Müssen auch Gipsköpfe eine Maske tragen? Der Kopf des Augustus kurz vor dem Abtransport.

Makeup für Aphrodite, Livia und Augustus

Im digitalen Semester konnten Objekte der archäologischen Sammlung der Universität Trier restauriert werden.

Höchste Vorsicht war in den letzten Wochen beim Antransport diverser Stücke der archäologischen Original- und Abgußsammlung der Universität Trier geboten. Die Kopien antiker Bildwerke aus Gips werden von Dozenten und Studierenden intensiv in der Lehre genutzt. Dadurch verursachte Beschädigungen und Abnutzungsspuren hätten längst dringend beseitigt werden müssen. Das Corona-bedingte digitale Semester bot nun die Gelegenheit, das Vorhaben umzusetzen, da Lehrveranstaltungen in der Sammlung nicht möglich waren.

Ein Trierer Restaurator hat sich mit großem Geschick der Stücke angenommen und sie wiederhergerichtet. Die Arbeiten sind nun zu großen Teilen abgeschlossen und die Restauratoren konnten die ersten Stücke wieder anliefern.

Schon in normalen Zeiten sind der Transport und die Wiederaufstellung derartiger Objekte nicht ohne Schwierigkeiten, da sie wie ein rohes Ei behandelt werden müssen. Das Tragen von Masken und Handschuhen bei hohen Temperaturen erleichterte diese Arbeiten nicht gerade. Schwitzend und mit großer Vorsicht wurden die Stücke wieder in die Räume der Sammlung transportiert.

Nun warten die Aphrodite von Knidos und Livia, die Frau des Kaisers Augustus, auf das Wintersemester und die Möglichkeit zur Lehre mit den Studierenden vor Ort. Ein Porträt des Augustus wird in den nächsten Wochen ebenfalls zurückerwartet.

 

Die restaurierte und wieder aufgestellte Kopie der Aphrodite von Knidos in den Räumen der Archäologischen Original- und Abgußsammlung der Universität Trier.

Kontakt

Dr. Stephan Berke
Kustos der Original- und Abguss-Sammlung
Mail berkeuni-trierde
Tel +49 651 201-2430