Verbundprojekte
Forschungsgruppen
DFG Forschungsgruppe 5663: Aschkenas in neuen Lebenswelten. Akteure, Praktiken und Räume in der jüdischen Geschichte Mitteleuropas während des 15. und 16. Jahrhunderts

Die Forschungsgruppe zielt ab auf ein vertieftes Verständnis der Lebenswelten aschkenasischer Jüdinnen und Juden im Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit. In jenen grob 200 Jahren seit dem Beginn der großen Vertreibungen um 1390 und bis zur demographischen Stabilisierung jüdischer Gemeinden unter repressiven Daseinsbestimmungen im Konfessionellen Zeitalter vollzogen sich gravierende gesellschaftliche Wandlungsprozesse. Damit verbunden waren massive Herausforderungen für den Fortbestand des mitteleuropäischen Judentums.
Sprecher: Prof. Dr. Stephan Laux, Geschichtliche Landeskunde
DFG Forschungsgruppe 5182 "Kontroverse Diskurse. Sprachgeschichte als Zeitgeschichte seit 1990"

Die Forschungsgruppe will die wichtigsten Themenfelder öffentlich-politischer Debatten seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten untersuchen und in eine diskurs- und sprachgeschichtliche Gesamtdarstellung einbetten. Anders als in der Historiografie wird „Sprachgeschichte als Zeitgeschichte“ bislang nur in Einzelstudien etwa zum Klimadiskurs oder zu Wirtschaftskrisendiskursen erforscht. Methodisch will der Verbund, der im Rahmen der D-A-CH-Zusammenarbeit mit dem SNF gefördert wird, zudem eine gemeinsame digitale Infrastruktur für die Diskursgeschichte entwickeln – ein dringendes sprachwissenschaftliches Desiderat.
Sprecher: Prof. Dr. Martin Wengeler, Germanistik
DFG Forschungsgruppe 2790 "Merkmalsintegration und -abruf in der Handlungssteuerung"

Die an der Universität Trier koordinierte, ortsverteilte Forschungsgruppe „Merkmalsintegration und -abruf in der Handlungssteuerung“ ("Binding and Retrieval in Action Control") ist eine von sechs Forschungsgruppen, die 2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) neu eingerichtet wurden. Die Förderung der Gruppe wird sich für die ersten drei Jahre auf etwa 1,8 Millionen Euro belaufen und dazu beitragen, dass an der Universität Trier eine national wie international führende Expertengruppe für menschliche Handlungssteuerung entsteht.
Sprecher: Prof. Dr. Christian Frings, Psychologie
DFG Forschungsgruppe 2698 "Kognitive Theorie des Tourette Syndroms - ein neuer Ansatz"

Zur ortsverteilten Forschungsgruppe, die am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Lübeck angesiedelt ist, gehört das Projekt "Hyperbinding bei Patienten mit GTS - ein genauerer Blick" unter Leitung von Prof. Dr. Christian Frings, Psychologie, Prof. Dr. Tobias Bäumer (Universität zu Lübeck) und Professor Dr. Bernhard Hommel (Technische Universität Dresden).
DFG Kolleg-Forschungsgruppe FOR 2603 "Russischsprachige Lyrik in Transition: Poetische Formen des Umgangs mit Grenzen der Gattung, Sprache, Kultur und Gesellschaft zwischen Europa, Asien und Amerika"

Lyrik war eine in Europa zunächst eher marginale und elitäre literarische Gattung und ist seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert unerwartet populär und produktiv geworden. Das Trierer Kolleg forscht mit einem Netzwerk von 150 internationalen Forscherinnen und -forschern aus 23 Ländern und mehr als zehn Fachgebieten zu dem ungewöhnlichen Thema. Das Kolleg schafft, ausgehend von der Slavistik, an der Universität Trier ein weltweit sichtbares internationales Zentrum für vergleichende Forschung zur Gegenwartslyrik.
Sprecherin: Prof. Dr. Henrieke Stahl, Slavistik
DFG Forschungsgruppe 2559 „Sektorenübergreifendes kleinräumiges Mikrosimulationsmodell (MikroSim)“

In der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsgruppe FOR 2559 „Sektorenübergreifendes kleinräumiges Mikrosimulationsmodell“ (MikroSim) wird ein Mikrosimulationsmodell der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland auf der Ebene von Personen und Haushalten entwickelt. Dieses Projekt wird von Arbeitsgruppen an der Universität Trier und der Universität Duisburg-Essen in enger Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt durchgeführt.
Ausgangsbasis ist ein anonymer synthetischer Datensatz aus den Vorbereitungsstudien zum Zensus 2011 (Prof. Dr. Münnich). Dieser synthetische Datensatz wird durch zahlreiche Quer- und Längsschnittdatensätze der empirischen Sozialforschung und amtlichen Statistik erweitert. Das Simulationsmodell soll verschiedene sozialpolitische und demographische Entwicklungsszenarien auf kommunaler und regionaler Ebene in ihren Konsequenzen abschätzen.
Sprecher: Prof. Dr. Ralf Münnich, Volkswirtschaftslehre
Graduiertenkollegs und -studiengänge
EU Graduiertenkolleg "UNVEIL - Unified Nondestructive Evaluation of Historical Artifacts"

Projektleitung: Prof. Dr. Benjamin Weyers (Koordination: IRL 2958 Georgia Tech CNRS Laboratory)
Förderer:EU Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) Doctoral Network
Laufzeit:1. März 2026 - 28. Februar 2030
RLP Forschungskolleg "XR-PATH - Immersive Extended Reality for Physical ActiviTy and Health"

Prof. Dr. Heike Spaderna, Prof. Dr. Ana Nanette Tibubos, beide Pflegewissenschaften, und JProf. Dr. Benjamin Weyers, Informatikwissenschaften
Kooperationsprojekt mit der Hochschule Trier
Förderer: Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz (im Programm "Forschungskollegs Rheinland-Pfalz" zur Förderung kooperativer Promotionen)
Laufzeit: 1. Juli 2021 - 30. Juni 2025
RLP Forschungskolleg "Artificial Intelligence based Meta Verse of Sustainable Production (AIMS)"

JProf. Dr. Dr. Benjamin Weyers, Prof. Dr. Ralph Bergmann, Prof. Dr. Peter Sturm, apl. Prof. Dr. Axel Kalenborn, alle Informatikwissenschaften
Kooperationsprojekt mit der Hochschule Trier
Förderer: Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz (im Programm "Forschungskollegs Rheinland-Pfalz" zur Förderung kooperativer Promotionen)
Laufzeit: 1. Juli 2024 - 30. Juni 2027
RLP Forschungskolleg "VORAN: Entscheidungen und Verhalten: Nachhaltigkeitsorientierung in Wirtschaft und Gesellschaft stärken"

Prof. Dr. Jörn Block, Prof. Dr. Kathrin Muehlfeld, Prof. Dr. Thorsten Semrau,Betriebswirtschaftslehre, Prof. Dr. Benjamin Weyers, Informatikwissenschaften
Kooperationsprojekt mit der Hochschule Mainz
Förderer: Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz (im Programm "Forschungskollegs Rheinland-Pfalz" zur Förderung kooperativer Promotionen)
Laufzeit: 1. Juli 2025 - 30. Juni 2028
Schwerpunktprogramme
DFG-Schwerpunktprogramm 2207: Computational Literary Studies

DFG-Schwerpunktprogramm 2207: Computational Literary Studies
Im Rahmen des Schwerpunktprogramms, das an der Universität Würzburg koordiniert wird, wird das Projekt "Beyond Words. Semantische und mehrteilige distinktive Merkmale für die Untersuchung literarischer Untergattungen" unter der Leitung von Prof. Dr. Christof Schöch (Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities) gefördert.

