Aktuelle und vergangene Publikationen des Lehrstuhls

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Classical Antiquity and Video Games: Playing with the Ancient World (hb 2020, pb 2021)

Christian Rollinger (Hg.)

From gaming consoles to smartphones, video games are everywhere today, including those set in historical times and particularly in the ancient world. This volume explores the varied depictions of the ancient world in video games and demonstrates the potential challenges of games for scholars as well as the applications of game engines for educational and academic purposes. With successful series such as “Assassin's Creed” or "Civilization” selling millions of copies, video games rival even television and cinema in their role in shaping younger audiences' perceptions of the past. Yet classical scholarship, though embracing other popular media as areas of research, has so far largely ignored video games as a vehicle of classical reception.

This collection of essays fills this gap with a dedicated study of receptions, remediations and representations of Classical Antiquity across all electronic gaming platforms and genres. It presents cutting-edge research in classics and classical receptions, game studies and archaeogaming, adopting different perspectives and combining papers from scholars, gamers, game developers and historical consultants. In doing so, it delivers the first state-of-the-art account of both the wide array of 'ancient' video games, as well as the challenges and rewards of this new and exciting field.

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Geschichte auf Scherben. Das Leben in der östlichen Wüste Ägyptens in römischer Zeit (2020)

Patrick Reinard (Hg.)

Die Beiträge in diesem Band untersuchen die wirtschaftliche Situation in der Wüste und die Bedeutung des Indienhandels, geben Einblicke in das Leben und die Aufgaben von Soldaten in der Wüste, behandeln die Schicksale von Frauen, die in den Wüstensiedlungen zur Prostitution gezwungen wurden, untersuchen die infrastrukturellen Maßnahmen in der Wasserversorgung sowie der Organisation der Steinbrüche am Mons Claudianus oder führen exemplarisch vor Augen, wie Einzelentscheidungen des Kaisers in die Wüste kommuniziert wurden. Quellengrundlage hierfür sind die griechisch und lateinisch beschriebenen Ostraka, die in Siedlungen wie Berenike, Didymoi, Krokodilo oder am Mons Claudianus als archäologische Funde entdeckt wurden. Sie liefern unmittelbare faszinierende Einblicke in das Leben der Menschen in der Wüste.

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The Ties that Bind: Ancient Politics and Historical Network Research (2020)

Wim Broekaert, Elena Köstner & Christian Rollinger (Hg.)

During the last decade, the field of ancient history and classics has witnessed a slow but steady increase of publications applying to Greco-Roman history the concepts of social network analysis (SNA). While initially mainly introducing the concept of networks and connectivity in a metaphorical sense, recent research increasingly turned to the more quantitative aspects of network analysis. It is therefore quite remarkable that few attempts have been made to apply the tools of formal network analysis to a research topic ideally suited for this particular approach, viz. Greco-Roman politics. Literary sources, inscriptions and papyri offer a wealth of information on municipal and imperial elites, careers, selection procedures, and most importantly, the ties of family, marriage, friendship, patronage, and bribery that connected them. As the case studies in this special, guest-edited issue of The Journal of Historical Network Research show, SNA promises to offer new perspectives on a research field mainly dominated by more traditional prosopographical studies and at the same time provide a powerful tool for analyzing and visualizing social and political connections in ancient societies.

DOI: https://doi.org/10.25517/jhnr.v4i0

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Wirtschaft und Wiederverwendung: Beiträge zur antiken Ökonomie (2019)

Patrick Reinard, Christian Rollinger & Christoph Schäfer (Hg.)

In Zeiten knapper Ressourcen und des Postulats, mit der Umwelt so umgehen zu wollen, damit sie auch weiteren Generationen Nahrung, Arbeit und Wohlergehen bescheren kann, mutet es vielleicht etwas überraschend an, wenn wir auch der Antike einen Markt für Abgelegtes, Altes, Nutzloses – kurzum: einen Second-Hand-Market – nachsagen und tatsächlich den Wiederverwendungsaspekt im Militärischen, im Literarischen, im täglichen Leben und in der Kunst erkennen. Papyri als Verpackungsstoff für ein »Leben nach der Erstverwendung« und die Umarbeitungen von Skulpturen nach dem Tod der Dargestellten sind schon länger bekannt – nun kommen auch andere Güter hinzu, die man auf den ersten Blick nicht erwartete. Die Trierer Tagung vom September 2016 bietet dieses Kaleidoskop; die Produktion ist auch der Anfangspunkt des Wiederauflebens der Publikationen im wissenschaftlichen Portfolio des Scripta Mercaturae Verlags.

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Short-term Empires in World History (2019)

Robert Rollinger, Julian Degen & Michael Gehler (Hg.)

The volume will focus on a comparative level on a specific group of states that are commonly labelled as “empires” and that we encounter through all historical periods. Although they are very successful at the very beginning, like most empires are, this success is very ephemeral and transient. The era of conquest is never followed by a period of consolidation. Collapse and/or reduction to much smaller dimension run as fast as the process of wide-ranging conquest and expansion. The volume singles out a series of such “short-term empires” and aims to provide a methodologically clearly structured as well as a uniform and consistent approach by developing a general set of questions that guarantee the possibility to compare and distinguish. This way it intends to examine not only already well established empires but also to illuminate forgotten ones.

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Inschriften aus Bitburg und der südlichen Eifel aus der Römerzeit (I.BiER). Katalog und Auswertung (2018)

Patrick Reinard & Sascha Weiler

Das vorliegende Buch ist eine historische Mikrostudie. Es versteht sich als eine Untersuchung der Geschichte des römischen Bitburgs sowie seines erweiterten Umlandes und bietet zu diesem Zweck eine Sammlung und Auswertung der antiken Inschriften aus Bitburg und der umliegenden südlichen Eifel. Ausgangspunkt dieser Studie waren die epigraphischen Denkmäler des römischen Bitburgs (vicus Beda). Die hier gebotene Zusammenstellung und Untersuchung der Inschriften sollen eine Ergänzung zum Forschungsstand darstellen und einen Zugang zur Geschichte der Mikroregion zwischen Beda und Augusta Treverorum sowie im Umlan des Bitburger Landes darstellen. 

Frühchristliche Grabinschriften im Westen des Römischen Reiches (2016)

Lukas Clemens, Hiltrud Merten & Christoph Schäfer (Hg.)

Der dritte Band der Reihe „Interdisziplinärer Dialog zwischen Archäologie und Geschichte“ versammelt die Vorträge der vom 13. bis 15. Juni 2013 in Trier durchgeführten Konferenz über „Frühchristliche Grabinschriften im Westen des Römischen Reiches“. Bei der Arbeit an den Trierer Neufunden aus St. Maximin zeigte sich bald die Notwendigkeit des überregionalen Vergleichs mit entsprechendem Material aus dem Westen des Römischen Reiches. Im Rahmen der Konferenz wurde die Gelegenheit zur Diskussion mit Fachkollegen unter Einbeziehung der originalen Trierer Fundstücke geschaffen.

Im Vordergrund standen die Verbindungen zwischen den Trierer Zeugnissen und denen eines weiteren geographischen Rahmens: Welche Einflüsse wirkten auf die Gestaltung der Trierer Inschriften, welche Impulse gingen von Trier aus? Die reich bebilderten Beiträge der international renommierten Autoren sind geographisch in drei Sektionen gegliedert:

Sektion I – behandelt die Zeugnisse aus Trier und angrenzenden Gebieten. Sektion II – präsentiert und diskutiert die epigraphischen Denkmäler des frühen Christentums aus dem gallischen und germanischen Raum. Sektion III – lenkt schließlich den Blick auf den Mittelmeerraum, hier vor allem auf die Stadt Rom.

Die wissenschaftliche Zielsetzung der Konferenz wurde erreicht: Einflüsse auf die Entwicklung des Trierer Materials gingen vielfach von den Fremden aus, die im 4. und frühen 5. Jahrhundert in die Kaiserresidenz Trier strömten. Ab der Mitte des 5. Jahrhunderts bis zum Ende des 7. Jahrhunderts „konservierte“ man jedoch in Trier das entwickelte Inschriftenformular, bevor im 8. Jahrhundert der Beginn eines neuen Abschnitts sich u.a. in einem neuen Formular zeigt.

Menschen und Orte der Antike: Festschrift für Helmut Halfmann zum 65. Geburtstag (2015)

Sabine Panzram, Werner Rieß & Christoph Schäfer (Hg.)

Die Festschrift enthält ein Vorwort, eine Tabula Gratulatoria und 24 Aufsätze. Sie befassen sich mit Herodots Plataiai, Weihreliefs an Asklepios, Philotas und Alexander, den roten Fischern von Anthedon, Apollon Didymeos und Iasos, der Rolle der Volkstribunen als Gesetzgeber, Raumerfassung und Städtegründungen in der Tarraconensis, dem Briefwechsel Antonius-Cicero, der Reziprozität beim Führer- und Kaisereid, den Bäumen des Valerius Asiaticus, der Abberufung des Mithridates durch Caligula, einer Weihung an Mars Equitum aus Ravna, Serbien, sowie Militärdiplomen und der Heereskonstitution des Commodus. Weite Themen sind der Bandit Bulla Felix, die Unterbringung von principales in römischen Militärlagern, Sicherheit in einer Welt ohne Statistik, ökonomische Nischen, Konkurrenz und Spezialisierung in Handel und Handwerk der Römischen Kaiserzeit, die Reeder Alexandrias, die Gerichtsbarkeit des Praefectus annonae, Stadtpatrone als antike Erfindung, Shakespeares "Antonius und Kleopatra" und Plutarch, die Rezeption des Aristophanes sowie eine Korrespondenz von 1873 zwischen dem Althistoriker von Gutschmid und dem Orientalisten Nöldeke.

Der politische Euergetismus und dessen vor allem nichtbürgerliche Rezipienten im hellenistischen und kaiserzeitlichen Kleinasien sowie dem ägäischen Raum (2015)

Marc Beck (Diss. phil. Trier 2014)

Die im Rahmen des Sonderforschungsbereiches “Fremdheit und Armut. Wandel von Inklusionsformen und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart” entstandene Arbeit zielt auf ein umfassendes Verständnis des Euergetismus als Institution, wozu vor allem die Reziprozität von Gabe und Dankbarkeit als Grundlage für die Motive antiker Wohltäter und die Entwicklung des Euergetismus untersucht werden. Erstmals erfolgt eine umfassende Analyse der Inklusion der verschiedenen Nichtbürgergruppen in Euergesien, wie z.B. Römer, Metöken, Freigelassene, Sklaven oder Fremde, wobei sich ein klares Verhältnis zur zunehmenden Elitenbildung innerhalb der Poleis abzeichnet und im Lauf der Zeit privilegierte Gruppen stärker begünstigt wurden. Auch bezüglich der speziellen bzw. verallgemeinernden Begriffe für Nichtbürgergruppen und ihrer Integration in die Empfängergruppen für Euergesien konnten, nicht zuletzt durch Inschriften, neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die Quellensammlung der Studie erlaubt künftig eine gezielte Beschäftigung mit den einzelnen euergetischen Inschriften, die Nichtbürgergruppen behandeln.

Der römische Seehandel in seiner Blütezeit - Rahmenbedingungen, Seerouten, Wirtschaftlichkeit (2015)

Pascal Warnking (Diss. phil. Trier 2014)

Die Studie widerlegt den weitverbreiteten Irrtum, dass antike Händler vor allem Abenteurer gewesen seien. Zwar waren Mut und Risikobereitschaft nötig, aber Erfolg war maßgeblich die Summe vieler richtiger Entscheidungen über Generationen, wobei Alexandria und Rom als berechenbare und zuverlässige Beschaffungs- und Absatzmärkte eine besondere Rolle spielten. Obwohl den Römern nachgesagt wurde, dass sie das Meer nicht liebten, nutzten sie es so erfolgreich, dass sie dank der über Jahrhunderte stabilen Rahmenbedingungen - gemessen am Handelsvolumen - die bedeutendsten Händler der Antike wurden. Dabei wurde auch auf Routen über das offene Meer und am Wind gefahren. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aspekt des Segelns im Mittelmeer. Dabei geht es u. a. um die 28 wichtigsten der bezeugten Segelrouten der Antike mit detaillierten Betrachtungen zu Geographie, Klima und Wetter, Schiffsgrößen, Ladungen, Reisedauer, Kosten, Zöllen, Piraten usw. Mit dem Regattenprogramm Expedition wurden für 183 Reisetage im Jahr mit zwei Startzeiten pro Tag rund 50.000 Berechnungen für realistische Routen in dynamischen Wettersystemen durchgeführt und mit antiken Angaben verglichen. Die so entwickelte Methode ermöglicht die verlässliche Bestimmung antiker Seerouten und Reisezeiten. Die Ergebnisse fließen in ein Modell ein, mit dem die Profitabilität des römischen Seehandels analysiert wird.

LUSORIA RHENANA. Ein römisches Schiff am Rhein. Neue Forschungen zu einem spätantiken Schiffstyp (2016)

Fritz Brechtel, Christoph Schäfer, Gerrit Wagener (Hg.)

Als Ende 1981 in Mainz die Wracks mehrerer römischer Militärschiffe entdeckt wurden, eröffnete dies völlig neue Perspektiven für die altertumswissenschaftliche Forschung. Erstmals ließ sich der Standardtyp spätantiker Kriegsschiffe - die in den Schriftquellen immer wieder erwähnte navis lusoria - identifizieren und nach umfangreichen Studien auch planerisch rekonstruieren. Die hierauf basierende Rekonstruktion in Originalgröße sowie der Bau eines 1 : 3-Modells ermöglichten umfangreiche Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit dieses Schiffstyps, an denen sich eine Vielzahl von Fachwissenschaftlern und Studierenden der Universität Trier sowie verschiedener weiterer Universitäten, Hochschulen und Institutionen beteiligte.Aus den Ergebnissen kann eine neue Sicht auf das spätantike Verteidigungskonzept und letztlich die ganze Komplexität des Imperium Romanum gewonnen werden.Im Anschluss an die Testfahrten wurde die voll einsatzfähige LUSORIA RHENANA im Landkreis Germersheim auch für ein allgemeines Publikum erschlossen, sodass interessierte Gruppen mit dem Schiff die römische Vergangenheit hautnah erfahren können.

Connecting the Ancient World. Mediterranean Shipping, Maritime Networks and their Impact (2015)

Christoph Schäfer (Hg.)

Der Band geht auf eine internationale Vortragsreihe an der Universität Trier im Sommer 2014 zurück und enthält ein Vorwort sowie acht Aufsätze. Diese befassen sich mit Segeltypen [z.B. Rahsegel, Artemonsegel, Sprietsegel], dem Segeln und der Seemannskunst im antiken Mittelmeerraum [Whitewright], klimatischen Einflüssen auf den Flußtransport auf dem römischen Rhein [Franconi], römischen Handelsrouten über das Mittelmeer und der Modellierung von Routen und Zeitdauer antiker Reisen mittels moderner Offshore Regatta Software [Warnking], einem archäologischen Nachtrag zu den Res gestae, Augustus’ Beitrag zum Zusammenwachsen des Römischen Reichs zu Wasser durch umfangreiche Baumaßnahmen maritimer Infrastruktur in opus caementitium betreffend [Hohlfelder], Handel und der Integration und kulturellen Homogenisierung des Römischen Reiches [Morley], Städten als Institutionen, Märkten und urbanen Konsumzentren und ihrer Bedeutung für den Seehandel im Römischen Reich [Arnaud], einem Gewinn-und-Verlustbasierten Geschäftsmodell für römischen Seehandel mit Getreide [Warnking] sowie mit Olivenöl für den römisch besetzten deutschen Raum und einigen Gedanken zu römischem Fernhandel, vor allem über den Atlantik und den Rhein [Schäfer]