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Digitalisierungs-Schub in der Lehrerbildung

Universität Trier erhält im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ 1,7 Millionen Euro Förderung für das Projekt „TRIGITALpro“, um Lehrer fit für das digitale Zeitalter zu machen.

Interaktive Tafeln, Lern-Apps oder das Chatten mit gleichaltrigen Jugendlichen der Partnerschule in Frankreich – die Digitalisierung hat die Schulen im Land längst erreicht. Umso wichtiger ist es, dass die Lehrkräfte adäquat dafür ausgebildet werden, Schüler an neue Medien heranzuführen und sowohl praktische als auch kritisch-reflexive Kompetenzen für ein Leben in der digitalen Welt zu vermitteln. Hier setzt das Projekt TRIGITALpro der Universität Trier an, das jetzt im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert wird. Das Projekt sieht eine enge Zusammenarbeit mit Studienseminaren und Schulen aus Trier und der Region vor.

Dazu Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel, der persönlich die Projektleitung übernimmt: „Dieser Erfolg ist ein wichtiger Baustein im Prozess der Neuausrichtung der Lehramtsausbildung an der Universität Trier. Ich freue mich für alle Beteiligten. Es soll ein regionales Projekt mit nationaler Ausstrahlung werden. Die Zusammenarbeit mit den Schulen in der Region wird eine gute Verbindung von Theorie und Praxis ermöglichen. Immer der Devise von Benjamin Franklin folgend: »Involve me and I learn.«“

„Digitale Medien bieten Lehrerinnen und Lehrern unglaublich viele Möglichkeiten, ihren Unterricht zu gestalten und zugleich damit an der Lebenswelt ihrer Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen. Zum Lernen mit Medien kommt jedoch das Lernen über Medien hinzu. Bereits heute können unsere Studierenden im Zusatzzertifikat »Lernen und Lehren in der digitalen Gesellschaft« ihre Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung erweitern. Als Zentrum für Lehrerbildung haben wir nicht nur frühzeitig dieses Zertifikat entwickelt, sondern unterstützen die digitalisierungsbezogene Ausbildung zum Beispiel durch unsere Lehr-Lern-Labore und die Koordination aller beteiligten Akteure in der Lehrerbildung. Auch der Herausforderung Digitalisierung stellen wir uns in der Universität über alle Fächer und Studienanteile hinweg gemeinsam und kooperieren dabei intensiv mit den Studienseminaren,“ sagt Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle, Leiterin des Zentrums für Lehrerbildung (ZfL) der Universität Trier.

Im Rahmen des Projekts TRIGITALpro werden die bereits bestehenden Beratungs- und Förderangebote des ZfL durch die Nutzung der Möglichkeiten digitaler Medien weiterentwickelt. Darüber hinaus soll die Digitalisierung durch Lehrangebote fest in allen Lehramtsstudiengängen an der Universität Trier verankert werden. Helga Schnabel-Schüle: „Digitalisierung ist für die Lehrerbildung ein Querschnittsthema. Daher ist es notwendig, das Thema transdisziplinär anzugehen und die Bildungswissenschaften, die Fachwissenschaften und die Fachdidaktik miteinander zu vernetzen.“ Das Projekt TRIGITALpro umfasst zudem die Erforschung digitalisierungsbezogener Kompetenzen bei angehenden Lehrkräften.

Kontakt

Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle
Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)
Mail: schnabel@uni-trier.de
Tel. +49 651 201-2192
www.zfl.uni-trier.de