Nach der Übergabe der Förderurkunden und Gruppenfoto wurde gefeiert – aber auch über Geschäftsmodelle diskutiert und Praktikumsofferten gemacht.

Uni-Talenten durch Geld Freiheit geben

57 Studierende der Universität Trier erhalten Deutschlandstipendium – Unterstützung von regionalen Unternehmen

„Wir haben uns gefunden“, scherzen Volker Klassen und Anika Maria Bauer. Der Geschäftsführer der Trierer Hafengesellschaft mbH und die Economics-Masterstudentin haben sich an diesem Abend erst kennengelernt. Es ist ein Kontakt, der durch das Deutschlandstipendium entstanden ist. Das Logistik-Unternehmen ist einer von vier neuen Förderern des Deutschlandstipendiums für Studierende der Universität Trier.

17 Unternehmen beziehungsweise Stiftungen und eine Einzelperson aus der Region unterstützen im Rahmen des Deutschlandstipendiums talentierte Studierende der Universität Trier. Die Studierenden erhalten 300 Euro monatlich – jeweils zur Hälfte finanziert durch die lokalen Förderer und den Bund. „Doch das Deutschlandstipendium möchte nicht nur finanzielle Unterstützung geben, sondern auch den Austausch zwischen Studierenden und Unternehmen ermöglichen – auch in Hinblick auf die spätere berufliche Karriere“, sagt Petra Hower, Ansprechpartnerin für das Deutschlandstipendium an der Universität Trier.

Kontakt für die Karriere

Dass dies funktioniert, zeigen die regen Gespräche bei der Vergabefeier gestern Abend. An Stehtischen kamen Förderer und Stipendiaten zusammen, Geschäftsmodelle wurden diskutiert, Praktika und Werkführungen in Aussicht gestellt.

Zuvor bekamen die 57 Stipendiaten ihre Förderurkunden überreicht. Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel dankte in diesem Zusammenhang besonders den Unternehmen: „Wir freuen uns, dass wir 2018 durch Ihre Unterstützung noch mehr Stipendien vergeben konnten als im vergangenen Jahr.“

Der größte Einzelförderer war auch in diesem Jahr wieder die Nikolaus Koch Stiftung, die 25 Stipendien stiftete. „Wir unterstützen gerne Bildung. Es ist gut investiertes Geld“, erklärte Geschäftsführerin Dr. Barbara Stahl. „Ich finde es gut, dass das Geld frei zur privaten Verfügung steht.“

Viele der Stipendiaten hatten auch ihre Eltern mitgebracht.
Für ein Deutschlandstipendium können sich Studierende bewerben, die durch Leistung und Engagement auffallen.
Anika Maria Bauer erhält das von der Trierer Hafengesellschaft mbH geförderte Stipendium.

Und wofür verwenden die Stipendiaten die monatliche Unterstützung? Diese Frage stellte Universitätspräsident Jäckel einigen der Studierenden. Die Antworten darauf fielen divers aus: Viele wollen mit dem Geld ihre laufenden Kosten wie Miete oder Sprit finanzieren, um dadurch den Kopf frei fürs Studium zu haben. Aber auch eine Studienreise nach Japan wurde beispielsweise genannt.

Konzentrieren aufs Studium

„Es ist schön, wenn man durch das Stipendium neben dem Studium nicht ganz so viel arbeiten gehen muss. Für mich ist es auch eine schöne Rückmeldung zu meinen Leistungen“, sagte Jaqueline Hoffmann. Sie absolviert gerade mit Environmental Science und Geoinformatik gleich zwei verschiedene Masterstudiengänge.

Kriterien für die Auswahl der Stipendiaten sind sowohl außergewöhnliche Leistungen im Studium als auch soziales Engagement. Wer ein Stipendium bekommt, darüber entscheidet eine Jury, in der neben dem Universitätspräsidenten und Wissenschaftlern auch zwei Studierende sitzen. Die Stipendien laufen ein Jahr lang. Eine erneute Bewerbung ist möglich. Studierende der Universität Trier haben im Mai/Juni 2019 das nächste Mal die Chance, sich für das Deutschlandstipendium zu bewerben.

► Mehr Infos zum Deutschlandstipendium an der Universität Trier

Förderer 2018

Agfa Health Care, Bitburger Braugruppe, Clemens GmbH & Co. KG, Freundeskreis Trierer Universität, Gerolsteiner Brunnen, Herbert u. Veronika Reh Stiftung, JT International GmbH, Leyendecker Holzland, Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz, Nikolaus Koch Stiftung, moccamedia AG, Schloss Wachenheim, Sparkasse Trier, Steil Kranarbeiten, Trierer Hafengesellschaft mbH, Ulrike Jauslin-Simon, Volksbank Eifel eG und Volksbank Trier eG

Kontakt

Petra Hower
Forschung und Transfer
Tel.: +49 651 201-3124
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