STRADA - Simulation of Transport between the Adriatic Ses and the Danube

Im Jahr 2021 gelang es dem Lehrstuhlinhaber einen ERC-Consolidator-Grant in der Höhe von 1,9 Millionen Euro zu erlangen. Ziel des auf fünf Jahre ausgelegten STRADA-Projektes (Simulation of Transport between the Adriatic Se and the Danube) ist die Erstellung eines dynamischen, computergestützten Simulationssystems für den wasser- und landgebundenen Verkehr zwischen Adria und Donau im ersten nachchristlichen Jahrhundert. Um ein realitätsnahes System zu erreichen, werden antike Land- und Wasserwege möglichst exakt rekonstruiert. Ein zweiter Strang des Projektes beschäftigt sich mit der Bestimmung der Leistungsfähigkeit antiker Transportmittel anhand von Experimenten mit historischen Nachbauten. Zusammengeführt werden die beiden Bereiche in einem computer-basierten dynamischen Simulationssystem, das Faktoren wie antike Wetterverhältnisse, Tageslängen, unterschiedliche Transportgüter, aber auch die Ermüdung der Akteur:innen (Tiere wie Menschen) berücksichtigt. Ziel des Systems ist es, durchschnittliche Transportzeiten bei unterschiedlichsten Verhältnissen zu ermitteln und so zum ersten Mal realistische Daten zu generieren. Dies wird eingebettet in Fragen nach der räumlichen aber auch wirtschaftlichen Vernetztheit der Donaugrenze mit dem italischen Mutterland in römischer Zeit, nach dem Einfluss von Umweltfaktoren auf das vormoderne Transportwesen und nicht zuletzt nach dem Nutzen dynamischer Simulationen als Quelle für die Altertumswissenschaft. Dabei verfolgt STRADA einen modularen Ansatz, der es ermöglicht, das einmal etablierte System für die unterschiedlichsten Zeiten und Räume nutzbar zu machen.

Weiteres Folgt in kürze auf einer separaten homepage