Trier-Gefühl erleben - eine Kampagne für die Universität Trier

Nachdem nun 24 Fotos, Slogans und Geschichten die Kampagne "Trier-Gefühl erleben" eingeleitet haben, soll es fortan in unregelmäßigen Abständen immer wieder einmal zu einer neuen "Episode" kommen.

Im Laufe des Jahres 2016 hat die Universität Trier vorwiegend über Social Media-Kanäle mit dem neuen Slogan "Trier-Gefühl erleben", aber wechselnden Bildern und Botschaften, auf die Vorzüge und Besonderheiten der Universität Trier aufmerksam gemacht. "Trier-Gefühl erleben" ist stets in Verbindung mit dem modernen Logo der Universität Trier verwandt worden.

Die Kampagne soll die Studierenden sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur auf die eine oder andere Besonderheit aufmerksam machen, sondern auch die Neugier an dem eigenen Arbeitsort bzw. Studienort steigern.

Vor allem aber sollen auch zukünftige Studierendengenerationen diese Hinweise wahrnehmen. Ich setze bei dieser Kampagne auch darauf, dass die Eindrücke nicht unter uns bleiben. Mit #triergefühl kann man sich auf Instagram oder Facebook an "Trier-Gefühl erleben" beteiligen.

Michael Jäckel
Präsident der Universität Trier

 

Universität Trier … „Bereit zur Landung“

„Wo kommen denn Ihre Studierenden her?“ Eine von vielen Fragen, die, gerade, wenn es auf den Start eines neuen Studienjahrs zugeht, gestellt wird. Antworten darauf sollten nicht aus der Luft gegriffen sein. Aber angenommen, die Antwort würde „Sie kommen von oben“ lauten, dann böte unser Campus sogar einen gut markierten Landeplatz. Natürlich kommen die meisten von unten, schon aufgrund der exponierten Lage der Universität, also: aus der Stadt, sodann aus der Region, aus Nachbarbundesländern, aus Frankreich, Belgien und Luxemburg, aus weiteren Ländern der Europäischen Union, aus dem Osten, dem Norden, dem Süden und dem Westen. Alle Kontinente sind hier zuhause. Und wer hier landet, der soll sich hier auch wirklich zuhause fühlen. Wann immer Sie also kommen: Wir lotsen Sie gerne durchs Studium. Das ist gelebter Teil unserer Willkommenskultur.

 

Universität Trier - ... 1, 2, 3, 4, 5, 6 ...

Eine einfache Zahlenfolge, die für sich genommen kein besonderes Gefühl auslösen dürfte. Bei 21, 22, 23 … ist es schon etwas anders. Kurz, bevor einem der Kragen platzt, sollte dieses „numerische“ Selbstgespräch Wunder wirken. Die Mathematiker werden jetzt sagen: „Alles ist Zahl.“ In der Tat ein großer philosophischer Gedanke, der nicht nur das Messen unterschiedlichster Phänomene nach sich zog, sondern auch die Messlatte für die Überführung empirischer (Beobachtung) in numerische Relative (also: Darstellung in Zahlen) hochgelegt hat. Ob Messen also wirklich Wahrheit ist!? Die Sorge um blinde Zahlengläubigkeit ist gelegentlich die Kehrseite dieses Vertrauens.
Des Rätsels Lösung aber lautet schlicht: Zum 6. Mal in Folge ist die Universität nun als familiengerechte Hochschule zertifiziert worden und hat damit ein Signal gesetzt. So auch der Name des Kunstwerks am Haupteingang der Universität.
Da muss doch offenbar was dran sein. Ansporn für die Zukunft ist diese Auszeichnung allemal. Denn die 1 am Anfang steht noch für etwas Besonderes: Trier war überhaupt die erste Universität, die bei dieser „Messung“ im Jahr 2002 erfolgreiche Werte erzielte.

Foto: Andreas Thull

Universität Trier … „Finde den Fehler!“

„Aus Fehlern wird man klug.“ „Jede Hütte hat ihre Mücke.“ „Wo Fehler sind, da ist auch Erfahrung.“ -Aphorismen, die sich der Bedeutung von Fehlern annehmen, gibt es viele. Dieser originelle Fotografenblick auf die Fassade des Campus II-Gebäudes geschah nicht in der Absicht, auf Probleme im Inneren hinzuweisen. Dass es dort nun zu umfassenden Sanierungen kommt, ist das Ergebnis einer langen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Gute Luft braucht gute Wege. Aber auch die Wissenschaft selbst ist nicht frei von Fehlern. Ohne die Bereitschaft, den eigenen Ergebnissen zu misstrauen und den prüfenden Blick der scientific community zu akzeptieren, würde Forschung ihr Ziel verfehlen. Ein Wissenschaftler hat einmal den schönen Satz formuliert: „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ Daher gehört zu einem guten Studium auch die Aufforderung zu (quasi-)experimenteller Phantasie. Sozusagen nicht immer durch das gleiche „Jalousienmuster“ schauen, sondern dem Unkonventionellen eine Chance geben. Beides zählt zu einer guten wissenschaftlichen Praxis, die wir auf dem Campus leben.

Universität Trier … liebt Wortspiele

Da fließen sie über den Boden und hangeln sich an den Säulen entlang. Die Buchstaben spielen mit dem Raum, der Raum mit den Buchstaben. Spielerisch kommen Wörter ans Licht. Der Betrachter beginnt zu experimentieren – und das Betrachtete auch. So könnte die Idee der Künstler Hartung und Trenz beschrieben werden, die im Kunstraum „Generator“ der Universität zurzeit ihr Kunstwerk „Lorem ipsum“ präsentieren. Eine gute Wahl. Denn sie korrespondiert mit einer Tradition und neuen Projektvorhaben in unseren Sprach- und Kulturwissenschaften. Dazu gehört das Formelhafte der Sprache (z.B. Redewendungen, Sprichwörter) ebenso wie das Experimentelle, Schöpferische. Diese Geistesblitze entfalten einen besonderen Reiz, die für Joseph Görres, einen Lehrer und Publizisten des 19. Jahrhunderts, „zuckend durch die ganze gesellschaft“ fahren. Unser Campus lädt dazu ein,  Erfahrungen dieser Art zu sammeln und zu vermitteln.

Universität Trier - ... „schöner wohnen“

Auf die architektonischen Vorzüge des Campus ist verschiedentlich hingewiesen worden. Und immer wieder wird an den positiven Zusammenhang von ‚Umfeld und Inspiration‘ erinnert. Atmosphäre erzeugt eben nicht nur Druck, sondern öffnet den Blick, sorgt für Licht am Ende des Tunnels. Die nüchterne Bezeichnung des Gebäudes mit dem Buchstaben D – trotz einer verwinkelten Bauweise sorgen die klaren Linien für Ruhe. Hier könnte man wohnen. D – die Urform dieses Buchstabens wird mit einem Türsymbol in Verbindung gebracht. Also: Trete ein und lass dich nieder.

Foto: Andreas Thull

 

 

 

 


Trier-Gefühl erleben - 2016

Hier sind die ersten 24 Fotos, Slogans und Geschichten die Kampagne "Trier-Gefühl erleben" zu sehen

Für die Bereitstellung von Fotomaterial dankt die Universität Trier insbesondere ihrer Mitarbeiterin, Elke Janssen, herzlich. Der Begriff „Trier-Gefühl“ ist im Rahmen eines Seminars im Fach Psychologie entstanden. Er wurde der Universitätsleitung zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt. Dafür gilt allen Beteiligten, insbesondere Martin Merkler und der Leiterin des Seminars, Prof. Dr. Eva Walther, ein besonderer Dank.

Universität Trier – Hereinspaziert!

Trier war schon zur Römerzeit für seine fast tropischen Temperaturen bekannt. Insofern ist das Trekking-Outfit für die Sommermonate durchaus richtig gewählt. So können eben auch moderne Bildungsreisen aussehen. Für eine Rast im Grünen ist auf dem Campus gesorgt. Wer sich auf den Weg nach Trier macht, muss, so er/sie von weit herkommt, ohnehin Zwischenstationen einlegen. Hier, im  Hauptgebäude der Universität, wird man sodann nicht nur von freundlichen Pedellen empfangen. Der erste Blick fällt sogleich auch auf die Cafeteria, ohne die die Universität einen wichtigen Ort der Reflexion missen müsste. Die Art und Weise, wie hier die akademische Welt betreten wird, ist ein gutes Beispiel für das Motto "Bring your own device". So fällt man auf und gibt bekannt: "Hier will ich es mir für die nächste Zeit einrichten." Damit dies gelingt, weist das Kunstwerk, das links zu sehen ist, den Weg. "Hereinspaziert!"

Universität Trier – Perpetuum mobile

Die Physiker glauben nicht so ganz an ein System, das sich nur aus eigenem Antrieb fortbewegt. Die Psychologie würde sich auch sofort zu Wort melden und uns in intrinsische und extrinsische Kandidaten aufteilen. Die Soziologie gäbe uns den Hinweis, dass Motive häufig institutionalisierte Ausreden seien und die Juristen lenkten unsere Aufmerksamkeit auf regulierende Kräfte, die wir uns in den kühnsten Träumen nicht hätten vorstellen wollen. Aber jenseits dieser Stimmenvielfalt gibt es auf einem Campus viele Elemente, die uns antreiben: Hier gewinnt man einen Science Slam, da freut man sich über den Förderpreis für die beste Dissertation, dort ergattert man einen Publikationspreis oder freut sich über den Zuspruch von Dozent und Kommilitonen nach gelungener Präsentation. Sich bei Laune zu halten und aus eigenem Antrieb interessante Impulse zu setzen ist kein schlechter Ratschlag.

Universität Trier – "Lapstop am Kochtopf"

Es liegt schon einige Jahre zurück, dass ein Philosoph den modernen Menschen als "homo simultans" bezeichnete. So viele Dinge verlangen nach unserer Aufmerksamkeit, dass viele im Modus der Gleichzeitigkeit die einzige Rettung sehen. Andere ärgern sich über den Verlust der Prioritätensetzung, fühlen sich nicht ausreichend beachtet oder ärgern sich über die Vermischung von Aktivitäten, die an bestimmten Orten nun einmal nicht primär vorgesehen sind. So ist die Mensa vor allem ein Ort, der zwecks Nahrungsaufnahme aufgesucht wird. Natürlich gehört auch das "socializing" dazu. Kontakte zu knüpfen und Gespräche zu führen gelingt nun einmal kaum en passant. Plätze sind in Stoßzeiten knapp, die Nähe zum Tischnachbarn muss daher akzeptiert werden, ein Laptop oder andere Arbeitsgeräte hätten zwischen Teller und Gabel einen schweren Stand.  Ein „Lapstop“ ist nicht nur aus diesem Grund ratsam. Auch für die Köche und das Küchenpersonal steigert es den Wert dieser Mittagspause, für die sie ja da sind. Hinter dem Wunsch auf diesen Verzicht steht also in mehrfacher Hinsicht ein guter Gedanke.

Universität Trier – „Summ tempore“

Nicht nur die fleißigen Bienen benötigen ihre Zeit zur Rückkehr in den Bienenstock, auch die fleißigen Studentinnen und Studenten, die von einem Vorlesungssaal zum nächsten gelangen müssen. Der Saal konnte in früheren Zeiten auch einmal das zum Seminar umfunktionierte Wohnzimmer eines Professors sein. Ein Zeitfenster („cum tempore“) zwischen zwei Veranstaltungen sorgte daher für das Vermeiden von Verspätungen. Aber Geduld war schon immer ein guter Ratgeber, der gerade auch bei einer Entscheidung für ein Studium hilfreich ist. Denn hier gibt es auch zahlreiche Praxisphasen in der freien Natur zu erleben, die, wie hier im Fach Biologie, dem langen Weg zum Honig oder Met vorausgehen. Neben diesem Studieren unter freiem Himmel eröffnen vorhandene und zukünftige Lehr-/Lernlabore vermehrt die Praxiselemente in der Lehramtsausbildung: Mathematik gibt es daher zum Anfassen, Sprachausbildung mit und ohne Kopfhörer, Geschichte und Sozialkunde an historischen und politischen Orten. Der Weg in den Schulalltag soll mit interessanten didaktischen Konzepten geebnet werden. Denn auch Absolventinnen und Absolventen müssen irgendwann einmal ausschwärmen.

Universität Trier – "Schiff Ahoi!"

Es fehlt nicht viel. Fast wäre dieses Schiff am höchsten Platz der Universität „gestrandet“. Wer es sehen möchte, muss zunächst ein wenig suchen. Es steht auf dem Dach der Bibliothek. Aber bald werden Historiker auf dem Campus antike Schiffe nachbauen. Das Projekt dient dem besseren Verständnis der römischen Handelsschifffahrt und unterstreicht den Praxisbezug der Disziplinen, die im Zentrum für Altertumswissenschaften zusammengefasst sind. Antike Welten kann man in Trier hautnah studieren. Mal sehen, welchen Kurs das Boot nimmt, das der Künstler Rainer Henze im Jahr 1992 schuf. Bald werden an diesem Ort moderne Gruppenarbeitsräume für Studierende entstehen. „Kollaboratives Lernen“ nennt die Didaktik dieses Konzept. Auch die Insassen des Boots scheinen gemeinsam einen Weg zu suchen. Bleibt zu hoffen, dass alle, die sich zukünftig um den Steuermann und seine Mitreisenden gruppieren werden, einen guten Kurs einschlagen.

Universität Trier – "... immer auf der Höhe"

Frage: „Wer ist denn das im Hintergrund?“ Antwort: Eine Skulptur mit einer langen Vorgeschichte. Eine erste Version entfachte auf dem Campus eine intensive Diskussion, die bis in den Senat reichte. Wen die Details des „Laokoon 86“ interessieren (auch „dicker Otto“ genannt), der von Urban Knitting-Freunden auch schon einmal mit einer bunten Hose ausgestattet wurde, der lese die entsprechende Passage in dem Buch „Auf der grünen Wiese“. Es enthält interessante Beschreibungen und Interpretationen der Architektur, der Kunst und der Landschaft des Trierer Campus. Auf der grünen Wiese (damals war es eher ein Acker) – als die Universität in den 1970er Jahren weit oben über Trier wieder entstand, da erinnerten die Konturen des A/B-Gebäudes die Bewohner der Tarforster Höhe an ein Elektrizitätswerk. Voller Spannung schaute man auf die hügelige Landschaft, die von oben betrachtet heute manche Ähnlichkeit mit den olympischen Sportstätten in München aufweist. Kein Zufall: Ein Mitglied des Planungsteams hatte dort Erfahrungen sammeln können. In der Tat: ein weiß-blaues Wunder.

Universität Trier – ".. was für ein Theater!"

Wer hat in seinem Leben nicht schon einmal diesen Satz, diese Phrase „Was für ein Theater“, verwandt? Mit Phrasen beschäftigen sich sprachwissenschaftliche Studiengänge an der Universität Trier häufig. Der Sinn von Sprichwörtern wurde in einer schönen Broschüre mit dem Titel „Geistesblitze“ zusammengefasst. Diese interessanten Beobachtungen sollte man sich nicht „durch die Lappen gehen lassen“. Übrigens eine Redensart, die aus der Welt der Jagd stammt. Auch mancher Roman hat das Universitätsleben „auf die Schippe genommen“, die Dramen, die sich hier ereignen, überzeichnet. Ähnlichkeiten zum wirklichen Leben sind daher selbstverständlich rein zufällig. Mit Gewissheit aber dürfen wir von unserem Campus sagen, dass er nicht nur diesen „Theaterdonner“ kennt, sondern statt „Schall und Rauch“ über eine Freibühne verfügt. Auf einem modernen Campus ein Hauch von Antike – eine gute Verbindung von Altem und Neuem.

Universität Trier – "eine stattliche Bank ..."

... die hier zum „Lass Dich ruhig nieder“ einlädt – nicht eine Bank, sondern viele. So sieht ein Ort aus, wo man sich aufeinander einlässt. Fragen wie: „Wie war die Klausur?“; „Wer hat sich denn diesen Multiple Choice-Test ausgedacht?“; „Was machen wir mit dem Rest des Tages?“; „Kopierst Du das Skript?“; „Informierst Du den Rest des Seminars?“; „Was gibt’s denn Gutes in der Mensa?“; „Hast Du auch im Stau gestanden?“; „Warum kann man nicht mehr im Freien studieren?“; und Antworten wie: „Furchtbar.“; „Wenn ich das wüsste.“; „Mal sehen.“, „Meine Tunika* ist leer.“; „Welchen Rest?“; „Das riecht man doch.“; „Ich gehe nur noch zu Fuß.“; „Ich buche jetzt nur noch Summer School-Angebote.“ sind hier zu hören. Meine Bank, Deine Bank, Unsere Bank – der Chatroom der Universität.

* Tunika=Trierer Universitätskarte

Universität Trier – bietet interessante Nischen

Hier wird gerade nicht nach einer Orchidee gesucht. Diese neigt auch nicht dazu, sich zu verstecken. Warum sollte sie dies auch als Königin der Blumen tun? Aber für die sogenannten kleinen Fächer steht sie als Namensgeber Pate. Nein, hier könnte ein Umweltforscher gerade auf der Suche nach seltenen Exemplaren, die einen Platz in der Umweltprobenbank bekommen könnten, Ausschau halten. Die Biogeographie ist ein spezielles Fachgebiet, aber insgesamt sind die Umweltwissenschaften ein großes Element im Studienangebot geworden. Viele kleinere Disziplinen, vor allem in den Sprachwissenschaften und Altertumswissenschaften, geben dem Gesamtangebot eine interessante Abrundung: Jiddistik und Sinologie, Ägyptologie und Papyrologie, Computerlinguistik und Phonetik – um nur einige Beispiele zu nennen. Klein ist zudem ein relativer Begriff. Oft macht es die gute Kombination. Auf www.meinstudium.uni-trier.de findet man mehr – auch die großen Disziplinen.

Universität Trier – Hier darfst Du lesen.

Über die gesellschaftliche Relevanz des Lesens sollte an einer Universität an sich kein Wort verloren werden müssen. Fleißige Leserinnen und Leser werden hier erwartet. Und gelesen wird ja auch viel – nur zunehmend eben anders: an kleinen oder großen  Bildschirmen, hier und da mit Datenbrille, im Laufschritt, stehend, liegend, gebeugt, sitzend. Die Lesesäle der Bibliothek, das sei allen zur Beruhigung gesagt, sind gut besucht. Und auch die Bildschirmarbeitsplätze sind sehr begehrt. Die Kunst besteht, früher wie heute, darin, die Gedanken gut zu sortieren, das zu finden, was man sucht, von originellen Ideen inspiriert zu werden. In den vielen Seiten und Blättern das Wertvolle zu finden – das hat das Lesen mit dem Lesen gemeinsam. Als Zeichen der regionalen Verbundenheit gibt es seit einigen Jahren eine Weinbergpatenschaft der Universität Trier. Wie man dort liest, kann hier eindrucksvoll bestaunt werden. Mehr dazu unter www.weinberg.uni-trier.de.

Universität Trier – "... und morgen melde ich mich zur Prüfung."

„Ach ja“, werden jetzt viele sagen. Das Studentenleben ist doch eine feine Sache. Aber die Selbstorganisation hat auch hier massiv Einzug gehalten. Im Zeitalter der Digitalisierung hat jeder seine eigenen Konten zu pflegen, sich auf Lernplattformen zu orientieren, Rückmeldung zu geben usw. Gelegentlich nimmt sich die Technik auch ihre Zeit und stellt unsere Geduld auf die Probe. So entspannt wie auf diesem Foto geht es also nicht immer zu. Kurze IT-Pause sozusagen. Wer vor einem Bildschirm sitzt oder ein mobiles Gerät nutzt, der schimpft oder hält seine Hände nicht ruhig, trommelt mit den Fingern, redet mit seinem technischen Gegenüber. Ruhiger geht es dann bei der Klausur zu, die nicht mehr auf Papier und Stift setzt. Das E-Assessment macht es möglich. Mit kleinen Experimenten fing es an, heute ist die Universität Trier gefragt, wenn es um die Organisation dieser Prüfungsform geht. Nicht immer, aber immer öfter.

Universität Trier – „Störe meine Kreise nicht.“

Wer sich die Studienanfänger an deutschen Universitäten anschaut, der wird natürlich nach wie vor überwiegend junge Menschen antreffen, die nach dem Abitur direkt, oder nach dem Engagement in anderen Bereichen, ihr Studium beginnen. Nicht immer ist die Studienwahl und -organisation eine einfache Angelegenheit. Und deshalb sind um diese Entscheidung herum sehr viele neue Serviceangebote entstanden: Studienberatung, Praktikumsbörse – generell Angebote, die dabei helfen sollen, Dinge, die sich nicht leicht vereinbaren lassen, besser realisieren zu können. Begleitet wurden diese Entwicklungen durch zahlreiche Auditierungen, die einem bescheinigen sollen, dass man das gut macht. Kann es etwa so funktionieren, wie es unser Beispiel zeigt? In der Bibliothek aufgenommen, eine ungestörte Atmosphäre und Harmonie vermittelnd: Wir alle wissen, dass es einen Wunsch beschreibt – und da könnte auch statt der Mutter der Vater sitzen. Irgendwo muss die Redensart ja herkommen: „Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens.“

Universität Trier – Mein Seeminar

Platon versammelte seine Schüler in einem Hain, auch genannt Academia. In der Natur zu studieren – wer möchte dies nicht gelegentlich den Räumen, die Universitäten für das Studium bereithalten, vorziehen? Vor allem, wenn in diesen nach einer gewissen Zeit – aus welchen Gründen auch immer – dicke Luft herrscht. Im Wort Seminar liegt – etymologisch betrachtet – eine Verbindung zum Wort säen. Beispiele für die Verbindung von Natur und Geist finden sich also viele. Auf dem Campus der Universität Trier hat die Verbindung von Landschaft und Architektur manche Besonderheit geschaffen. Seit 2013 dürfen wir uns zu 100 besonderen Orten in Deutschland zählen, eine Auszeichnung, die der Bund der deutschen Landschaftsarchitekten vergeben hat. Wenn also im Innern der Universität die Saat noch nicht aufgegangen ist, an der frischen Luft und mit Blick auf das Wasser wird es doch wohl gelingen.

Foto: Sheila Werner

Universität Trier – „..ja, wo laufen Sie denn?“

Eigentlich nimmt unser Protagonist eine ungewöhnliche Position ein. Rennen wir nicht meistens dem Bus hinterher? Unser Läufer ist offenbar der Zeit etwas voraus. Die Anspielung auf Loriots berühmte Rennbahnszene soll verdeutlichen, wie viele Formen der Bewegung auf und um den Campus der Universität möglich sind. Der Trimm-Dich-Pfad führt über unser Sportgelände, wer sich in Trier auf den Weg macht, der erlebt die Höhen und Tiefen der Ausläufer von Eifel und Hunsrück hautnah. Wer das Rad bevorzugt, kann auch in diesem Jahr seine CO2-Bilanz durch Teilnahme an der bundesweiten "Stadtradeln"-Aktion verbessern. Die Universität Trier ist wieder dabei. Eine Gruppe nennt sich übrigens "Bergziegen". Wer noch auf der Suche nach einer Sportart ist, der wird im uniSPORT definitiv fündig: Von A wie Aerobic bis Z wie Zumba ist vieles im Angebot: Mens sana in corpore sano.

Foto: Ann-Kathrin Scheck

Universität Trier – Forum für Frischluft

„Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten“, lehrt uns das Alte Testament. Ob die Forumsplatte der Universität seinerzeit von bibelfesten Menschen geplant und erbaut wurde, ist uns nicht bekannt. An irgendetwas hat es ihr dann doch wohl gemangelt. Sie ist nun – man betrachte den Zustand vor der Renovierungsphase und danach – wieder die wichtigste Verkehrsachse der Universität. Am Morgen geht es noch etwas ruhiger zu. Die Architekten und Bauplaner liebten damals das Wort „Interaktionszone“. Gemeint ist: Hier begegnet man sich. Ein wirklich öffentlicher Raum, der eben nicht nur durchlaufen wird. Der Rundplatz vor dem Eingang der Mensa ist seit jeher ein beliebter Treffpunkt und auch Fotomotiv. Wer hier auf die nächste Veranstaltung wartet oder eine schöpferische Pause einlegt, der atmet die gesunde Luft der Tarforster Höhe, die gelegentlich viel Frischluft anzieht und durchlässt. Ein Forum also, welches auch frische Gedanken beflügelt.

Universität Trier – finde den Stein der Weisen!

Da sitzt er nun – und erinnert uns an ein beliebtes Motiv der Kunst. Auguste Rodins Denker steht als Sinnbild für den zweifelnden Geist, der seine innere Spannung auf den Betrachter überträgt. Unser Protagonist scheint sich gerade einer eher entspannenden Lektüre zu widmen. Jedenfalls lässt er sich offenbar nicht aus der Ruhe bringen. Ein Campus lebt von solchen Plätzen, von Nischen, die, wie diese Freifläche zwischen Gebäude A und Gebäude N, dem akademischen Alltag eine besondere Note verleihen. Wer auf diesem Stein, auch Polyeder genannt, verweilt, der offenbart eine souveräne Form der Ruhe – kein Stein der Weisen, aber ein gutes Allheilmittel in bewegten Zeiten.

Universität Trier – Drehmomente inklusive

Gerade zu Beginn eines Semesters sind Klagen im Sinne von „Ich dreh‘ gleich durch“ zu hören. In der Tat dreht sich vieles um den Platz im Seminar, die Präsentationstermine, Arbeitsgruppentreffen, Vorlesungen, Sprechstundentermine. Aber nicht nur das löst Drehmomente aus. An vielen Stellen ist der Campus in Bewegung: Drehtür hier, Drehtür da, Fahrstuhl rauf, Fahrstuhl runter. Wer das Treppenhaus der bequemen Beförderung vorzieht, kann auch schon mal den berühmten Drehwurm verspüren. Die Aufnahme zeigt ein solches im Hochtrakt auf Campus II. Wer dort innehält und geduldig das nach Foucault benannte Pendel beobachtet, der wird feststellen: "Tamensi movetur!" - Sie dreht sich doch – die Erde.

Universität Trier – es blüht und blüht und blüht …

Frühling lässt sein blaues Band – jahraus, jahrein, mal früher, mal später. Immer häufiger diskutieren wir über unsere Jahreszeiten und sorgen uns meistens um den Winter. Der Frühling kommt – bestimmt. Auf dem Campus der Universität kündigt er sich mit stolzer Farbenpracht an. Und kann sich durchaus mit dem Spektakel, das Besucher von Washington, D.C. am Tidal Basin erleben dürfen, messen. Das blaue Band liefert hoffentlich der Himmel, aber garantiert immer die Gebäude der Universität selbst. Wenn beides möglich ist – Sonne und blühende Bäume – ist der Besuch von Vorlesung oder Seminar eine echte Herausforderung. Wer die Blüten in diesem Jahr nicht sehen konnte: Man nehme das Foto als Erinnerung und freue sich auf das nächste Mal.

14.000 Studierende, 100 Nationen, 1 Ort der Vielfalt

Mit dem Turmbau zu Babel verbinden wir eine biblische Geschichte, in der die Sprachverwirrung ein ambitioniertes Projekt verhindert. An der Universität Trier werden viele Sprachen gelehrt und gesprochen: Chinesisch, Japanisch, Spanisch, Englisch, Französisch, Russisch, Polnisch, Italienisch, Griechisch – und auch das klassische Latein. Verständigung, das wusste bereits Max Frisch, kann nur mit dem Wohlwollen der anderen gelingen. So erfreuen sich internationale Studierende nicht nur an der Sprache, die ihre eigene ist, sondern auch am Erlernen der deutschen Sprache - ob im Sprachenzentrum der Universität oder im Internationalen Zentrum, einem von Studierenden für Studierende getragenen Verein, in dem die Völkerverständigung großgeschrieben wird. Einen Turm haben wir in der Nähe unseres Campus auch. Er heißt Turm Luxemburg. Denn das Letzeburgische hört man hier an vielen Stellen – ohne deshalb verwirrt zu sein.

... setzt Signale

Lichtkunst der besonderen Art präsentiert die Universität im neu gestalteten Kellergeschoss eines Gebäudes, das im Zuge eines Konversionsprojekts auf dem Petrisberg Teil des Campus wurde. Wo einst die Kohlen für das Heizkraftwerk eines ehemaligen Hospitals lagerten, durfte der Lichtkünstler Mischa Kuball ein außergewöhnliches Raumerlebnis erzeugen. Die Aufnahme zeigt den Moment, in dem alles in rotes Licht getaucht ist. Für die Zukunft ein Ort, an dem sich Kunst und Wissenschaft miteinander vereinen. Das Fach Kunstgeschichte hat hier ein besonderes Signal gesetzt, dem weitere folgen werden.

Wo geht's denn hier zur Vorlesung? 

Zu einer Universität der kurzen Wege sollten auch komfortable Verbindungen gehören, die von A nach B, von B nach C usw. führen. Entsprechend sind die Gebäude auch durchbuchstabiert worden. Die „tubes“ sind Teil einer Architektur, die sich von der Fachwelt den unschönen Namen „Brutalismus“ geben ließ. Man vergleiche etwa die Bauweise des Centre Pompidou in Paris mit dem, was es in Trier zu sehen gibt. Dieser Campus ist mehr als eine Lernfabrik. Wer doch einmal die Orientierung verliert, dem sei gesagt: In den Gängen ist Begegnung wahrscheinlich – und wegweisende Hilfe auch.

... legt Wert auf einen guten Ton

Ein wesentliches Element der vielfältigen kulturellen Aktivitäten auf dem Campus ist die Musik.

Das Collegium musicum etwa besteht aus Orchester und Chor und bereichert seit vielen Jahren mit interessanten Konzerten das Angebot auf dem und außerhalb des Campus – hier in voller Konzentration zu sehen.

Für Schwung zu verschiedenen Anlässen sorgt die Bigband der Universität, die sich den Namen „Swing UniT“ gegeben hat. Und auch die vielen kleineren Initiativen legen Wert auf einen guten Ton.

Studieren mit Aussicht

An schönen Tagen kann man aus dem Lesesaal der Bibliothek bis in die Weiten des Moseltals schauen.

Die Universität Trier liegt auf einem Plateau über der Stadt und eröffnet nicht nur von diesem Ort interessante Aussichten.

Aber auch das Studium selbst wollen wir selbstverständlich als aussichtsreiches Unternehmen gestalten.

 

 

Hier geht dir ein Licht auf

Die Universitätsbibliothek ist das Herz der Universität. Sie liegt zentral auf unserem Campus und ist in dieser Abendaufnahme hell erleuchtet.

Wo, wenn nicht dort, sollte einem im Zuge des wissenschaftlichen Arbeitens ein Licht aufgehen?

Ein vom Licht durchfluteter Raum, in dem die Nutzer an Werktagen bis Mitternacht aus mehr als zwei Millionen Medienbeständen auswählen können – sogar die Fundstelle im Regal wird über den Online-Katalog angezeigt.

 

 

Veranstaltungstipp

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Workshop: Bloggen in den CAMPUSnews

Freitag, 28. Juli, 14-18 Uhr, Raum B 19