Die Teilnehmenden der LHPK-Sitzung.
Die Präsidentinnen und Präsidenten der Universitäten und Hochschulen des Landes und Wissenschaftsminister Clemens Hoch kamen an der Universität Trier zu einer Sitzung zusammen.

Vielfältige Themen von großer Tragweite diskutiert

Die Landeshochschulpräsidentenkonferenz stellte in einer Sitzung an der Universität Trier Weichen.

Das kommende Wintersemester im Schatten der Energiekrise, Sanierungsstau an Gebäuden und Promotionsrecht für die Hochschulen: Bei ihrer Sitzung an der Universität Trier hatten die Präsidentinnen und Präsidenten der Universitäten und Hochschulen des Landes mit Wissenschaftsminister Clemens Hoch gravierende Themen zu besprechen.

„Es war keine Konferenz der Beschlussfassungen, weil einige Themen beispielsweise aufgrund dynamischer Entwicklungen noch nicht entscheidungsreif sind. Aber es war wichtig, dass die Präsidentinnen und Präsidenten mit dem Minister in Präsenz Themen diskutieren und weiterentwickeln konnten, die uns voraussichtlich noch lange beschäftigen werden. Dies umso mehr, als es einige personelle Veränderungen in den Leitungen der Hochschulen gegeben hat“, fasste Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel, Vorsitzender der Landeshochschulpräsidentenkonferenz (LHPK) und Präsident der gastgebenden Universität Trier, den Austausch zusammen. 

Große Hürden

Präsenz ist auch ein zentrales Stichwort beim Blick auf die Gestaltung des anstehenden Wintersemesters an den rheinland-pfälzischen Hochschulen. Die Leitungen der Universitäten und Hochschulen sind sich weitestgehend einig, das Semester in Präsenz durchführen zu wollen, sofern es die Umstände erlauben. Drohende Energieknappheit und der unabsehbare weitere Verlauf der Corona-Pandemie im Herbst und Winter stellen die größten Hürden dar. Im Umgang mit der Pandemie haben die Hochschulen Erfahrungen gesammelt. Auf die Bewältigung von Energieengpässen bereiten sie sich mit Sparmaßnahmen und Szenarien für die Präsenzlehre bei effizientem Energieeinsatz vor. „Hier will und muss man auch Vorbild sein. Der Dialog dazu läuft an vielen Stellen auf Hochtouren“, so Jäckel.

Langfristig ließe sich durch energetische Sanierung Energie einsparen. An den Gebäuden der Universitäten und Hochschulen hat der Zahn der Zeit jedoch teilweise so kräftig genagt, dass substanzielle Sanierungen erforderlich sind. Hier mahnen die Präsidentinnen und Präsidenten ein stärkeres Problembewusstsein der Entscheidungsträger an und drängen auf ein höheres Tempo und eine Ausweitung der Sanierungsmaßnahmen. 

Kein Bollwerk

Bewegung ist dagegen in den Vorstoß der Hochschulen gekommen, das Promotionsrecht zu erhalten, das in Rheinland-Pfalz bislang den Universitäten vorbehalten ist. „Die Universitäten des Landes werden hier kein Bollwerk aufbauen. Bis zu einer Übertragung des Promotionsrechts sind aber noch inhaltliche und finanzielle Fragen zu klären“, so der LHPK-Vorsitzende Michael Jäckel.

Der anstehende Doppelhaushalt des Landes und die darin für die Hochschulen vorgesehenen Mittel oder die Fortsetzung der Forschungsinitiative des Landes sind weitere Themen, zu denen die LHPK in den kommenden Monaten regelmäßigen internen Gesprächsbedarf, aber auch mit dem Ministerium haben wird.