Phonetik

Zwei Studierende, mit Kopfhörern, die eine Audioaufnahme analysieren.

Wir sprechen zwar täglich, machen uns aber wenig Gedanken darüber, wie Sprachlaute gebildet, übertragen und verstanden werden. Genau das interessiert Phonetiker, denn sie betreiben die Wissenschaft von der mündlichen Kommunikation. Dabei interessieren sie sich sowohl für die „richtige" Aussprache als auch für regionale, soziale und pathologische Aussprache-Merkmale. Eine Besonderheit an der Universität Trier ist die forensische Analyse von Stimme und Sprache, also die Erstellung von Gutachten zu Fragen der Sprecheridentität für Polizei und Gerichte.

Die Phonetik zählt zu den kleinen Fächern. Entsprechend hoch ist der „Wohlfühlfaktor" für die Studierenden. Die Seminarräume sind nie überfüllt, die Dozenten betreuen ihre Studierenden persönlich und sind auch außerhalb der Sprechstunden ansprechbar.

Studieninhalte

An der Universität Trier wird Phonetik als experimentelle Wissenschaft mit hohem Anwendungsbezug betrieben, das heißt die Studierenden führen eigene kleine Untersuchungen durch. Das sehr gut ausgestattete Labor bietet Möglichkeiten für die Analyse von Sprechbewegungen, aber auch für digitale Schallanalyse und Signalverarbeitung. Kenntnisse über die akustische Verarbeitung gesprochener Sprache sind beispielsweise auch für die Entwicklung von Sprachassistenz-Systemen von Bedeutung. Solche Themen stehen auch im Schwerpunkt „Phonetik“ auf dem Lehrplan des Bachelors „Sprache, Technologie, Medien“, der gemeinsam mit den Fächern Computerlinguistik und Digital Humanities sowie Medienwissenschaft angeboten wird.

Voraussetzungen

Was macht eine Stimme attraktiv? Warum „knacken" die Ohren beim Fliegen? Wie funktioniert Bauchreden? Wie schaffen es Stimmenimitatoren, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen? Warum gilt der sächsische Dialekt laut Umfragen als unbeliebt? Warum benutzt Opa sein Hörgerät bei Familienfeiern nicht? Was ist eigentlich ein Tinnitus? Wer sich Fragen wie diese schon mal gestellt hat, ist in der Phonetik genau richtig. Kurzum – Neugierde auf alles, was mit Sprechen und Hören zu tun hat, bildet eine ideale Basis für die Beschäftigung mit Phonetik.

Praktika & Auslandsaufenthalt

Vor Aufnahme des Studiums sind Praktika nicht erforderlich. Sie sind in das Studium integriert. Praktische Tätigkeiten während des Studiums eröffnen Einblicke in spätere Berufsfelder und bieten Kontakte zu möglichen Arbeitgebern.

Ein Aufenthalt in einem anderen Land ist nicht erforderlich, aber bei einer entsprechenden Schwerpunktsetzung sinnvoll. Informationen über Programme und Finanzierungsmöglichkeiten gibt es beim International Office.

Berufsfelder

Phonetiker arbeiten unter anderem in der Mensch-Maschine-Kommunikation, also in der Entwicklung von Technologien zur automatischen Spracherkennung und Text-to-Speech-Systemen. Auch in der Klinik und im forensischen Bereich, etwa als Sachverständige für Sprach- und Signalverarbeitung, finden Phonetiker spannende Berufsfelder.

Video zum Fach Phonetik

Stimmen zum Studium

"Mir gefällt am Phonetik- Studium an der Universität Trier, dass verschiedene Kompetenzen des Fachs praktisch vermittelt werden und ein großer Überblick über das Fach gegeben wird. Die Seminare und Vorlesungen sind optimal aufeinander abgestimmt, sodass man sein Wissen problemlos verbinden und (praktisch) anwenden kann."

Zarah Breitbarth, Masterstudentin

"Wir füllen in der Anzahl vielleicht keinen Hörsaal, aber der Kontakt zu den Dozenten und den Kommilitonen ist sehr direkt und vertraulich. Jeder kennt jeden und das schafft eine wunderbare Arbeitsatmosphäre, was mir sehr gut gefällt und den Lernerfolg fördert. Ich war außerdem beeindruckt, wie gut die Uni Trier in der Phonetik für praktische Seminare, Experimente und Versuche aller Art ausgerüstet ist."

Till Preidt, Bachelorstudent

Studiengänge und -abschlüsse

Auf Bachelor-Niveau kann Phonetik entweder als Nebenfach oder als Schwerpunkt im Studiengang „Sprache, Technologie, Medien“  studiert werden. Im Nebenfach-Studium empfiehlt sich besonders eine Kombination mit einer (Fremd-)Sprache als Hauptfach. Einen Master-Abschluss kann man sowohl im Kernfach als auch im  Nebenfach erwerben.