Erfolgreiche Lese: Der neue Uni-Wein ist angesetzt

Studierende und Mitarbeitende helfen bei der Lese

Immerhin: Dieses Mal bleibt es trocken im Uni-Weinberg im Trierer Avelertal. Bei der Lese für den ersten Jahrgang des Uni-Weins im Herbst 2012 hatte es aus Kübeln geschüttet. Und die zweite Lese im letzten Jahr musste wegen lang anhaltender Regenfälle und fortschreitender Fäulnis in einer spontanen Rettungsaktion vorgezogen werden. Auch in diesem Jahr blieb es nicht beim ursprünglich vereinbarten Termin, erst letzte Woche wurde ein Nottermin für den 13. Oktober angesetzt. 

Ein Dutzend Mitarbeitende und Studierende können so schnell noch ihren Terminplan über den Haufen werfen und bei der Lese in den Parzellen unterhalb der Thiels-Burg einspringen. Die anderen von der Universität Trier betreuten Parzellen haben Mitarbeitende der Staatlichen Weinbaudomäne bereits in der vergangen Woche abgeerntet. Der Regen der letzten Tage hatte den Trauben zugesetzt: Sie sogen sich mit Wasser voll, platzten und drohten zu faulen. Zuvor hatten die Trauben aber lange Sonne tanken können, der Reifegrad ist optimal.

In den Parzellen des Uni-Weinbergs hat jedoch auch die Fäulnis stark um sich gegriffen. Ingrid Steiner, Betriebsleiterin der Weinbaudomäne, erläutert, welche Trauben in den Eimer und welche auf den Boden gehören. Unter den Helferinnen und Helfern sind einige, die schon länger im Uni-Weinberg mitarbeiten, nicht nur bei der Lese, sondern auch beim Rebenschneiden oder Rutenbiegen. Mit dabei ist jedes Mal unter anderem Uni-Präsident Michael Jäckel (Foto 4, rechts).

Für Psychologieprofessor Thomas Ellwart dagegen sowie für die drei Studierenden Tessy Huberty (Foto 1), Raphael Weber und Tim Eberwein (Foto 3) ist es die erste Lese. „Wenn man mitten in einem Weinanbaugebiet studiert oder arbeitet, muss man wenigstens einmal dabei gewesen sein“, so die einhellige Meinung. Für Tessy Huberty ist die Lese die erste Aktion an der Uni überhaupt: Sie startet Ende Oktober in ihr Studium.

Nach vier Stunden Arbeit haben die fleißigen Helferinnen und Helfer eine ordentliche und gute Ernte eingeholt: 1.720 Kilogramm Trauben, macht 1.280 Liter Most. Das Mostgewicht lag bei 70°Oe und die Säure bei 10,5 o/oo. "Das ist in Anbetracht des problematischen Jahrgangs ein gutes Ergebnis. Der vorgeklärte Traubenmost ist aromatisch und beerig, so dass wir wieder mit einem schönen, leichten moseltypischen Uni-Riesling 2014 rechnen dürfen", so Ingrid Steiner.

Spätestens bei der "Jungweinprobe", voraussichtlich auf dem Weihnachtsmarkt der Domäne am 13./14. Dezember dürfte die schwierige Lese in Vergessenheit geraten. Ab dem kommenden Frühjahr ist der neue Jahrgang des Uni-Weins dann zu kaufen, direkt in der Domäne oder im Unishop. Dann gehen auch die Arbeiten im Uni-Weinberg weiter.

Aktuelle Termine sowie weitere Informationen zum Uni-Wein und zum Uni-Weinberg gibt es unter: www.weinberg.uni-trier.de. Dort finden sich auch noch weitere Fotos zur Lese.