Interdisziplinäres CePoG-Kolloquium 2.-3. Juli 2021: Wie können wir das Curriculum dekolonialisieren?

CePoG Kolloquium Logo 2021

Das Centrum für Postcolonial und Gender Studies (CePoG) veranstaltet am 2. und 3. Juli 2021 ein interdisziplinäres Kolloquium, das sich an alle richtet, die fragen, wie man Wissensproduktion Wissensverbreitung und Bildung dekolonialisieren kann: Es geht darum, Problemfelder von Wissen und Wissenschaftlichkeit in akademischen und schulischen Kontexten zu beschreiben und Strategien und Lösungsansätze zu finden. Willkommen sind Projekte und Projektideen im Bereich des zivilgesellschaftlichen Engagements, des community activism, Vorstellungen bestehender Initiativen sowie wissenschaftlicher (Masterarbeit, Dissertations- oder Habilitationsvorhaben) und schulischer Projekte. Das Kolloquium soll Raum für inhaltlichen Austausch und Vernetzung bieten und ist Auftakt und Impuls für längerfristige Perspektive unseres Centrums, die sich auf gesellschaftspolitische, wissenschaftliche, institutionelle, didaktische und wissenschaftspolitische Reflexionsprozesse der Dekolonialisierung richtet.

Organisation: Prof. Dr. Andrea Geier, Prof. Dr. Antje Bruns, PD Dr. Eva Bischoff, Jun.-Prof. Dr. Franziska Bergmann, Dr. Elisa Müller-Adams, Sara Larijani, Njeri Rahab, Emiliano Castillo Jara

Programm


25.06.2021 Neuerscheinung: Mabo’s Cultural Legacy

Titelbild Mabo Legacy

Wir freuen uns die Publikation von „Mabo’s Cultural Legacy History, Literature, Film and Cultural Practice in Contemporary Australia“, herausgegeben von Geoff Rodoreda und Eva Bischoff bekannt geben zu dürfen. Die Beiträge dieses Sammelbandes untersuchen die Auswirkungen der bahnbrechenden Mabo-Entscheidung des australischen High Court des Jahres 1992 auf die australische Gesellschaft und Kultur. Sie beleuchten aus der Perspektive von so verschiedenen Disziplinen wie der Geschichtsschreibung, er Linguistik und der Anthropologie sowie den Film- und Literaturwissenschaften, wie Mabo in den folgenden Jahren in Frage gestellt oder verändert wurde.

Geoff Rodoreda & Eva Bischoff (Hg.): Mabo’s Cultural Legacy. History, Literature, Film and Cultural Practice in Contemporary Australia. London: Anthem 2021.

18. Mai 2021: "German Heritage in Letters" von der National Genealogical Society ausgezeichnet

Auswandererbrief 1854

Wir gratulieren dem Deutschen Historischen Institut Washington D.C.für die Auszeichnung ihres bürgerwissenschaftlichen Projektes "German Heritage in Letters", mit dem die Deutsche Auswandererbriefsammlung (DABS) eng kooperiert. Das Projekt ist von der National Genealogical Society für seine innovativen Ansätze im Bereich der "family history research" ausgezeichnet worden. Die National Genealogical Society erklärt, die gewählten bürgerwissenschaftlichen Instrumente des Projekts hätten Modellcharakter für andere Projekte und Organisationen . Wenn Sie mehr über das Projekt des DHI Washington oder die Deutsche Auswandererbriefsammlung erfahren wollen, besuchen Sie die Projektwebsites. Falls Sie Interesse an Migrationsforschung haben, könnte Sie auch der Blog "Migrant Knowledge" des Pazifikbüros des DHI Washington interessieren.


11. Mai 2021: Presentation of the IRTG Diversity as "Best Practice" at the DAAD Networking Event

On Tuesday, May 11, 2021, Laurence McFalls (Université de Montréal) and Ursula Lehmkuhl (Universität Trier) presented the International Research Training Group (IRTG) "Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces", funded by the DFG and SSHRC, at a DAAD networking event. The presentation is available on youtube. Here you can learn about who we are, how the program was developed, what are research program is and how we have set up our qualification program. If you like to learn more about our program, visit our website: www.irtg-diversity.com.

IRTG Diversity

WDR Zeitzeichen - Die "Donner Party" mit Ursula Lehmkuhl

Der "Donner Pass" in den 1870er Jahren; Von T. H. Sullivan of the U.S. Geological Exploration of the Fortieth Parallel (King Survey) - http://137.227.225.23/htmllib/btch133/btch133j/btch133z/kingp053.htm (ID. King, 53), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5795531

Am 14. April 1846 brach unter der Führung des Farmers George Donner ein Treck von 87 Siedlern in den Westen der USA auf. Die vermeindliche Abkürzung entpuppte sich als Todesfalle. Ein Gutteil starb auf der Reise. Der Rest überlebte offenbar nur durch Kannibalismus. 

Ursula Lehmkuhl kommentiert die Ereignisse an der "American frontier" im Gespräch mit Veronika Bock und Ulrich Biermann vom Westdeutschen Rundfunk.

Zum Nachhören auf WDR 3, WDR 5 und im SR.


16. April 2021: Internationale Geschichte lädt zum Workshop Public History ein

Public History ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von Lehre und Forschung des Fachs Geschichte an der Universität Trier. Am 16. April 2021 treffen sich Forscher*innen, Studierende und interessierte Laien („citizen scholars“), um sich über laufende Projekte auszutauschen und aktuelle Fragen der Public History zu diskutieren. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Herausforderungen, welche sich aus digitalen Kommunikation und Forschungsmethoden (Digital History) und Citizen Science ergeben. Darüber hinaus wird Prof. Christine Gundermann (Universität zu Köln) einen Gastvortrag zum Thema „Public History als neue (Trans-)Disziplin“ halten. Teile der Konferenz werden auf Englisch durchgeführt.

Programm

Anmeldung über Eventbrite

Programm Workshop Public History 2021

Interview mit Andrea Geier über Cancel Culture, Blackfacing und Sprechverbote

Über die Unterschiede zwischen rechter und linker Identitätspolitik, zwischen Rassismus und Rassismuskritik und der Notwendigkeit einer Politik der Anerkennung. Andrea Geier erklärt die schwierige diskursive Gemengelage um Sprechverbote, Blackfacing, Betroffenheit und geschlechtergerechte Sprache im Gespräch mit Stephanie Rohde im Deutschlandfunk (27.2.2021)


Temporalities of Diversity / Temporalités de la diversité / Zeitlichkeiten der Vielfalt

Das Internationale Graduiertenkolleg "Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces" beschäftigt sich in der dritten Förderphase vor allem mit dem Thema "Zeitlichkeiten der Vielfalt". Unsere Doktoranden bereiten dazu einen thematischen Sammelband vor, der durch Interviews mit ausgewiesenen Spezialisten auf dem Gebiet begleitet wird. Drei Podcasts sind bisher erstellt worden: Frank Bösch, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam, spricht über das Thema "Historische Ereignisse, Zeitenwenden und Vielfalt der Temporalitäten"; Elahe Haschemi Yekani, Humboldt-Universität Berlin erörtert das Thema "Transition Time on TV: Transing Genre in "Transparent"; und Robert McRuer, George Washington University, diskutiert das Thema "Crip Times: Disability, Globalization, and Resistance". Alle Podcasts sind über die Website des Graduiertenkollegs abrufbar. Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit!


Öffentliche Anhörungen im Rahmen des Besetzungsverfahrens der W3-Professur Neueste Geschichte, 11. und 12. Januar 2021

Das Fach Geschichte lädt herzlich zu den hochschulöffentlichen Probevorträgen im Rahmen des Berufungsverfahrens zur Besetzung der W3-Professur Neueste Geschichte ein. Die Vorträge und Diskussionen finden per Zoom statt. Es erwarten uns spannende Themen:

Montag, 11. Januar 2021:

12:00 Uhr - Johannes Großmann, Tübingen: "Blaue Bananen: Postkoloniale Geschichte als postnationale Geschichte in einer europäischen Kernregion"

14:15 Uhr - Sonja Levsen, Freiburg: "Die Vermessung der Demokratie in der europäischen Zeitgeschichte"

16:30 Uhr - Silke Mende, Berlin: "Periphere Perspektiven? (Post-)imperiale Ordnung und europäische Integration" 

Dienstag, 12. Januar 2021:

08:30 Uhr - Christiane Reinecke, Osnabrück: "Den Problemen folgen: Überlegungen zu einer nomadischen Gesellschaftsgeschichte"

10:30 Uhr - Martin Rempe, Konstanz: "Europe créative: Überlegungen zu einer Geschichtre der Kulturwirtschaft im langen 20. Jahrhundert"

13:30 Uhr - Korinna Schönhärl, Frankfurt: "Im großen und ganzen eine sehr weit gehende Laxheit": Steuermoral in der katholischen Soziallehre der 1950er Jahre in Spanien und der BRD

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, melden Sie sich bitte im Sekretariat Internationale Geschichte. Frau Buchmeier-Zisel wird Ihnen den Zoom-Link zukommen lassen.

Plakat Probevorträge zum Herunterladen als PDF.


Ringvorlesung: Internationale Wissenschaft im digitalen Zeitalter, 13. Januar 2021 18:00 Uhr

Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Chad Gaffield von der Universität Ottawa und Dr. Dorothea Rüland, Generalsekretärin des DAAD, die öffentliche Ringvorlesung zum Thema "Herzkammer der Wissenschaft - Der Ort der Universität in der Gesellschaft" mit Beiträgen zum Thema "Internationale Wissenschaft im digitalen Zeitalter" bereichern werden. Prof. Dr. Chad Gaffield ist Distinguished Professor of History and Chair for Digital Scholarship und ist dem Zentrum für Kanada-Studien der Universität Trier langjährig verbunden. Die Internationale Geschichte arbeitet mit ihm im Bereich von Digital History und Digital Cultural Heritage Studies zusammen. Chad Gaffield war von 2006 bis 2014 Präsident des kanadischen Social Science and Humanities Research Council (SSHRC) und von 2016 bis 2019 Präsident der Royal Society of Canada.

Die Teilnahme an dem Zoom-Meeting am Mittwoch, 13. Januar 2021, 18.00 Uhr, ist unter folgendem Link möglich: https://uni-trier.zoom.us/j/83126312616?pwd=WWw4c0ZXYU84TVNyVkRnV3hKaUl3dz09


Neuerscheinung 2020: Impfe und Herrsche. Veterinärmedizinisches Wissen und Herrschaft im kolonialen Namibia, 1887-1929

Wir freuen uns, die Publikation von "Impfe und Herrsche" bekanntgeben zu dürfen. Das Buch basiert auf der Dissertation von Klemens Wedekind und ist im renommierten Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in der Reihe "Transnationale Geschichte" erschienen.

Klemens Wedekind untersucht die Geschichte der kolonialen Veterinärmedizin im südlichen Afrika. Sie illustriere nicht nur die Entstehung von Wissensbeständen durch die transimperiale Verflechtung mit europäischen Experten. Am Beispiel des kolonialen Namibia werden auch die Modalitäten, Folgen und Kontinuitäten der Produktion, Zirkulation und Anwendung veterinärmedizinischen Wissens im Kontext der kolonialen Herrschaftserrichtung zwischen 1887 und 1929 deutlich. 

Das Buch versteht sich als Beitrag zur transnationalen Verknüpfung von Wissens- und Kolonialgeschichte sowie als Anregung, etablierte kolonialhistorische Periodisierungen zu verlassen.


Neuerscheinung 2020: Benevolent Colonizers in Nineteenth-Century Australia

We are happy to announce a new book publication by Eva Bischoff: "Benevolent Colonizers in Nineteenth-Century Australia. Quaker Lives and Ideals" published by Palgrave Macmillan in the well-known publication series "Cambridge Imperial and Post-Colonial Studies".

This book reconstructs the history of a group of British Quaker families and their involvement in the process of settler colonialism in early nineteenth-century Australia. Their everyday actions contributed to the multiplicity of practices that displaced and annihilated Aboriginal communities. Simultaneously, early nineteenth-century Friends were members of a translocal, transatlantic community characterized by pacifism and an involvement in transnational humanitarian efforts, such as the abolitionist and the prison reform movements as well as the Aborigines Protection Society. Considering these ideals, how did Quaker negotiate the violence of the frontier? To answer this question, the book looks at Tasmanian and South Australian Quakers' lives and experiences, their journeys and their writings. Building on recent scholarship on the entanglement between the local and the global, each chapter adopts a different historical perspective in terms of breadth and focused time period. The study combines these different approaches to capture the complexities of this topic and era.


Vortrag 8.12.2020: "Internationales Krisenmanagement und die Rolle von Diplomaten" von Dr. Eva Nowotny (per Zoom)

Wann: 8.12.2020, 18:00 Uhr

Eva Nowotny ist eine österreichische Diplomatin. Sie war u.a. Botschafterin in Frankreich, Großbritannien und den USA. Sie wird im Rahmen der Veranstaltung IBID Dialog des neu eingerichteten Masterstudiengangs „Internationale Beziehungen & Diplomatie“ über die Bedeutung von Diplomat*innen in internationalen Krisensituation sprechen. Moderiert wird der Vortrag von Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl, Internationale Geschichte.

Kontakt: Professur Internationale Geschichte, Susanne Buchmeier-Zisel

Anmeldung erforderlich: ja (zum Erhalt des Zoom-Links bitte "buchmei@uni-trier.de" kontaktieren. Bis 08.12.2020, 13 Uhr.)

 


30.9.2020: NFDI4memory Konsortialantrag pünktlich bei der DFG eingereicht


Digitaler Public History Workshop am 10. Juli 2020

Neben zahlreichen praxisorientierten Beispielen aus dem Bereich der Digital Public History, hält Prof. Rosalind Beiler von der University of Central Florida, Orlando einen programmatischen Vortrag zum Thema: "Digital Public History: Challenges and Rewards."

Zu Ihren Forschungsinteressen gehören: Early American History, Atlantic History, Early Modern German History, Public History. Sie beschäftigt sich gegenwärtig mit der Analyse von Korrespondenznetzwerken zwischen Europäischen Quakern, Mennoniten und Pietisten und wie diese frühneuzeitliche Migrationsmuster prägten.

 



Februar 2020: NFDI Konsortium 4Memory beginnt seine Arbeit - Universität Trier ist Co-Applicant

Die Universität Trier, vertreten durch Ursula Lehmkuhl, beteiligt sich als Co-Applicant an der Konsortialinitiative 4Memory im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastrukturinitiative NFDI. Ursula Lehmkuhl zusammen mit Marina Lemaire vom Servicezentrum eSciences der Universität Trier und Stefan Schmunk von der Hochschule Darmstadt werden den Bereich "Data Literacy" koordinieren. Hier erklären Sie, was "Data Literacy" ist und warum es für die Realisierung des "digitial turn" in den Geschichtswissenschaften notwendig ist:

Neuerscheinung 2020: 150 Years of Canada - Grappling with Diversity since 1867

Lehmkuhl, Ursula/Elisabeth Tutschek (Hg.) (2020): 150 Years of Canada: Grappling with Diversity since 1867 (Münster: Waxmann Verlag) 

On July 1, 2017, Canada celebrated the 150th anniversary of Confederation. The nation-wide festivities prompted ambiguous reactions and contradictory responses since they officially proclaimed to celebrate “what it means to be Canadian. “Canada 150’s” focus on identity. The contributions touch upon issues of Canada’s French and English dualism; of its settler colonial past and present and the role of Indigenous Peoples in Canada’s identity narrative; of Canada’s religious, cultural, ethnic and racial diversity; and of the challenge of forging a “Canadian” identity.