Nachruf

Die Universität Trier trauert um

apl. Prof. Dr. Rolf Kilian (geb. 09.12.1956)

Dr. Kilian war seit 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geologie des Fachbereichs VI - Raum- und Umweltwissenschaften. Er verstarb letzte Woche im Alter von 62 Jahren durch ein tragisches Unglück bei einem Feldeinsatz für ein Forschungsprojekt im patagonischen Torres del Paine Nationalpark (Chile).

Der in Valdivia (Chile) geborene Mineraloge studierte an den Universitäten Gießen und Tübingen (Promotion im Jahr 1987) und verbrachte seine Post-Doc-Phasen in Karlsruhe, Freiburg und in Heidelberg, in denen er in den Jahren 1992-1995 seine Habilitationsschrift im Rahmen eines DFG-geförderten Stipendiums anfertigte (Habilitation im Jahr 1997, Heidelberg). Im Jahr 1993 wurde ihm der Hermann-Credner-Preis der Deutschen Geologischen Gesellschaft verliehen.

Als Jungwissenschaftler nutzte er früh die Gelegenheit, an Universitäten im Ausland Erfahrungen während Forschungsaufenthalten zu sammeln (1981 in Kolumbien (Bogotá, Medellin); 1988 - 1989: Chile, Santiago de Chile; 1992 - 1993: Boulder (Colorado), USA) und beschäftigte sich v.a. mit der Genese magmatischer Gesteine und Vulkanologie. Im Jahr 2001 habilitierte Rolf Kilian an der Universität Trier um, an der ihm fünf Jahre später der Titel außerplanmäßiger Professor (apl. Prof.) verliehen wurde. Später engagierte er sich mit zusätzlicher Lehrtätigkeit an der Universidad de Magellanes in Punta Arenas (Chile).

Bis zuletzt prägten Fragestellungen mit Fokus auf Paläorekonstruktionen aus Umwelt- und Klimaarchiven sowie Ökosystemforschung in der südhemisphärischen Westwindzone im chilenischen Südpatagonien seine wissenschaftliche Karriere, denen er sich dort seit den frühen 1990er Jahren widmete. In mehr als 20 Jahren Forschungsarbeit in dieser extrem unzugänglichen Region arbeitete er überwiegend von seinen privaten Kleinforschungsschiffen Gran Campo I und II aus an einem besseren Grundverständnis der dortigen, hochsensiblen Ökosysteme und hielt zusammen mit Kollegen ein Netzwerk mit Umweltmonitoring- und Klimamessstationen dauerhaft in Betrieb. Zusätzlich wirkte er an internationalen Großexpeditionen mit dem französischen Forschungsschiff Marion Dufresne und der deutschen Polarstern im Südpolarmeer mit.

Innerhalb dieses Zeitraums warb er zahlreiche Drittmittelprojekte ein, an denen mehr als 50 Forscher/innen aus sieben verschiedenen Ländern beteiligt waren (u.a. aus Deutschland von acht Universitäten und fünf Großforschungsinstitutionen, z. B. AWI Bremerhaven, BGR Hannover, GEOMAR Kiel, GFZ Potsdam und IOW Warnemünde. Unter seiner Beteiligung wurden allein zum Themenkomplex Klima- und Umweltveränderungen in Südpatagonien mehr als 60 Beiträge in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und mehr als 150 Tagungsbeiträge erarbeitet. In den interdisziplinären EU-Projekten EXOMARS 2020 und NEWTON Horizon 2020 wirkte Rolf Kilian als Mineraloge in Zusammenarbeit mit spanischen Kollegen federführend bei der Entwicklung eines Magnetometer-Instruments für die geplante Marsmission der ESA mit.

Über 60 Studierende und Doktoranden wurden in seine Projekte integriert. Ihm lag besonders am Herzen seine Begeisterung für Natur und Umwelt sowie deren Erforschung an Studierende und Schülerinnen/Schülern weiterzugeben. Abseits seiner umfangreichen Tätigkeit in Forschung und Lehre war er ein leidenschaftlicher Bergsteiger und Alpinist, der im Wildwasserkajak als Leistungssportler internationale Erfolge gefeiert hat (mehrfacher deutscher Meister, Europa- und Weltmeister im Team).

Ein leidenschaftlicher Wissenschaftler, Lehrer und erfolgreicher Leistungssportler wird nun von den Kolleginnen und Kollegen des Fachs Geologie und des Fachbereich VI sowie den Studierenden sehr vermisst.

Wir werden Rolf Kilian als engagierten und geschätzten Hochschullehrer und Kollegen in guter Erinnerung behalten. Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Familie.

 

Prof. Dr. Michael Jäckel, Präsident der Universität Trier                                

Prof. Dr. Thomas Udelhoven, Dekan Fachbereich VI

Prof. Dr. Michael Veith, Prodekan Fachbereich VI

Prof. Jean-Frank Wagner, Fach Geologie

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Faches Geologie

Kolleginnen und Kollegen des Fachbereich VI Raum- und Umweltwissenschaften

 

 

Herzlich Willkommen am Fachbereich VI Raum- und Umweltwissenschaften

Der Fachbereich VI Raum- und Umweltwissenschaften  – mit Sitz am Campus II – zeichnet sich durch ein breites geographisches und bio-geowissenschaftliches Fächerspektrum (Ein-Professuren-Fächer) aus. Dabei zeigt das Fachbereichsprofil Potenziale und Entwicklungskonzepte des FB VI im Rahmen der Profilbildung der Universität Trier auf.

Der Fachbereich hat sich im Jahr 2016 eine neue Fachbereichsstruktur  gegeben.

Den direkten Zugang zu den einzelnen Fach-Professuren erhalten Sie über nachfolgende Links

Übersicht der Studiengänge

Nach erfolgreicher Reakkreditierung (2012) bietet der FB VI folgende konsekutiv aufeinander aufbauende Bachelor- und Masterstudiengänge an.

Das umfangreiche Studienangebot umfasst sowohl grundständige Bachelorstudiengänge für Studienanfänger als auch weiterführende Masterstudiengänge, die es auf Grund des umfangreichen Lehrangebots ermöglichen thematische Studienschwerpunkte zu setzen. Das Curriculum aller Studiengänge zeichnet sich zudem durch ein interdisziplinär und fächerübergreifend ausgerichtetes  Wahl-Pflichtmodulangebot aus.

Über die Verlinkungen erhalten Sie den Zugang zu der jeweiligen inhaltlichen Ausgestaltung der verschiedenen Studiengänge.

Hier erhalten Sie den Schnelleinstieg zu den Modulhandbüchern, Studienverlaufsplänen sowie Hinweise zu den FachPO der jeweiligen Bachelor- und Masterstudiengänge im FB VI.

Bitte beachten Sie auch die Allgemeinen Informationen aus dem Hochschulprüfungsamt.

 

40-jährige Entwicklungsgeschichte

Zusätzliche Informationen zur Entwicklung des Fachbereichs VI - Raum- und Umweltwissenschaften und den beteiligten Fächern  finden Sie hier. Mit  Blick auf eine 40-jährige Entwicklungsgeschichte ...