Abgeschlossene Drittmittelprojekte

Xenophanes von Kolophon (2012-2019)

Erschließung der Überlieferungskontexte durch Neu-Edition und -Kommentierung der Zeugnisse für den Zeitraum von der frühen Antike bis ins späte Mittelalter
Prof. Dr. Georg Wöhrle, Prof. Dr. Benedikt Strobel, Dr. Mathilde Brémond, Sandra Fait, Tobias Keppler

gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (Projektseite

Das Ziel dieses Projektteiles war es, möglichst sämtliche Zeugnisse über Xenophanes von Kolophon aus antiker und mittelalterlicher Zeit (bis ins 15. Jh.) zu versammeln und damit erstmals einen umfassenden Zugang zur antiken und mittelalterlichen Rezeption dieses bedeutenden vorsokratischen Philosophen zu ermöglichen. Die Gestaltung der Sammlung folgt den editorischen Prinzipien der beiden Vorgängerbände der im Verlag Walter de Gruyter Boston/Berlin erscheinenden Reihe „Traditio Praesocratica“ zu Thales (TP I) bzw. Anaximander und Anaximenes von Milet (TP II): Zum einen werden die insgesamt 348 Zeugnisse zusammen mit einer deutschen Übersetzung in chronologischer Abfolge und unter Berücksichtigung der syrisch-arabischen (und in einem Falle auch armenischen) Überlieferung abgedruckt; zum anderen werden die Themen der Xenophanes-Rezeption in Antike und Mittelalter mithilfe eines sog. Similienapparats erschlossen. Der Similienapparat orientiert über thematisch ähnliche Angaben zu Leben, Lehre und ggfs. Aussprüchen des Vorsokratikers, welche jeweils durch einen Begriff (z. Bsp. ‚Wurzeln der Erde‘, ‚Natur der Gestirne‘) knapp charakterisiert werden. Am Ende des Bandes findet sich eine Auflistung sämtlicher Similien mit ihren Fundstellen. Mit Hilfe dieser Auflistung ist schnell zu sehen, unter welchen Kennzeichnungen Xenophanes im Laufe der Überlieferungsgeschichte rezipiert wurde und wo die Kennzeichnungen auftreten und wo nicht. Ausführliche Register (darunter auch ein Register der direkten Xenophanes-Zitate) schließen den Band ab. Die deutschsprachige Übersetzung erschließt diese Sammlung auch philosophisch interessierten Lesern, die mit den jeweiligen Überlieferungssprachen nicht vertraut sind.

Publikation: