Montagsvorträge aus Forschung und Lehre

Herzlich willkommen zu unserer Vortragsreihe!

Unsere Veranstaltungen stehen allen offen – Studierenden aller Fachbereiche, interessierten Gasthörenden sowie all jenen, die Freude am Entdecken und Lernen haben. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Im Mittelpunkt dieses offenen Angebots des 'Campus der Generationen' stehen Wissenschaftler*innen der Universität Trier. Sie präsentieren in ihren Vorträgen aktuelle Themen aus ihren Fachgebieten. Diese Vortragsreihe bietet eine einzigartige Gelegenheit, Einblicke in die Forschungsinhalte, Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse der vielfältigen wissenschaftlichen Disziplinen der Universität zu gewinnen.

Einzelne Vorträge der Reihe werden mit Einwilligung der Referierenden als Videoaufzeichnung bereitgestellt und stehen im Anschluss für die Dauer eines Semesters zur Verfügung. → Zu den Aufzeichnungen  (verfügbar in der Regel innerhalb einer Woche nach dem Vortrag)


Montagsvorträge aus Forschung und Lehre

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⇒ Bitte prüfen Sie vor Ihrer Anreise die aktuellen Termine auf unserer Webseite!


Programm

Montagsvorträge aus Forschung und Lehre WiSe 2026/27

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26.10.2026 | Anglistik 
Zwischen Atlantik, Mittelmeer und Indischem Ozean: Hydro-Poetiken in zeitgenössischer Afro-Diasporischer Literatur
Prof. Dr. Jennifer Leetsch

Der Vortrag untersucht, wie zeitgenössische afro-diasporische Literatur Ozeane als gewaltvolle und zugleich verbindende Räume neu entwirft. Im Zentrum steht die Hydro-Poetik der britisch-somalischen Schriftstellerin Warsan Shire, die Atlantik, Mittelmeer und Indischen Ozean als Schauplätze von Flucht, kolonialen Nachwirkungen und widerständiger Selbstbehauptung verhandelt. Shires Gedichte machen den Ozean zu einem affektiven Raum, in dem sich traumatische Geschichte und prekäre Gegenwart überschneiden – und in dem migrantische Subjektivität trotz tödlicher Grenzregime poetisch eigensinnig und solidarisch vernetzt bleibt.

02.11.2026 | Philosophie
Gerechte Flüchtlingspolitik? Ethische Perspektiven auf aktuelle Debatten
Prof. Dr. Matthias Hoesch

Lassen sich aus Konzepten der philosophischen Ethik Schlussfolgerungen für gegenwärtige Fragen der Flüchtlingspolitik ziehen? Der Vortrag erörtert an aktuellen Beispielen wie etwa der jüngsten Reform des europäischen Asylsystems oder der aktuellen deutschen Integrationspolitik, welche Fragen derzeit in der Ethik kontrovers diskutiert werden, und schlägt dabei Argumente vor, die eine gerechte Flüchtlingspolitik skizzieren können.

 

09.11.2026 | Geschichte der Frühen Neuzeit
Was braucht man für einen politischen Systemumsturz? Neue Erkenntnisse zu den Ursprüngen und Anfängen der Französischen Revolution
Prof. Dr. Damien Tricoire

Wie kann eine revolutionäre Bewegung erfolgreich sein? Die klassischen Darstellungen von der Französischen Revolution von 1789 liefern ein stark romantisiertes und allzu simples Bild: Der Dritte Stand (die Bourgeoisie) ruft zur Revolution auf und das Volk nimmt die Bastille ein und stürzt ein jahrhundertealtes Regime. Dass Revolutionen aber ohne Involvierung von einflussreichen Teilen der Eliten nicht zustande kommen – wie der Iran jüngst gezeigt hat – ist in den Sozialwissenschaften längst bekannt. Im Vortrag wird es darum gehen, die revolutionäre Politik von Mitgliedern des französischen Hofs und ihre Interessen in den Blick zu nehmen und zu untersuchen, wie sie Revolutionäre des Dritten Stands protegierten. Wir werden somit sehen, wie es zur Einnahme der Bastille kam oder wie die französische Trikolore entstand.

 

16.11.2026 | Sinologie
Goethe und China: Fluchtort des Geistes – oder Möglichkeiten einer dichterischen Begegnung
Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl (i.R.)

Goethes Einstellung zu und Beschäftigung mit China hat verschiedene Phasen durchlaufen: In seiner Jugendzeit noch ganz vom „Sturm und Drang“ geprägt, rebellierte er zunächst, wie auch Herder, gegen den Stil des Rokokos, der in der „China-Mode“ (Chinoiserie) der damaligen Zeit gipfelte. Jahrzehnte später (1813) beginnt Goethe sich wieder, und gleichsam wissenschaftlich, mit China zu beschäftigen, liest viel über das Land und versucht sogar, etwas von der chinesischen Schrift und Sprache zu ergründen. Er habe sich dieses Land, so schreibt er kurz vor der Völkerschlacht zu Leipzig, aufgehoben, um sich in Zeiten der Not dahin zu flüchten – China als geistiger Fluchtort, sozusagen. Zehn Jahre später wiederum (1824-27) trägt die Beschäftigung mit China auch literarische Früchte, und zwar in seinem späten Gedichtzyklus „Chinesisch-deutsche Jahres- und Tageszeiten“ sowie in der Ausformulierung seiner Vorstellungen von einer Weltliteratur, wobei er sich zu einer erstaunlichen Höhe gegenseitiger interkultureller Wahrnehmung emporschwingt. Diese Höhe wird auch sichtbar in der Bekanntschaft mit der Literatur/Dichtung des nahen Orients (Hafiz, 14. Jh.). Daraus entstand eins seiner größten Werke: der "West-östliche Divan". Man kann deshalb nur bedauern, dass Goethe, aufgrund damals noch fehlender Übersetzungen, nie die große Dichtung Chinas kennenlernen konnte. Was wäre geschehen, wenn Goethe auch die Gelegenheit gehabt hätte, die großen Dichter der Tang-Zeit, Du Fu oder Li Bai (8. Jh.), in Übersetzung zu lesen?

 

23.11.2026 | Soziologie
„Und wie es klingt!“ – Don DeLillo zum 90. Geburtstag
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel (ehem. Präsident der Universität Trier)

Von den ersten Erzählungen und Romanen bis in die Gegenwart ringt die Bewunderung des Werks des US-amerikanischen Schriftstellers Don DeLillo mit Variationen einer Vorstellung, die in der Literatur ein großes Glück sieht. Dabei ist das Spektrum der Beobachtungen, die uns die Einfalt und Vielfalt des Lebens so unnachahmlich vor Augen führen, selbst ein Lebenswerk für sich. Auf der Suche nach etwas, das ausgelassen wird, muss am Ende Fehlanzeige eingestanden werden.

Klarheit, Schönheit, Schärfe, Aufruhr – verstörend, poetisch, spannend, intelligent – und immer wieder Superlative, deren Gebrauch aus Mangel an Alternativen ständig wiederholt wird. „Und wie es klingt!“ – so gab ein Redakteur eines deutschen Feuilletons seiner Bewunderung Ausdruck. Sie galt spezifisch dem Roman „Unterwelt“, der die großen und kleinen Dinge des Alltags, die großen und kleinen Figuren eines Landes – im Falle DeLillos der USA – schonungslos vorführt, entlarvt, in einer Feinheit, die uns selbst zu Beobachtern einer „verrückten“ Wirklichkeit macht. Das Wieder- und Weiterlesen dieses „Jahrhundertwerks“ soll zeigen, was uns da geschenkt wurde.

 

30.11.2026 | Psychologie

Die Kartierung menschlicher Moral: Was Big Data und KI über unsere Werte verraten
Prof. Dr. Frederic Hopp

Die Frage, was Moral ist, wurde lange Zeit vor allem in der Philosophie diskutiert und erst seit dem frühen 20. Jahrhundert zunehmend auch empirisch untersucht. Heute ermöglichen uns technologische Entwicklungen wie funktionelle MRTs, soziale Medien, und künstliche Intelligenz neue Einblicke in die neuronale Basis, Kommunikation, und maschinelle Implementierung moralischer Werte. Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die Möglichkeiten und Risiken, die “Big Data” und KI sowohl für die Moralpsychologie, als auch für unsere Gesellschaft beinhalten.

 

07.12.2026 | Germanistik
Die Verfassungsfeindlichkeit im AfD-Grundsatzprogramm – eine sprachwissenschaftliche Analyse
Nils Dorenbeck, M.A.

Im Vortrag wird anhand einer sprachwissenschaftlichen Analyse gezeigt, dass die AfD bereits ausweislich ihres Grundsatzprogramms und unabhängig vom Volksbegriff darauf zielt, zentrale Elemente der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu beseitigen. Im Fokus stehen Formulierungsstrategien, implizite Bedeutungen und kalkulierte Schein-Mehrdeutigkeit. Diskutiert wird, warum solche sprachlichen Verfahren in der öffentlichen Debatte oft unterschätzt werden und welche Schlussfolgerungen sich daraus ergeben.

 

11.01.2027 | Psychologie
Zu viel im Kopf. Zu viel fürs Herz?
Stress, Herzgesundheit und die Wirkung von Entspannung
Dr. Tara Partetzke

Was passiert im Körper, wenn Stress dauerhaft anhält – und welche Folgen kann das für unser Herz haben? Kann Entspannung die Herzgesundheit schützen? 
Der Vortrag gibt Einblicke in aktuelle Forschungserkenntnisse zur Herzinsuffizienz und zeigt, wie Entspannung und Autogenes Training auf Körper und Herz wirken können.


18.01.2027 |Gastvortrag
Die Kunst der Kolumne: 400 Wörter – eine Meinung
Dr. Frank P. Meyer

 Wer regelmäßig Kolumnen liest, kennt das Gefühl: Manchmal treffen 400 Wörter ins Schwarze – und manchmal verfehlen sie knapp ihr Ziel. Was macht den Unterschied aus?  Die Kolumne ist eine der kompaktesten und zugleich anspruchsvollsten Formen des literarisch-journalistischen Schreibens: subjektiv, pointiert, regelmäßig erscheinend – in Zeitungen, Zeitschriften oder Online-Magazinen. Der Schriftsteller Frank P. Meyer ist seit vielen Jahren u.a. auch als Kolumnist tätig und stellt anhand von Beispielen die Möglichkeiten und Beschränkungen sowie Fallstricke und Kreativpotenzial dieser besonderen literarisch-journalistischen Gattung vor.

 

 

Haben Sie einen interessanten Vortrag verpasst?

Eine Aufzeichnung der von den Dozierenden freigegebenen Vorträge steht Ihnen in der Regel ab Ende der Woche nach dem Vortrag zur Verfügung. Klicken Sie dazu unter der Rubrik "Aufzeichnungen der Vorträge", auf den Link unterhalb des jeweiligen Vortragstitels, um zum Videoportal der Universität Trier (Panopto) weitergeleitet zu werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

 

Möchten Sie sich mit anderen Gästen der Vortragsreihe austauschen?

Die 'Hochschulgruppe der Seniorstudierenden' lädt jeden Montag während der Vorlesungszeit ab 15:45 Uhr (in der Regel im Anschluss an den Montagsvortrag) zum 'Montagstreff' ein.

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Aufzeichnungen der Vorträge aus dem Wintersemester 2026/27

Die Aufzeichnung der Vorträge ist – sofern von den Vortragenden freigegeben – spätestens eine Woche nach dem Veranstaltungstermin (s.o.) online abrufbar. Die Aufzeichnungen stehen Ihnen bis zum Ende des Sommersemesters, am 30. März 2027, über den jeweiligen Link unterhalb des Vortragstitels zur Ansicht zur Verfügung.

26.10.2026 | Anglistik 
Zwischen Atlantik, Mittelmeer und Indischem Ozean: Hydro-Poetiken in zeitgenössischer Afro-Diasporischer Literatur
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Prof. Dr. Jennifer Leetsch

Der Vortrag untersucht, wie zeitgenössische afro-diasporische Literatur Ozeane als gewaltvolle und zugleich verbindende Räume neu entwirft. Im Zentrum steht die Hydro-Poetik der britisch-somalischen Schriftstellerin Warsan Shire, die Atlantik, Mittelmeer und Indischen Ozean als Schauplätze von Flucht, kolonialen Nachwirkungen und widerständiger Selbstbehauptung verhandelt. Shires Gedichte machen den Ozean zu einem affektiven Raum, in dem sich traumatische Geschichte und prekäre Gegenwart überschneiden – und in dem migrantische Subjektivität trotz tödlicher Grenzregime poetisch eigensinnig und solidarisch vernetzt bleibt.

 

02.11.2026 | Philosophie
Gerechte Flüchtlingspolitik? Ethische Perspektiven auf aktuelle Debatten
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Prof. Dr. Matthias Hoesch

Lassen sich aus Konzepten der philosophischen Ethik Schlussfolgerungen für gegenwärtige Fragen der Flüchtlingspolitik ziehen? Der Vortrag erörtert an aktuellen Beispielen wie etwa der jüngsten Reform des europäischen Asylsystems oder der aktuellen deutschen Integrationspolitik, welche Fragen derzeit in der Ethik kontrovers diskutiert werden, und schlägt dabei Argumente vor, die eine gerechte Flüchtlingspolitik skizzieren können.

 

09.11.2026 | Geschichte der Frühen Neuzeit
Was braucht man für einen politischen Systemumsturz? Neue Erkenntnisse zu den Ursprüngen und Anfängen der Französischen Revolution
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Prof. Dr. Damien Tricoire

Wie kann eine revolutionäre Bewegung erfolgreich sein? Die klassischen Darstellungen von der Französischen Revolution von 1789 liefern ein stark romantisiertes und allzu simples Bild: Der Dritte Stand (die Bourgeoisie) ruft zur Revolution auf und das Volk nimmt die Bastille ein und stürzt ein jahrhundertealtes Regime. Dass Revolutionen aber ohne Involvierung von einflussreichen Teilen der Eliten nicht zustande kommen – wie der Iran jüngst gezeigt hat – ist in den Sozialwissenschaften längst bekannt. Im Vortrag wird es darum gehen, die revolutionäre Politik von Mitgliedern des französischen Hofs und ihre Interessen in den Blick zu nehmen und zu untersuchen, wie sie Revolutionäre des Dritten Stands protegierten. Wir werden somit sehen, wie es zur Einnahme der Bastille kam oder wie die französische Trikolore entstand.

Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folg

16.11.2026 | Sinologie
Goethe und China: Fluchtort des Geistes – oder Möglichkeiten einer dichterischen Begegnung
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl (i.R.)

Goethes Einstellung zu und Beschäftigung mit China hat verschiedene Phasen durchlaufen: In seiner Jugendzeit noch ganz vom „Sturm und Drang“ geprägt, rebellierte er zunächst, wie auch Herder, gegen den Stil des Rokokos, der in der „China-Mode“ (Chinoiserie) der damaligen Zeit gipfelte. Jahrzehnte später (1813) beginnt Goethe sich wieder, und gleichsam wissenschaftlich, mit China zu beschäftigen, liest viel über das Land und versucht sogar, etwas von der chinesischen Schrift und Sprache zu ergründen. Er habe sich dieses Land, so schreibt er kurz vor der Völkerschlacht zu Leipzig, aufgehoben, um sich in Zeiten der Not dahin zu flüchten – China als geistiger Fluchtort, sozusagen. Zehn Jahre später wiederum (1824-27) trägt die Beschäftigung mit China auch literarische Früchte, und zwar in seinem späten Gedichtzyklus „Chinesisch-deutsche Jahres- und Tageszeiten“ sowie in der Ausformulierung seiner Vorstellungen von einer Weltliteratur, wobei er sich zu einer erstaunlichen Höhe gegenseitiger interkultureller Wahrnehmung emporschwingt. Diese Höhe wird auch sichtbar in der Bekanntschaft mit der Literatur/Dichtung des nahen Orients (Hafiz, 14. Jh.). Daraus entstand eins seiner größten Werke: der "West-östliche Divan". Man kann deshalb nur bedauern, dass Goethe, aufgrund damals noch fehlender Übersetzungen, nie die große Dichtung Chinas kennenlernen konnte. Was wäre geschehen, wenn Goethe auch die Gelegenheit gehabt hätte, die großen Dichter der Tang-Zeit, Du Fu oder Li Bai (8. Jh.), in Übersetzung zu lesen?

 

23.11.2026 | Soziologie
„Und wie es klingt!“ – Don DeLillo zum 90. Geburtstag
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel (ehem. Präsident der Universität Trier)

Von den ersten Erzählungen und Romanen bis in die Gegenwart ringt die Bewunderung des Werks des US-amerikanischen Schriftstellers Don DeLillo mit Variationen einer Vorstellung, die in der Literatur ein großes Glück sieht. Dabei ist das Spektrum der Beobachtungen, die uns die Einfalt und Vielfalt des Lebens so unnachahmlich vor Augen führen, selbst ein Lebenswerk für sich. Auf der Suche nach etwas, das ausgelassen wird, muss am Ende Fehlanzeige eingestanden werden.

Klarheit, Schönheit, Schärfe, Aufruhr – verstörend, poetisch, spannend, intelligent – und immer wieder Superlative, deren Gebrauch aus Mangel an Alternativen ständig wiederholt wird. „Und wie es klingt!“ – so gab ein Redakteur eines deutschen Feuilletons seiner Bewunderung Ausdruck. Sie galt spezifisch dem Roman „Unterwelt“, der die großen und kleinen Dinge des Alltags, die großen und kleinen Figuren eines Landes – im Falle DeLillos der USA – schonungslos vorführt, entlarvt, in einer Feinheit, die uns selbst zu Beobachtern einer „verrückten“ Wirklichkeit macht. Das Wieder- und Weiterlesen dieses „Jahrhundertwerks“ soll zeigen, was uns da geschenkt wurde.

 

30.11.2026 | Psychologie
Die Kartierung menschlicher Moral: Was Big Data und KI über unsere Werte verraten
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Prof. Dr. Frederic Hopp

Die Frage, was Moral ist, wurde lange Zeit vor allem in der Philosophie diskutiert und erst seit dem frühen 20. Jahrhundert zunehmend auch empirisch untersucht. Heute ermöglichen uns technologische Entwicklungen wie funktionelle MRTs, soziale Medien, und künstliche Intelligenz neue Einblicke in die neuronale Basis, Kommunikation, und maschinelle Implementierung moralischer Werte. Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die Möglichkeiten und Risiken, die “Big Data” und KI sowohl für die Moralpsychologie, als auch für unsere Gesellschaft beinhalten.

 

07.12.2026 | Germanistik
Die Verfassungsfeindlichkeit im AfD-Grundsatzprogramm – eine sprachwissenschaftliche Analyse
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Nils Dorenbeck, M.A.

Im Vortrag wird anhand einer sprachwissenschaftlichen Analyse gezeigt, dass die AfD bereits ausweislich ihres Grundsatzprogramms und unabhängig vom Volksbegriff darauf zielt, zentrale Elemente der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu beseitigen. Im Fokus stehen Formulierungsstrategien, implizite Bedeutungen und kalkulierte Schein-Mehrdeutigkeit. Diskutiert wird, warum solche sprachlichen Verfahren in der öffentlichen Debatte oft unterschätzt werden und welche Schlussfolgerungen sich daraus ergeben.

 

11.01.2027 | Psychologie
Zu viel im Kopf. Zu viel fürs Herz?
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Stress, Herzgesundheit und die Wirkung von Entspannung
Dr. Tara Partetzke

Was passiert im Körper, wenn Stress dauerhaft anhält – und welche Folgen kann das für unser Herz haben? Kann Entspannung die Herzgesundheit schützen? 
Der Vortrag gibt Einblicke in aktuelle Forschungserkenntnisse zur Herzinsuffizienz und zeigt, wie Entspannung und Autogenes Training auf Körper und Herz wirken können.


18.01.2027 |Gastvortrag
Die Kunst der Kolumne: 400 Wörter – eine Meinung
Link zur Aufzeichnung des Vortrags (Video) folgt
Dr. Frank P. Meyer

 Wer regelmäßig Kolumnen liest, kennt das Gefühl: Manchmal treffen 400 Wörter ins Schwarze – und manchmal verfehlen sie knapp ihr Ziel. Was macht den Unterschied aus?  Die Kolumne ist eine der kompaktesten und zugleich anspruchsvollsten Formen des literarisch-journalistischen Schreibens: subjektiv, pointiert, regelmäßig erscheinend – in Zeitungen, Zeitschriften oder Online-Magazinen. Der Schriftsteller Frank P. Meyer ist seit vielen Jahren u.a. auch als Kolumnist tätig und stellt anhand von Beispielen die Möglichkeiten und Beschränkungen sowie Fallstricke und Kreativpotenzial dieser besonderen literarisch-journalistischen Gattung vor.