Japan für Kinder. Perzeption und Repräsentation von Wissensbeständen über Japan in deutschsprachigen katholischen und protestantischen Kindermissionszeitschriften, 1842–1918

Bearbeiter: Stefan Dixius, MA (Universität Trier)

Betreuerin: Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl

Projektlaufzeit: seit Januar 2019

Die Dissertation analysiert die Perzeption und Repräsentation Japans in deutschsprachigen katholischen und protestantischen Kindermissionszeitschriften aus dem 19. Jahrhundert. Ausgehend von der Feststellung, dass sich durch die hohen Auflagenzahlen eine quantitativ weite Verbreitung von Kindermissionszeitschriften in den deutschsprachigen Gebieten Europas nachweisen lässt, werden Kindermissionszeitschriften als wichtige Quelle zur Repräsentation des „Anderen“ für ein junges Zielpublikum angesehen. Exemplarisch werden die Repräsentationsstrategien der Herausgeber am Beispiel der Berichte über Japan analysiert. Davon ausgehend wird ferner gezeigt, wie die vermittelten Wissensbestände für eine religionspädagogische Agenda instrumentalisiert wurden. Zur Beantwortung der übergeordneten Frage, welche Wissensbestände über Japan konkret in den Zeitschriften vermittelt und instrumentalisiert wurden, untersucht die Dissertation drei wissensgeschichtliche Analyseebenen: Die räumlich-temporale Ebene des Wissenstransfers, die Akteure des Wissenstransfers sowie aus ereignisgeschichtlicher Perspektive die Politisierung des Wissenstransfers anhand historischer Bruchlinien.