Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 211741315
Laufzeit: 2013 - 2022

Am 9. November 2012 bewilligte die DFG die Förderung des ersten deutsch-kanadischen Graduiertenkollegs in den Geistes- und Sozialwissenschaften, das IRTG „Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces”. Nach erfolgreicher Zwischenevaluation im März 2017 wird das internationale Kooperationsprojekt zwischen der Universität Trier, der Universität des Saarlandes und der Université de Montréal in der Doktorandenausbildung bis März 2022 gefördert. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl (Universität Trier), Prof. Laurence McFalls (UdeM) und Prof. Dr. Astrid Fellner (UdS).

Das IGK Diversität beschäftigt sich mit den politisch und gesellschaftlich umstrittenen Handlungsfeldern ‚Multikulturalismus‘ und ‚Diversität‘. Über die Zusammenarbeit von geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern werden paradigmatische Veränderungen und historische Wandlungsprozesse im Umgang mit multikulturellen Realitäten in Nordamerika und Europa seit dem ausgehenden 18. Jh. untersucht. Das IGK stellt den Prozesscharakter und die diskursive Konstruktion von Diversität sowie ihre historische Kontextgebundenheit ins Zentrum seines Forschungs-programms und fragt nach der Vermittlung und Übersetzung kultureller Differenz über Raum und Zeit. Das Forschungsprogramm wird durch drei Querschnittsthemen strukturiert: Politiken, Praktiken und (historische) Narrative von Diversität. Das Forschungsprogramm eröffnet originelle und innovative Perspektiven für Dissertationsthemen, die sich mit dem Wandel von Diversität auf der politischen, sozialen und kulturellen Mikro-, Meso- und Makroebene beschäftigen. Der verflechtungsgeschichtliche Zugang basierend auf dem Prinzip der „herméneutique croisée“ begründet neue Ansätze für die Regionalstudien sowie für transnational und empirisch-kulturvergleichende Forschung. In methodisch-theoretischer Hinsicht leistet das IGK einen historisch fundierten Beitrag zur begrifflichen Schärfung der Kernkonzepte Diversität, Transkulturalismus, Übersetzung und Raum.

Das forschungsorientierte Qualifizierungskonzept basiert auf regelmäßigen Treffen der Doktoranden und beteiligten Wissenschaftler, umfasst intensive einwöchige Sommer- und Frühjahrsschulen, Master Classes zu ausgewählten theoretischen Konzepten, eine internationale Konferenz mit externen Experten und einen Dissertations-Workshop zu Beginn des dritten Jahres. Diese Intensivphasen sichern den wissenschaftlichen Austausch der Gesamtgruppe und die internationale Sichtbarkeit des Kollegs. Sie bieten einen Rahmen für die internationale Vernetzung der Doktoranden und unterstützen diese in zentralen Phasen des Arbeitsprozesses.

Interessiert an unserer Arbeit? Dann finden Sie weitere Informationen über laufende Forschungsprojekte und Dissertationsthemen auf der Homepage des IRTG Diversity: www.irtg-diversity.com.