Profil

Profil

Das Fach Geschichte an der Universität Trier ist inhaltlich und methodisch-theoretisch komplementär aufgebaut. Mit zehn Professuren deckt die Geschichtswissenschaft die für eine forschungsorientierte Lehre und eine erfolgreiche Etablierung als forschungsstarkes Fach notwendige zeitliche und methodisch-inhaltliche Breite der historischen Fächer ab.

© Christoph Schäfer

Alte Geschichte

Die Alte Geschichte beschäftigt sich mit dem weiten zeitlichen und räumlichen Horizont der griechischen, hellenistischen und römischen Epochen. Räumlich konzentriert sie sich in sozial- und kulturgeschichtlicher Perspektive auf den griechisch geprägten östlichen Mittelmeerraum und den lateinischen Westen des Imperium Romanum. In methodischer Hinsicht engagiert sich die Alte Geschichte in den Bereichen der experimentellen Archäologie und den Digital Humanities, die einen methodischen Schnittpunkt zwischen Alter Geschichte, Mittelalterlicher und Neuerer und Neuester Geschichte bildet. Die Alte Geschichte ist beteiligt am Zentrum für Altertumswissenschaften Trier (ZAT) sowie dem Forschungszentrum Griechisch-Römisches Ägypten und übernimmt so eine wichtige Funktion bei der Einbindung der „Kleinen Fächer“ der Altertumswissenschaften in den Gesamtzusammenhang der historischen Arbeitsbereiche.

© Lukas Clemens (Ausführung: N. Herber)

Mittelalterliche Geschichte

Die Zeit zwischen 500 und 1500 wird mit Blick auf Europa und den Mittelmeerraum von einer Professur für Mittelalterliche Geschichte (Prof. Dr. Petra Schulte) und einer weiteren für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften (Prof.  Dr.  Lukas Clemens) abgedeckt. Im Fokus von Lehre und Forschung steht die Frage, wie sich nach dem Zusammenbruch des römischen Reichs über die Jahrhunderte neue Kulturräume mit einer je eigenen politischen, ökonomischen, sozialen, religiösen und mentalen Prägung formierten. Ferner wird untersucht, wie der Austausch untereinander funktionierte, ob es zu Verflechtungen kam bzw. wann man sich aus welchem Grund von fremden Einflüssen abzugrenzen versuchte. Besondere Schwerpunkte bilden die Analyse von Leitideen (Petra Schulte) und von interreligiösen Beziehungen (Lukas Clemens).

Geschichte der Frühen Neuzeit

Im Fokus beider Professuren des Fachteils steht der Zeitraum vom späten 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Professur für Neure Geschichte (Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle) ergänzt das Methodenspektrum der Geschichtswissenschaft um genuin rechtshistorische und geschlechtergeschichtliche Zugänge. Ihr Schwerpunkt liegt auf der vergleichenden europäischen sowie der internationalen Geschichte. Aufgrund des weiten räumlichen Zuschnitts von Forschung und Lehre kommt der Kooperation mit dem Fachteil Internationale Geschichte besondere Bedeutung zu. Für die Geschichtliche Landeskunde (Prof. Dr. Stephan Laux) steht geographisch der Großraum Rhein-Maas-Mosel und die Grenzregion Saar-Lor-Lux im Vordergrund. Das methodische Interesse gilt spezifischen regionalen und lokalen Phänomenen in vergleichender sozialgeschichtlicher Perspektive. Die Professur ist ein wichtiges Bindeglied in der Zusammenarbeit des Fachs Geschichte mit Archiven, Bibliotheken und Museen der Stadt und der Landes.

Neuere und Neueste Geschichte

Die Neuere und Neueste Geschichte ist mit vier Professuren komplementär aufgestellt und umfasst den Zeitraum seit 1800 mit einem Schwerpunkt auf Europa in seinen weltweiten Verflechtungen. Inhaltlich ist sie durch die Einbettung lokaler oder nationaler Themen in ihre internationalen Zusammenhänge und damit durch Multiperspektivität, Komparatistik und Transfergeschichte gekennzeichnet. Die Professur für Neuere Geschichte (Prof. Dr. Christian Jansen) beschäftigt sich vornehmlich mit der Geschichte „Deutschlands“ und Italiens zwischen 1750 und 1950. Die Professuren für Neuere und Neueste Geschichte (PD Dr. Morten Reitmayer) und jüngste Zeitgeschichte (Prof.  Dr.  Lutz Raphael) decken den Bereich der europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ab. Die Professur für Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl) beschäftigt sich mit der Geschichte Nordamerikas und Asiens unter kolonialhistorischer, umwelthistorischer und migrationshistorischer Perspektive.