Trierer Professor auf G20-Finanzkonferenz

VWL-Juniorprofessor Dr. Lars Hornuf hat sich auf der G20-Finanzkonferenz für mehr Forschung im Bereich Finanztechnologie und Unternehmen ausgesprochen. Mit der Forschung will er vor allem den Nutzen und die Risiken der Digitalisierung für die Finanzwelt untersuchen, damit die neuen Finanzmärkte die Realwirtschaft stärken, statt sie zu schwächen.

Deutschland hat gerade die G20-Präsidentschaft inne. Dafür hat sich die Bundesregierung als Schwerpunktthema die Digitalisierung des Finanzsektors vorgenommen. Am 25. Januar trafen sich auf Einladung der Bundesbank etwa 180 G20-Delegierte, Wissenschaftler, Regierungsexperten und Vertreter der Privatwirtschaft in Wiesbaden. Sie diskutierten über die <link https: www.bundesbank.de redaktion de termine g20 _blank>Entwicklungschancen der Digitalisierung für den Finanzsektor.

Juniorprofessor Dr. Lars Hornuf forscht verstärkt zu Crowdfunding und zu Finanztechnologie-Unternehmen (FinTech) in Deutschland. Als Redner auf der Digitalisierungskonferenz sprach er über eine neue weltweite Finanzierungsform, dem Marketplace Lending. Darin vergeben Privatpersonen Kredite an Privatpersonen und Unternehmen, ohne dass ein Finanzinstitut, wie z.B. eine Bank als Vermittler auftritt. Das Marketplace Lending ist erst durch die Digitalisierung und neu gegründete Unternehmen möglich geworden, die dafür Online-Plattformen entwickelt haben.

Der Trierer Forscher sieht den Nutzen des Market Lending darin, dass Privatpersonen oder Unternehmen Zugang zu einer Finanzierung erhalten, die ihnen vorher nicht zugänglich war, auch wenn ihr Projekt erfolgversprechend schien. Damit ist das Market Lending besonders attraktiv für Entwicklungsländer, in denen Menschen häufig weder Zugang zu Kapital noch zu Versicherungen haben.

Ein Risiko besteht darin, dass die Kreditvergabemodelle der Online-Portale noch keinen vollständigen Kreditvergabezyklus durchlaufen haben. Sie könnten bei steigendem Marktzins weniger gut funktionieren, als sie es im aktuellen Zinsumfeld tun. Zu wenig Transparenz bei der Verbriefung dieser Kredite könnten gar zu einem systemischen Risiko für die Volkswirtschaft werden.

Hornuf hob hervor: „Es wird künftig deutlich mehr Forschung zum Thema FinTech erforderlich sein, damit Investoren, Kreditnehmer, und Plattformbetreiber von der Digitalisierung des Finanzsektors profitieren können.“ Ziel von Hornuf ist es, die Vorteile aber auch die Risiken des jungen FinTech Marktes zu erforschen, damit die neuen Finanzmärkte die Realwirtschaft stärken und nicht schwächen.

Dr. Lars Hornuf hält an der Universität Trier die Juniorprofessur für die ökonomische Analyse des Rechts. Er forscht verstärkt zu Crowdfunding und zu Finanztechnologie-Unternehmen (FinTech) in Deutschland. Außerdem ist er für das Bundesministerium der Finanzen als <link http: www.bundesfinanzministerium.de content de standardartikel themen internationales_finanzmarkt _blank>Gutachter tätig.

Kontakt

<link _blank>Jun. Prof. Dr. Lars Hornuf
Telefon: 0651 / 201 – 4744
Email: <link>hornuf@uni-trier.de
Büro auf Campus II, H727