Schwerpunkte in der Forschung

Geschichte und Ästhetik der visuellen Medien im 19. und 20. Jahrhundert stehen im Zentrum der Forschungsaktivitäten, die mediengeschichtlich ausgerichtet sind: Neben den Medienprodukten selbst (z. B. Fotografien, Filme, Videos, Fernsehsendungen) kommt auch deren Produktion, Distribution und Rezeption in Betracht.

Die Historiografie der visuellen Medien weist große Lücken auf. Während Geschichte und Genres des Spielfilms inzwischen recht gut erforscht sind, ist auf dem Gebiet des dokumentarischen Films noch grundlegende Arbeit zu leisten. Das gilt auch für das frühe Kino vor 1920 und für nicht-kommerzielle Filmgattungen wie den Amateurfilm oder den Industriefilm. Noch weitgehend im Dunkel der Vergangenheit ist auch die Mediengeschichte der Projektionskunst, obwohl die Aufführungen von Lichtbildern im 19. Jahrhundert die Anfänge des Kinos geprägt haben.

Die Bearbeitung unbekannter Forschungsfelder erschließt neue Perspektiven für die Geschichtsschreibung der visuellen Medien. Die internationale Erforschung des frühen Kinos hat der gesamten Filmwissenschaft in den vergangenen 20 Jahren wichtige Anregungen gebracht. Der Aufschwung von lokalen Studien in den 1990er Jahren hat die Aufmerksamkeit auf Programmgeschichte, Publikumsgeschichte und Aufführungsgeschichte gelenkt, so dass jetzt neue Zweige der Medienhistoriografie im Entstehen sind. Die Beschäftigung mit Reisemedien und nicht-westlichen Kinokulturen gibt Impulse für die Entwicklung interdisziplinärer Verbindungen mit anderen Kulturwissenschaften. Schließlich eröffnen digitale Techniken ungeahnte Perspektiven für den Umgang mit visuellen Medien. 

Dokumentarischer Film
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