1972: Cafeteria am Standort Schneidershof
1976: Bau des AB-Gebäudes
1985: Tag der offenen Tür in der Psychologie
1985: Gesamtansicht der Uni von oben
1989: Eingang AB-Gebäude im Oktober
1994: Studies auf der Forumsplatte
1997: Bibliothek Gebäude BZ
2001: AB-Cafe
2001: Vorlesung im alten Audimax
2001: die elektronische Tunika
2018: Der neue Audimax

Die Entwicklungsgeschichte der Universität Trier

Vor der Wiedergründung 1970 gab es in Trier eine Universität. An der im Jahr 1473 als "hohe Schule" gegründeten akademischen Einrichtung waren in den Anfangsjahren 120 Studierende immatrikuliert. Die Wirren der Französischen Revolution setzten dieser Einrichtung jedoch ein Ende: unter der napoleonischen Besatzung wurde die Universität 1798 nach 325-jährigem Bestehen geschlossen.

Danach musste Trier bis zum Jahr 1970 auf die Rückkehr einer Universität warten, die in Form der Doppeluniversität Trier-Kaiserslautern eingerichtet wurde. Die erste Vorlesung wurde am 15. Oktober 1970 gehalten. 356 junge Menschen nahmen in Trier ein Studium in einer der drei Fakultäten auf. 27 Professoren und 30 Dozenten waren damit beschäftigt, Lehre und Forschung an der neuen Universität aufzubauen. Die Studierenden wurden mit Theater-Freikarten und einer Gratismahlzeit in der Mensa verwöhnt.

Die außergewöhnliche Konstruktion der Doppeluniversität war so angelegt, dass am Ende zwei selbstständige Universitäten stehen würden. Bereits 1975 wurde die Aufspaltung vollzogen und die Universität Trier wie auch die Universität Kaiserslautern erhielten ihre Selbstständigkeit.

Die wilden 1970er Jahre: Eine neue Universität entsteht

 

Die außergewöhnliche Konstruktion der Doppeluniversität Trier-Kaiserslautern ermöglichte eine schnelle Gründung im Jahr 1970. Sowohl in Trier wie in Kaiserslautern war Infrastruktur vorhanden, die für eine Teil-, aber nicht für eine Voll-Universität ausreichte. Die geisteswissenschaftliche Fakultät wurde in Trier angesiedelt, die naturwissenschaftliche in Kaiserslautern. Schon 1975 erfolgte die Auflösung der Doppeluniversität und die Etablierung zweier selbstständiger Universitäten an den beiden Standorten.

Das Gründungsjahrzehnt

  • 1970        
    Beginn des ersten Studiensemesters an der Universität Trier-Kaiserslautern: 356 Studierende schreiben sich in drei Fachbereichen ein:
    Fachbereich I (Pädagogik, Philosophie, Psychologie)           
    Fachbereich II (Anglistik, Germanistik, Klassische Philologie, Romanistik) 
    Fachbereich III (Geographie, Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft)
     
  • 1972   
    Prof. Dr. Helmut Erhardt wird zum ersten Präsidenten der Universität Trier-Kaiserslautern gewählt. Prof. Dr. Arnd Morkel wird Vizepräsident am Standort Trier.
     
  • 1973
    Der 500. Gründungs-Jahrestag der alten Universität Trier (1473-1798) wird gefeiert.
    Die neue Trierer Mensa Schneidershof mit 705 Sitzplätzen wird fertiggestellt.
     
  • 1975
    Die Universität Trier-Kaiserslautern wird getrennt, es entstehen die Universität Trier und die Universität Kaiserslautern.
    Prof. Dr. Arnd Morkel wird der erste Präsident der eigenständigen Universität Trier.
    Auf dem Tarforster Plateau wird der Grundstein für den Campus der Universität gelegt.
     
  • 1977
    Nach Fertigstellung der ersten Baustufe des Campus ziehen im März die Fachbereiche I - III und die Bibliothek in das Fachbereichsgebäude A/B ein
     
  • 1978
    Die Universitätsbibliothek wird fertiggestellt und bezogen.
    Die Mensa wird zunächst im Untergeschoss der Bibliothek eingerichtet.

Die 1980er Jahre: Die Universität wächst und wächst

 

Von dem bundesweiten Trend rückläufiger Studierendenzahlen Ende der 1970er-Jahre blieb die Universität Trier nicht verschont. Sie löste die Existenzfrage, indem sie im folgenden Jahrzehnt neue Studiengänge einrichtete, die große Resonanz fanden. Im Wintersemester 1980/81 waren erstmal mehr als 4.000 Studierende eingeschrieben, zehn Jahre später schon über 10.000. Mit dieser Nachfrage wuchs der Campus auf der Tarforster Höhe.

Der Aufbau der Universität in den 80er Jahren

  • 1980
    Die Fächer Sinologie und Slavistik, Angewandte Mathematik und Wirtschaftsmathematik werden eingerichtet.
     
  • 1981
    Das Fach Ethnologie entsteht. 
    Auf dem Universitätscampus wird das erste Studentenwohnheim mit 200 Plätzen eingeweiht.
    Mit Linguistischer Datenverarbeitung wird ein neues Studienangebot entwickelt.
     
  • 1982
    Das Fach Papyrologie ergänzt das Angebot Kleiner Fächer an der Universität.
     
  • 1983
    Das „Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Gemeinschaft" (IAAEG) wird gegründet.
    Fremdenverkehrsgeographie und Angewandte Physische Geographie ergänzen das Studienangebot.
     
  • 1984
    Das Fach Gegenwartsbezogene Japanologie wird eingerichtet.
     
  • 1985
    Das D-Gebäude für die Psychologie wird fertiggestellt.
    Das Fach Phonetik wird neu eingerichtet.
     
  • 1987
    Prof. Dr. Jörg Hasler übernimmt das Amt des Universitätspräsidenten von Prof. Dr. Arndt Morkel.
     
  • 1988   
    Die neue Mensa und das Auditorium Maximum als größter Hörsaal werden ihrer Verwendung übergeben.
     
  • 1989
    Das Fach Informatik wird neu eingerichtet.

Angekommen in den 1990er Jahren: Die Universität feiert ihr erstes großes Jubiläum

 

25-jähriges Bestehen und eine Weltneuheit beim Studierendenausweis TUNIKA: Die Universität Trier macht von sich reden. Gleichzeitig wächst sie weiter, immer noch entstehen neue Fächer, Studiengänge und Partnerschaften.

 

Die 1990er Jahre an der Universität Trier

  • 1990
    Das Graduiertenkolleg "Sozial Sicherung in offenen Industriegesellschaften" wird aufgebaut.
    Eine Professur für Jiddistik wird eingerichtet.
    Auf dem Campus werden weitere 133 Wohnheimplätze zur Verfügung gestellt.
     
  • 1991
    Das Studierendenhaus wird fertiggestellt, in dem der AStA und das Studierendenwerk Räume beziehen.
    Das Drittmittelgebäude DM wird im Sommer fertiggestellt.
    Das E-Gebäude kann zum Wintersemester 1991/92 bezogen werden.
  • 1992         
    Die Theologische Fakultät erhält Büros auf dem Campus der Universität. 
    Das Studierendenwohnheim "Kleeburger Weg" wird fertiggestellt.
     
  • 1993
    Die Universität übernimmt den Hochtrakt des ehemaligen französischen Militärhospitals André Genet. Das Gebäude wird zunächst als Wohnheim für Studierende genutzt und später für die Geowissenschaften und in ein Hörsaalzentrum mit Seminarräumen zu Campus II umgebaut.
     
  • 1994
    Prof. Dr. Rainer Hettich wird zum Nachfolger von Prof. Dr. Jörg Hasler in das Amt des Präsidenten der Universität gewählt.
    Die Fächer Geomathematik, Klimatologie und Raumentwicklung (FB VI) werden gegründet.
     
  • 1995
    Die Universität feiert im November ihr 25-Jähriges Bestehen.
    Der Studiengang Umweltwissenschaft wird eingerichtet.
     
  • 1996
    Der neue Lehramtsstudiengang Mathematik wird eingeführt.
    Das Institut für Mittelstandsökonomie (INMIT) wird gegründet.
     
  • 1997
    Der neue elektronische Studierendenausweis TUNIKA im Chipkartenformat verbindet Ausweis- und Geldfunktion miteinander.
     
  • 1998
    Die Historikerin Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle wird die erste weibliche Vizepräsidentin der Universität.
     
  • 1999
    Mit dem Ausbau von Campus II sollen weitere 1100 Studienplätze entstehen.
    Der Sonderforschungsbereich „Umwelt und Region – Umweltanalyse und Umweltmanagementstrategien für einenachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum“ wird eingerichtet.

Ein neues Jahrtausend: die 2000er-Jahre

 

Online-Einschreibungen, Besuch vom Bundeskanzler und die Landesgartenschau: Das neue Jahrtausend fängt spannend an.

Das neue Jahrtausend an der Universität Trier

  • 2000
    Prof. Dr. Peter Schwenkmezger wird neuer Präsident der Universität Trier.
    Die Online-Einschreibung wird eingeführt.
     
  • 2001
    Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht die Universität Trier.Kanzler Ignaz Bender wird in den Ruhestand verabschiedet.
    Erstmals werden Vorlesungen der Informatik als TeleTeaching: live im Internet übertragen.
  • 2002
    Vizepräsidentin Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle übergibt ihr Amt an ihren Nachfolger Prof. Dr. Georg Wöhrle.
     
  • Januar 2003
    Prof. Dr. Michael Jäckel wird einstimmig zum Vizepräsidenten für Haushalt, EDV- und Bibliotheksangelegenheiten gewählt.
    Das neue Hörsaalzentrum auf Campus II und das Studierendenwohnheim auf dem Petrisberg werden in Betrieb genommen.
     
  • 2004
    Die Universität beteiligt sich mit zahlreichen Aktivitäten an der Landesgartenschau in Trier.
    Erstmals wird eine Kinder-Uni angeboten.
    Das Studierendenwerk Trier wird 30 Jahre alt.
     
  • 2005
    Prof. Dr. Peter Schwenkmezger wird als Präsident der Universität wiedergewählt.
    Neues Zentrum für Lehrerbildung wird an der Universität gegründet.
     
  • 2006
    Prof. Dr. Wolfgang Klooß wird neuer Vizepräsident.
    Dr. Klaus Hembach wird Kanzler der Universität.
    Prof. Dr. Michael Jäckel wird für eine zweite Amtszeit als Vizepräsident gewählt.
     
  • 2007
    Das Jahr der Geisteswissenschaften wird an der Universität eröffnet.
    Das Graduiertenkolleg "Verbesserung und Normsetzung und Normanwendung im integrierten Umweltschutz durch rechts- und naturwissenschaftliche Kooperation" konstituiert sich.
     
  • 2008
    Eröffnung des Konfuzius-Institutes an der Universität.
    Erste Nacht der Wissenschaft an der Universität.
     
  • 2009
    Das neue Gebäude P auf Campus I wird eingeweiht.
    Bei "Forschung im Focus" präsentieren Forschungsverbünde der Universität ihre Arbeit.

Die 2010er-Jahre: Vernetzung mit der Region

 

Das erste Bachelor-Abschlusszeugnis wird überreicht und der erste Leibniz-Preisträger der Universität gefeiert. 

Die 2010er-Jahre

  • 2010
    Prof. Dr. Joachim Hill wird neuer Vizepräsident für Forschung, Lehre und Internationale Beziehungen.
    Die Universität hat ihren ersten Bachelor-Absolventen.
    Das neue Gebäude N wird eingeweiht.
     
  • 2011
    Prof. Dr. Michael Jäckel löst Prof. Dr. Schwenkmezger als Präsident der Universität Trier ab.
    Der argentinische Dirigent Mariano Chiacchiarini leitet das Collegium Musicum.
     
  • 2012
    Universität und Hochschule richten gemeinsam ein Gründungsbüro für Studierende, Wissenschaftler und Alumni ein.
    In der Innenstadt wird der erste City Campus / Nacht der Wissenschaft durchgeführt.
    Prof. Dr.Lutz Raphael wird der erste Leibniz-Preisträger der Universität.
     
  • 2013
    Das Internationale Graduiertenkolleg „Diversity“ konstituiert sich.
    Auf Initiative der Universität gründen Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Wissenschaftsallianz Trier.
     
  • 2014
    Der Volkswirt Prof. Dr. Georg Müller-Fürstenberger wird vom Senat zum Vizepräsident für Forschung und Infrastruktur gewählt.
    Dr. Ulrike Graßnick übernimmt in der Nachfolge von Dr. Klaus Hembach das Amt der Universitätskanzlerin.
    Prof. Dr. Martin Przybilski, Professor für Ältere Deutsche Philologie, wird zum Vizepräsident für Qualitätssicherung, Studium, Lehre und Weiterbildung gewählt.
     
  • 2015
    Mit „Campus Dialog Forschung“ feiert ein neues Veranstaltungsformat an der Universität Premiere.
    Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Robbers wird zum Minister für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz ernannt.
     
  • 2016
    Das Graduiertenkolleg „Algorithmische Optimierung (ALOP)“ konstituiert sich.
    Auf Campus II entsteht der Kunstraum »generator«. Die erste Ausstellung dokumentiert und reflektiert Vergangenheit und Gegenwart des Trierer Petrisbergs multimedial.
    Die Mitglieder des Senats wählen Prof. Dr. Michael Jäckel erneut zum Präsidenten der Universität.
     
  • 2017
    Die unter Federführung des Fachs Slavistik eingeworbene erste Kolleg-Forschungsgruppe der Universität nimmt ihre Arbeit auf.
     
  • 2018
    Der Senat wählt Prof. Dr. Georg Müller-Fürstenberger für weitere vier Jahre zum Vizepräsidenten für Forschung und Infrastruktur.
    Auf dem Campus beginnen die Arbeiten zur originalgetreuen Rekonstruktion eines römischen Handelsschiffs.
    Die Universität ernennt Prof. Dr. Arnd Morkel zum Ehrenbürger. Er war ab 1975 erster Präsident der selbstständigen Universität Trier.
     
  • 2019
    Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Ulrike Gehring tritt das Amt der Vizepräsidentin für Studium und Lehre an in der Nachfolge von Prof. Dr. Martin Przybilski.
    Die Forschungsgruppe „Resilienz“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für drei weitere Jahre mit zwei Millionen Euro gefördert.
    Die Universität wird über das Tenure-Track-Programm von Bund und Ländern mit rund acht Millionen Euro gefördert.