PD Dr. Eva Bischoff

Eva Bischoff studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Politik, Philosophie an der Universität zu Köln. Im Februar 2009 an der Ludwig-Maximilians Universität mit einer Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kolonial-, Geschlechter- und Kriminalitätsgeschichte promoviert. In dieser untersuchte sie die Verflechtungen von kolonialen und metropolitanen Diskursen bei der Konstruktion bürgerlich-weißer, hegemonialer Männlichkeit. Ihre Dissertation ist 2011 unter dem Titel: „Kannibale-Werden. Eine postkoloniale Geschichte deutscher Männlichkeit um 1900“ bei transcript in Bielefeld erschienen. Im April 2018 habilitierte sie sich an der Universität Trier mit einer Arbeit zum Thema „Colonial Violence and Pacifism: Quaker Life and Ideals in Australia, c. 1830-1860“. Die Untersuchung rekonstruiert Geschichte einer ausgewählten Gruppe von australischen Siedlerfamilien, deren Angehörige gleichzeitig Mitglieder der Religious Society of Friends (Quäker) waren. Das Projekt nimmt die verschiedenen Ziele, Konflikte und Aushandlungsprozesse in den Blick, welche die Mitglieder dieser Quäkerfamilien auf transnationaler, nationaler und lokaler Ebene verfolgt bzw. geführt haben. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Frage, wie diese sich, zum einen Teil der weißen Siedlergesellschaft angehörig, zum anderen überzeugte Pazifisten oder Pazifistinnen und oft humanitär engagiert, zur genozidalen Gewalt an der Frontier verhalten haben. Die Arbeit wird voraussichtlich 2019 bei Palgrave Macmillan erscheinen.

Zwischen 2005 und 2010 unterrichtete sie an der Universität zu Köln sowie den Universitäten Bonn und Münster im Bereich der Nordamerikanischen Geschichte und der Postcolonial Studies. Von April 2010 bis September 2011 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung Geschichte des John-F.-Kennedy Instituts der Freien Universität Berlin sowie als Postdoktorandin im SFB 700 „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“. Dort war sie Mitglied des Projekts C4 zur Rekonstruktion der Geschichte des Siedlerimperialismus in Australien und den USA zwischen 1789 und 1851. Seit Oktober 2011 arbeitet sie an der Universität Trier. Sie unterrichtet dort vor allem im Bereich der Globalgeschichte, der britischen und deutschen Kolonialgeschichte sowie der Geschlechtergeschichte.

 

Funktionen und Mitgliedschaften

AHA: Australian Historical Association
AKHF: Arbeitskreis Historische Friedens- und Konfliktforschung e.V.
CAIA: Research Centre Colonialism and Its Aftermath, University of Tasmania
CePoG: Centrum für Postcolonial und Gender Studies der Universität Trier
DAB: Deutscher Akademikerinnenbund e.V.
DGfA/GAAS: Deutsche Gesellschaft für Amerikastudien/ German Association for American Studies
FZE: Forschungszentrum Europa der Universität Trier
GASt: Gesellschaft für Australienstudien/ Association for Australian Studies
IRTG Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces der Universität Trier, der Universität des Saarlandes und der Université de Montréal
TRANSMARE: Trierer Instituts zur Erforschung des Transfers von Menschen, Gütern und Ideen von der Antike bis zur Gegenwart
VHD: Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.
AG Weltregionale und Globale Geschichte des VHD
AG Internationale Geschichte des VHD

 

Frau PD Dr. Bischoff ist Ansprechpartnerin für eine Reihe internationaler Partner des Lehrstuhls. Bitte sehen Sie hierzu die Rubrik Vernetzung ein.