Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen

Eine Möglichkeit Beruf und Familienarbeit besser miteinander vereinbaren zu können bietet die Teilzeitbeschäftigung. Teilzeitarbeit ist in vielfältigen Varianten möglich, sodass sowohl die familiären Bedürfnisse wie auch die Anforderungen am Arbeitsplatz berücksichtigt werden können.

Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen ist u.a. geregelt in

§ 11 TV-L

Mit Beschäftigten soll auf Antrag eine geringere als die vertraglich festgelegteArbeitszeit vereinbart werden, wenn sie

  • mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder
  • nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftige sonstige Angehörige tat­sächlich betreuen oder pflegen und dem Antrag keine zwingenden dienstlichen und betrieblichen Belange entgegenstehen. Dies gilt sowohl für bislang Vollzeitbeschäftigte, als auch für Teilzeitbeschäftigte, die ihre Arbeitszeit weiter reduzieren möchten. Bei der Gestaltung der Arbeitszeit ist im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten die besondere persönliche Situation zu berücksichtigen.

Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG)

Während der Elternzeit können Beschäftigte bis zu 30 Wochenstunden in Teilzeit arbeiten. Mehr Informationen finden Sie unter dem Punkt Rechtliche Regelungen > Elternzeit

Pflegezeitgesetz

Beschäftigte sind von der Arbeitsleistung vollständig oder teilweise freizustellen, wenn sie pflegebedürftige nahe Angehörige in häuslicher Umgebung pflegen (Pflegezeit max. 6 Monate). ... Wenn nur teilweise Freistellung in Anspruch genommen wird, haben Arbeitgeberseite und Beschäftigte über die Verringerung und die Verteilung der Arbeitszeit eine schriftliche Vereinbarung zu treffen. Hierbei hat die Arbeitgeberseite den Wünschen der Beschäftigten zu entsprechen, es sei denn, dass dringende betriebliche Gründe entgegenstehen.

Familienpflegezeitgesetz
(FPfZG)

Beschäftigte sind von der Arbeitsleistung für längstens 24 Monate (Höchstdauer) teilweise freizustellen, wenn sie  pflegebedürftige nahe Angehörige in häuslicher Umgebung pflegen (Familienpflegezeit). Bei minderjährigen pflegebedürftigen Angehörigen kann die Betreuung auch in außerhäuslicher Umgebung wahrgenommen werden. Während der Familienpflegezeit muss die verringerte Arbeitszeit wöchentlich mindestens 15 Stunden betragen. Pflegezeit und Familienpflegezeit dürfen gemeinsam 24 Monate je pflegebedürftigem nahen Angehörigen nicht überschreiten (Gesamtdauer).

§ 75 Abs. 4 und 5 Landesbeamtengesetz (LBG)

Beamtinnen und Beamte (im Vorbereitungsdienst), die

  • ein Kind unter 18 Jahren betreuen
  • ein nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftiges Kind über 18 Jahren pflegen oder
  • nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftige sonstige Angehörige pflegen, haben einen Anspruch auf Bewilligung der Teilzeitbeschäftigung, wenn zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen.
§ 19 a Abs. 3 Urlaubsverordnung (UrlVO)Auf Antrag ist den Beamten eine Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit bis zu 30 Stunden wöchentlich zu bewilligen, soweit zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen.

Ein grundsätzlicher Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung (aus anderen als familiären Gründen) ist im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)  und im Landesbeamtengesetz (LBG) verankert.