutzen von Kommunikationssituationen und die Erweiterung von Methodenkompetenz hingewiesen. Der Kontakt mit Abgeordneten durch Schulbesuche oder bei Parlamentsbesuchen als Gelegenheit für hautnahe Begegnung und Gespräche bedarf sorgfältiger Einbindung und Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler, verbunden mit der Expertise von Lehrpersonen.

Im Anschuss an die Plenarsitzung nutzten die Studierenden auch die Gelegenheit, im Gespräch mit Abgeordneten Joachim Paul (AfD), Sven Teuber (SPD) und Adolf Kessel (CDU) über die in ihren Augen verbesserungswürdige Studien- und Einstellungssituation von Lehramtsanwärtern zu diskutieren. (sg)

 

Lernstatt-Tag zum Thema "Die Gesellschaft des Deutschen Kaiserreiches - Zwischen Tradition und Moderne"

Studierende des Proseminars "Das Kaiserreich (1871-1918) als Thema im Geschichtsunterricht" von Frau Janka Mittermüller führten am Mittwoch, den 20.06.2018, eine Lernstatt zum Thema "Die Gesellschaft des Deutschen Kaiserreiches - Zwischen Tradition und Moderne" mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 8 des Max-Planck-Gymnasiums durch.

In ihrem Aufbau an das Stationenlernen angelehnt, bot die Lernstatt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich das Thema multiperspektivisch und problemorientiert zu erschließen, während die Studierenden in mehreren Phasen zwischen der Rolle des Durchführenden und des Beobachters wechselten, so die im Rahmen des Seminars selbst entworfenen Unterrichtskonzepte auf ihre Praxistauglichkeit testen konnten und damit zu ihrer Professionalisierung beitrugen. [JM]

 

 

Unterrichtsmaterial unter der Lupe

Kooperationsveranstaltung mit Referenten der Cusanus- Hochschule Bernkastel- Kues

Werden Jugendliche über Lehrbücher trotz Überwältigungsverbots (Beutelsbacher Konsens) indoktriniert? (Wie) kann über Unterrichtsmaterial Einfluss auf Denk- und Handlungsgewohnheiten genommen werden?  

Gerade für den Unterricht in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern gibt es eine Vielzahl von Lehrwerken, Unterrichtsmaterialien und Projekten. Träger bzw. Herausgeber sind häufig außerschulische Institutionen und Verbände. Für Lehrkräfte bedeutet das, sie müssen auswählen, einordnen und Intentionen von Verfassern und Herausgebern identifizieren.

Die Studierenden des Unterrichtsfachs Sozialkunde hatten im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit der Cusanus-Hochschule Bernkastel- Kues die Gelegenheit, mit den Referenten Valentin Sagvosdkin  und Marcel Beyer über deren Modell zur Analyse von Materialien zu diskutieren.  Im Workshop wurde in die Problematik von Beeinflussung in der Ökonomischen Bildung eingeführt. Anschließend stellten Beyer und Sagvosdkin, selbst Studierende des Masterstudiengangs Ökonomie, konkret Instrumente der Beeinflussung & Manipulation vor, diskutierten diese und zeigten Anwendungsbeispiele. Anschließend unterzogen die Studierenden der Lehrveranstaltungen zur Fachdidaktik von Sabine Gans Unterrichtsmaterial einer Prüfung.

Dabei ging es nicht um pauschale Ablehnung oder Warnung, doch müssen Lehrkräfte sprachliche, inhaltliche und fachliche Mittel kennen, mit deren Hilfe Lernen und Einstellung von Schülerinnen und Schülern beeinflusst werden können.

Für den September ist eine weitere Kooperationsveranstaltung für Lehrkräfte geplant. (sg)

 

Tag der politischen Bildung in Luxemburg

Der Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften präsentierte sich und seine Arbeit mit einem Stand auf dem Tag der politischen Bildung in Luxemburg.  Forschungsergebnisse zur demokratischen Schulentwicklung in Luxemburg sowie Angebote für Schülerinnen und Schüler wie das wissenschaftspropädeutische Projekt Sowi4you oder der Schülerforschungspreis stießen auf reges Interesse des Fachpublikums. In Workshops und einer Ausstellung mit mehr als 40 Initiativen aus der schulischen wie non-formalen Bildungsarbeit wurden Herausforderungen und Perspektiven der politischen Bildung in Luxemburg diskutiert und aktuelle Projekte vorgestellt. Den Keynote-Vortrag zur Tagung hielt Prof. Dr. Matthias Busch.

Schüler*Innen des MPG üben sich als Nachwuchsforscher

Die Fachdidaktik Gesellschaftswissenschaften der Universität Trier freute sich, am Freitag, dem 18.05.2018, Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums für einen Schülerforschungstag des Programms Sowi with you begrüßen zu dürfen. Als Teil einer Projektwoche zur 68er-Bewegung untersuchten die Teilnehmenden unter dem Titel "Das Revolutionsjahr 1968" historische Quellen und führten Umfragen unter den Studierenden zur Erinnerung an 1968 durch. Das schrittweise Heranführen an den Forschungsprozess durch Studierende und die Möglichkeit der vertieften Beschäftigung mit einem spezifischen Thema und der damit einhergehenden Quellenanalyse fanden unter den Schülerinnen und Schülern großen Anklang. [TS]

 

 

Schüler*Innen aus Idar-Oberstein zu Besuch im PhiLab

Am Mittwoch, dem 09.05.2018, besuchte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums an der Heinzenwies in Idar-Oberstein die Universität Trier zur Durchführung eines Schülerforschungstages im Rahmen des Programms Sowi with you. Mit Hilfestellung durch Studierende der Universität entwickelten sie zum Thema "Das Revolutionsjahr 1968" eigene Forschungsfragen und untersuchten, durch diese geleitet, historische Quellen und Forschungsliteratur. Insbesondere eine neue Wertschätzung für die Quellen und der tiefe Einblick in den Forschungsprozess wurden von den Schülerinnen und Schülern als sehr positiv bewertet. [TS]

 

 

Laborgespräch am 26. April 2018: „Lehrer/in werden an berufsbildenden Schulen“

Obwohl mittlerweile viele Lehramtsabsolvent/innen der Universität Trier ihr Referendariat an berufsbildende Schulen beginnen, setzen sich die meisten Lehramtsstudierenden kaum mit dieser Schulform auseinander. Welche vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen bieten berufsbildende Schulen angehenden Lehrkräften? Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag? Wie unterscheidet sich der Fachunterricht in Berufsschulklassen vom Gymnasial- oder Realschulunterricht?

Im Rahmen des Laborgesprächs wird Michael Müller, Schulleiter der Trierer BBS Gestaltung und Technik, die Besonderheiten der Schulform vorstellen und im Anschluss im Rahmen einer Podiumsdiskussion zusammen mit ehemaligen Lehramtsstudierenden der Universität Trier, die aktuell an einer BBS arbeiten, über Herausforderungen und Chancen des Lehrens und Lernens an berufsbildenden Schulen sprechen.

Moderation: Prof. Dr. Anke Wegner

Zeit und Ort: 18:00 Uhr im Lehr-Lern-Labor PhiLab