Antragsunterlagen für Erasmus Lehr- und Fortbildungsaufenthalte bis einschließlich Juli 2024, können laufend bis spätestens 31.05.2024 eingereicht werden. 

Antragsunterlagen für Aufenthalte im Zeitraum von August 2024 - Juli 2025 werden voraussichtlich ab 01.06.2024 zur Verfügung stehen.

 

1. Was kann gefördert werden

  • Gastdozenturen an einer der ERASMUS-Partnerhochschulen der Universität Trier. GastdozentInnen sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können. Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen (STA 1).
  • Dauer: zwei Tage bis zwei Monate (jeweils ohne Reisezeiten)
  • Unterrichtspensum: mindestens acht Stunden  je Aufenthalt bzw. je angefangene Woche
  • Voraussetzung: gültiger ERASMUS+-Hochschulvertrag für Lehrendenmobilität auf institutioneller Ebene (Inter-institutional Agreement).
    Auskunft über bestehende Vereinbarungen erhalten Sie bei den ERASMUS-KoordinatorInnen Ihres Faches oder Fachbereichs oder im International Office. Sollte mit der Hochschule, an der Sie den Lehraufenthalt durchführen wollen, noch keine Vereinbarung bestehen, halten Sie bitte Rücksprache mit dem International Office. Wenn eine längerfristige Zusammenarbeit geplant ist, die auch Studierendenaustausch umfasst und weiteren Kolleg*innen Lehraufenthalte ermöglicht, kann mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf ggf. auch ein neues Agreement vereinbart werden.
  • Eine Verbindung von Lehr- und Forschungstätigkeit ist möglich, wenn das Mindestpensum an Unterrichtsstunden eingehalten wird. Das Programm ist damit auch eine große Chance für junge NachwuchswissenschaftlerInnen, um erste Lehrerfahrungen im Ausland zu sammeln und gleichzeitig Recherchen für die eigene wissenschaftliche Arbeit durchzuführen. Gerade für den Personenkreis der Promovierenden ist es jedoch sehr wichtig, dass die inhaltliche Gestaltung des Lehrauftrags mit der Partnerhochschule im Vorfeld ausreichend abgesprochen wird.

2. Wer kann gefördert werden

Gefördert werden können alle Personengruppen der Universität Trier, die für den Erasmus+ Aufenthalt einen Dienstreiseantrag stellen können, z.B.:

  • HochschullehrerInnen
  • Wissenschaftliche MitarbeiterInnen
  • DozentInnen mit und ohne Dotierung
  • Lehrbeauftragte
  • DoktorandInnen mit einer Anstellung als Wissenschaftliche Hilfskraft
  • Emeritierte ProfessorInnen und pensionierte Lehrende

Wichtig:  Es können auch Staatsangehörige aller Länder teilnehmen, sofern sie an der Universität Trier beschäftigt sind. Aufenthalte in Ländern, in denen die geförderte Person ihren Hauptwohnsitz hat, können nicht finanziert werden.

Auch Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen kann zu Lehrzwecken an die Universität Trier eingeladen werden (STA 2). Wenn Sie KollegInnen aus Partneruniversitäten zu einem Aufenthalt nach Trier einladen wollen, beantragen diese die Förderung über ERASMUS+ bei ihrer jeweiligen Heimathochschule.

3. Wie hoch ist die Förderung?

Die finanzielle Förderung von Erasmus-Mobilitäten zu Unterrichtszwecken oder zur Fort- und Weiterbildung orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“). Es gelten einheitliche Tagessätze für die Förderung durch deutsche Hochschulen.

 

bis zum 14.

Aufenthaltstag  

(ohne Reisetage)

vom 15. bis 60. Aufenthaltstag (ohne Reisetage)

Gruppe 1: Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden

180 Euro

126
Gruppe 2: Belgien, Deutschland (Incomer), Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien Zypern

160 Euro

112

Gruppe 3: Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

140 Euro

98

Zu diesen Tagessätzen für die Aufenthaltstage am Zielort kommen Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität (einfache Fahrt), die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden.

Im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der EU sollen in der Programmperiode 2021-27 unter dem Stichwort „Green Erasmus“ die Teilnehmenden für den ökologischen Fußabdruck, den sie durch ihre Mobilität erzeugen, sensibilisiert werden.    Durch Bewusstseinsbildung sowie finanzielle Anreize soll die Anzahl der Mobilitäten mit umweltfreundlicheren Transportmitteln („Green Travel“) gesteigert und der ökologische Fußabdruck des Erasmus+ Programms verringert werden.

Bei Verwendung emmissionsarmer Verkehrsmittel („Green Travel“) wird gemäß der untenstehenden Tabelle ein erhöhter Reisekostenzuschlag gezahlt. Außerdem werden (sofern benötigt) zusätzlich zu den Aufenthaltstagen am Zielort je bis zu zwei Reisetage für die Hin- und Rückreise gefördert.

Green Travel im Rahmen der Programmdurchführung von Erasmus+ STA/STT ist definiert als Reisen, bei denen für den Hauptteil der Reise zum Zielort und zurück emissionsarme Verkehrsmittel wie Bus und Bahn genutzt werden. Bei Reisen in Zielorte, die auf dem Landweg nicht erreichbar sind, gelten auch Schiffe/Fähren als emissionsarme Verkehrsmittel. Reisen, bei denen Teile per Flugzeug zurückgelegt werden, gelten nicht als Green Travel. Der Green Travel – Zuschuss wird nur gezahlt, wenn sowohl die Hin- als auch die Rückreise die o.a. Voraussetzung erfüllt; eine anteilige Förderung pro Richtung ist nicht möglich. Die Verwendung emmissionsarmer Verkehrsmittel ist nach der Reise gegenüber dem IO zu belegen.

Distanz (einfach Entfernung)

Stückkosten für Fahrt

Stückkosten für Fahrt bei "Green Travel"
0 - 99 km23 EUR23 EUR (kein Zuschlag)

100 km – 499 km

180 EUR

210 EUR

500 km – 1.999 km

275 EUR

320 EUR

2.000 km – 2.999 km

360 EUR

410 EUR

3.000 km – 3.999 km

530 EUR

610 EUR

4.000 km – 7.999 km

820 EUR

820 EUR (kein Zuschlag)

8.000 km und mehr

1.500 EUR

1.500 EUR (kein Zuschlag)

Geförderte mit Behinderung können ggf. zusätzlich zum regulären Erasmus+ Mobilitätszuschuss für Lehr- oder Fortbildungsaufenthalte im Ausland einen Erasmus+ Sonderzuschuss der Nationalen Agentur DAAD erhalten. Bei der Vorbereitung Ihres Erasmus+ Aufenthalts bitten wir um frühzeitige Bekanntgabe Ihrer Situation sowie um Einschätzung der Mehrkosten, die voraussichtlich bei Ihrer Erasmus+ Mobilität bzw. im Gastland entstehen (z.B. für barrierefreie Unterkunft, Unterstützung bei der Reise, medizinische Betreuung im Ausland, Begleitperson). Um Ihren Mehrbedarf geltend zu machen, wird das International Office den Antrag mit Ihnen erarbeiten und anschließend bei der NA DAAD einreichen.

Die Höhe der Förderung wird vor der geplanten Reise ermittelt und in einer Fördervereinbarung („Grant Agreement“) verbindlich festgelegt.

Aufgrund des begrenzten Budgets gibt es keinen Rechtsanspruch auf eine Förderung der Gesamtheit der Aufenthaltstage einer Mobilität. Eine Kombination aus geförderten Tagen und nicht geförderten Tagen („Zero Grant-Tage“) ist insbesondere bei längeren Aufenthalten möglich.

Für Ihre Planung können Sie davon ausgehen, dass im Projekt 2022 Aufenthalte von bis zu 12 Aufenthaltstagen an der Gasteinrichtung in der Regel vollständig (d.h. mit bis zu 12 Tagessätzen) gefördert werden. Die Höhe der Förderung bei geplanten längeren Aufenthalten erfahren Sie spätestens zwei Wochen nach Antragsschluss.

Weitere Details finden Sie im Muster des Grant Agreement.

4. Beantragung und Bewilligung

  • Eine ERASMUS+ Förderung muss bei der ERASMUS-Hochschulkoordinatorin der Universität Trier (Birgit Roser, Leiterin des International Office) per ►►►Online-Formular beantragt werden. Nachdem Sie das Formular im Online-Portal vollständig ausgefüllt und abgeschickt haben, können Sie das PDF-Dokument herunterladen und speichern.

♦ zur Online Antragstellung ♦

  • Einzelheiten der Lehrmobilität wie Zeitpunkt, Umfang, Lehrprogramm etc. müssen für die Dauer der Gastdozentur auf dem von der EU vorgegebenen Formular Mobility Agreement  festgelegt werden. Das von der/dem Lehrenden und der Partneruniversität unterzeichnete Mobility Agreement ist Bestandteil des Antrags.

  • Bitte schicken Sie die beiden unterschriebenen Antragsdokumente als pdf an roseruni-trierde und in Kopie an international@uni-trier.de. (Die Dokumente bitte ausschließlich elektronisch und NICHT in Papierform einreichen!)

  • Anträge für das Projekt 2022 (Aufenthalte bis einschließlich Juli 2024) können bis 31. Mai 2024 laufend eingereicht werden, sollten jedoch mindestens zwei Monate vor dem geplanten Aufenthaltsbeginn vorliegen. Wenn Ihre Antragsunterlagen vollständig sind, erhalten Sie i.d.R. etwa zwei bis drei Wochen nach Eingang eine Rückmeldung über die Bewilligung Ihres Antrags.

  • Das International Office ist bestrebt, die zur Verfügung stehenden Mittel so einzuteilen, dass alle beantragten Mobilitäten gefördert werden können. Laut den Vorgaben der EU-Kommission ist ggf. solchen Mobilitätsmaßnahmen Vorrang einzuräumen, die über die reine Unterrichtstätigkeit hinaus die Entwicklung neuer Lehrmaterialien zur Folge haben oder der Stärkung und dem Ausbau der Verbindungen zwischen Fachbereichen und Fakultäten sowie der Vorbereitung künftiger Kooperationsprojekte dienen. Eine wiederholte Förderung ist grundsätzlich möglich, jedoch sollen ggf. vorrangig Zuschüsse an Lehrende vergeben werden, die noch keinen ERASMUS-Lehraufenthalt durchgeführt haben. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

5. Was ist vor dem Lehraufenthalt zu erledigen?

a) für ERASMUS+ (zuständig International Office)

  • Die genauen Aufenthaltsdaten entsprechend Ihrer Angaben im Mobility Agreement und die Höhe der Förderung werden vor der Reise in einer Fördervereinbarung (Grant Agreement) verbindlich festgelegt. Die Fördervereinbarung wird Ihnen vom International Office in elektronischer Form zugeschickt. Bitte drucken Sie den Vertrag zweifach aus und schicken ihn unterzeichnet an das International Office. Sie erhalten dann ein gegengezeichnetes Exemplar für Ihre Unterlagen zurück.
  • Nach Unterzeichnung und Rücksendung der Fördervereinbarung erhält der Geförderte vor der Reise eine Vorfinanzierungszahlung in Höhe von 80% der bewilligten Summe auf das im Antrag angegeben Konto.
  • Die Auszahlung der Erasmus+-Förderung erfolgt über das International Office.

b) für die Dienstreise (zuständig Abt. III, keine Beteiligung International Office)

Der Dienstreiseantrag ist spätestens 5 Wochen vor Reiseantritt über TURM (für Beschäftige der Universität Trier) bzw. in Papierform (z.B. für Lehrbeauftragte, Hilfskräfte, Pensionierte) zu stellen. Ein genehmigter Dienstreise Antrag ist für einen Erasmus+ STA- oder STT-Aufenthalt in jedem Fall erforderlich. Weitere Informationen zum Eintrag in TRUM bzw. das DR-Antragsformular erhalten Sie mit der Bewilligung.

  • Der Teilnehmer muss über ausreichenden Versicherungsschutz (Krankenversicherung, ggf. Haftpflicht-und Unfallversicherung) für das Gastland verfügen und verpflichtet sich, selbst für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen, da mit dem Programm keinerlei Versicherungsschutz verbunden ist. Der Teilnehmer hat die Möglichkeit, auf eigene Kosten an der Gruppenversicherung des DAAD (kombinierte Kranken-/Unfall- und Haftpflichtversicherung) teilzunehmen. Nähere Informationen hierzu sind bei der DAAD-Versicherungsstelle erhältlich (Tel.: 0228/882-294, www.daad.de/versicherung).
  • Das International Office begrüßt es sehr, wenn Sie Ihren Lehraufenthalt dazu nutzen, Studierende der Gasthochschule über die Möglichkeit eines Austauschstudiums an der Universität Trier zu informieren. Wenn Sie dafür (deutsch- oder englischsprachiges) Informationsmaterial über die Universität Trier benötigen, erhalten Sie dieses im International Office.

6. Was ist nach dem Lehraufenthalt zu erledigen?

  • Am Ende des Aufenthalts muss die ERASMUS+ Dozentur von der Gasthochschule auf dem Formular Confirmation of Attendance, am letzten Tag des Aufenthaltes ausgestellt (in Papierform mit Unterschrift und Stempel), bestätigt werden. Bitte reichen Sie diese Bestätigung unmittelbar nach Abschluss der Reise in elektronischer Form beim International Office ein.
  • Alle Geförderten erhalten unmittelbar nach Ende Ihres Aufenthalts einen automatisch generierten Link zu einem Online-Berichtim sog. „Mobility-Tool“ der EU, der innerhalb von 30 Tagen nach Beendigung des Aufenthalts ausgefüllt werden muss und als Antrag auf Auszahlung der Restsumme gilt. Bitte geben Sie im Bericht bei der Frage nach der Förderhöhe die komplette bewilligte Summe an, nicht die 80%ige Vorfinanzierungszahlung.

7. Beratung und weitere Informationen

Wenn Sie organisatorische Fragen zu Ihrem Lehrauftrag und der Förderung durch ERASMUS+ haben oder Kontakt mit Lehrenden aufnehmen wollen, die bereits ERASMUS Dozentenlehraufenthalte durchgeführt haben, steht Ihnen die Leiterin des International Office gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

Für technische Fragen zum Online-Antragsformular wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des International Office (internationaluni-trierde, Tel. 2806).