Das Mobi- und das JuKi- Lab

Die Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Leitung: Prof. Dr. Elena von Wirth) führt grundlagen- und anwendungsorientierte Forschungsprojekte zu Interozeption, chronischen Schmerzen und emotionalen Prozessen bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen durch. Dafür verfügt sie über zwei Labore zur altersgerechten psychophysiologischen Erhebung von Kindern und Jugendlichen.


Das Mobi-Lab

Mit Hilfe des Varioport-e bietet sich die Möglichkeit, insbesondere Kleinkinder an Orten zu erheben, die ihnen vertraut sind, z. B. im Kindergarten. Das Gerät ist sehr klein und leicht (Maße von 65 x 43 x 17 mm, Gewicht von 50 Gramm) und damit sehr angenehm für die kleinen ProbandInnen.

Es verfügt über vier AUX-Eingänge für externe Vorverstärker (EMG, EOG, Eyeblink etc.) bzw. Sensoren (Bewegung, Atmung, Fingerpuls, Hauttemperatur usw.).

Aufgrund der Handlichkeit des Geräts können auch problemlos Paradigmen untersucht werden, die spielerische Bewegungen wie Hüpfen und Springen einschließen. Ein Beispiel dafür ist das Jumping Jack Paradigma aus den KiKö-Projekten.


Das JuKi-Lab

Das JuKi-Lab besteht aus verschiedenen computergestützten Methoden zur altersgerechten psychophysiologischen Erhebung von Kindern und Jugendlichen in grundlagen- und anwendungsorientierten Studien. Durch die Bandbreite der Methoden können verschiedene Elektromyogramme (EMGs), die Atmung (Atemkurve), das Elektrokardiogramm (EKG), die elektrodermale Aktivität (EDA), der Blutdruck (BP), die Bewegungsaktivität und der Schreckreflex (startle) zeitgleich erfasst werden.

Hervorzuheben ist die Möglichkeit der Erfassung des Schreckreflexes (startle). Hierbei wird mithilfe eines weißen Rauschens (50 ms mit 95 dB (A)) ein Lidschlussreflex des Augenmuskels (orbicularis oculi) provoziert, gemessen und analysiert. Die Modulierung des Schreckreflexes lässt einen Rückschluss auf den Grad der Aktivierung des Defensivsystems und damit auch auf die Angst vor bestimmten Stimuli/Sensationen zu.

Im JuKi-Lab werden Kinder und Jugendliche für die Forschungsschwerpunkte der Abteilung (nähere Informationen) - Interozeption, chronischer Schmerz, Emotion -  im Labor erfasst.