Kritische Wissensgeschichte

Wissen hat Geschichte und Wissen macht Geschichte. Die seit geraumer Zeit boomende kritische Wissensgeschichte basiert auf und reflektiert diese doppelte Historizität von Wissen. Die Internationale Geschichte an der Universität Trier trägt mit Forschungsprojekten, die sich vor allem mit der Bedeutung von Wissen in kolonialen Kontexten beschäftigen, zur Weiterentwicklung des historischen Teilgebiets bei. Zwei Dissertationsprojekte nutzen einen wissensgeschichtlichen Analyserahmen, um die Bedeutung von Wissen für koloniale und religiöse Alteritätskonstruktionen und der damit verbundenen reflexiven Agenden im Kontext von Siedlerkolonialismus (Thomas Schira) und Kulturkampf (Stefan Dixius) zu untersuchen. Eine abgeschlossene Dissertation hat sich mit der Relevanz veterinärmedizinischen Wissens für koloniale Herrschaft im südlichen Afrika beschäftigt (Klemens Wedekind) und ein weiteres Projekt untersucht die Rolle kolonialer Sammlungen bei der Herstellung, Zirkulation und des Gebrauchs von naturkundlichem “Wissen um Welt” im Sinne einer verflochtenen Geschichte von Naturkunde und Kolonialismus (Eva Bischoff in Kooperation mit Anja Schwarz, Universität Potsdam).

Partnerinstitutionen

Cultural Heritage Studies Trier (CHeST) Universität Trier