Pflegewissenschaft

Das Berufsfeld der Pflege steht vor drängenden Herausforderungen. Der demografische Wandel lässt die Gesellschaft altern und erzeugt einen wachsenden Bedarf an professionellen Pflegekräften. Dafür wird an der Uni Trier auf Basis von Evidenzbasierung und modernen Lehrmethoden die Klinische Pflege weiterentwickelt.

Das Bachelorstudium der Pflegewissenschaft ist ein dualer Studiengang, er verbindet das Studium mit einer Berufsausbildung: Man arbeitet schon im Studium, verdient Geld und sammelt Berufserfahrung. Nach nur vier Jahren hat man gleich zwei Abschlüsse in der Tasche: eine staatlich anerkannte Berufsausbildung und einen Bachelor-Studienabschluss.

Als einzige Hochschule von Rheinland-Pfalz bietet die Uni Trier einen Master für übergreifende Aufgaben in der Pflege, Beratung und Prävention im Gesundheitsbereich. Er ist berufsbegleitend und kann problemlos an den Bachelorstudiengang angeschlossen werden. Studierende der Universität Trier bekommen die nötige Qualifikation, die Zukunft der Pflege mitzugestalten und erhalten hervorragende Chancen auf verantwortungsvolle Jobs.

Marie Rother, Bachelorabsolventin

„Schon seit meiner Schulzeit wollte ich unbedingt in die Pflege gehen. Mit dem Studiengang Pflegewissenschaften kann ich mein Abitur nutzen und Theorie mit Praxis verbinden.

Ich bin ein sehr empathischer und offener Mensch und will lieber mit Menschen als mit dem PC arbeiten.

Nach meinem Bachelorabschluss möchte ich erst einmal weiter in der Praxis arbeiten, um möglichst viele Erfahrungen in unterschiedlichen Klinik-Typen zu sammeln.“

Sally C. Beffort, Bachelorabsolventin

 „Der Bachelorabschluss hat in der Pflege einen hohen Stellenwert und ist international anerkannt. Ich möchte später mit Ärzte ohne Grenzen und auf eigene Faust um die Welt ziehen. Mit evidenzbasierter Praxis werde ich etwas von meiner guten Ausbildung an andere zurückgeben, die darauf keine Chance hatten.

Ich weiß selbst, wie es ist, Patientin zu sein. Deswegen kann ich mich gut in die Geschichten der Patienten einfinden und sie einfühlsam betreuen.“

Nadine Sutschet, Bachelorabsolventin

„Ich will dazu beitragen, Pflege zu professionalisieren. Eine Ausbildung und ein Studium gleichzeitig zu absolvieren, bedeutet zwar mehr Arbeit, dafür ist man aber deutlich höher qualifiziert. Im Studium beschäftigt man sich viel tiefgründiger mit der Pflege, als wenn man nur eine Ausbildung absolviert.

Im Anschluss an meinen Bachelor möchte ich noch den Master studieren. Damit will ich später im Pflege- und Qualitätsmanagement arbeiten.“

Ines Kopp, Bachelorabsolventin

„Ich wollte schon immer in einem Krankenhaus arbeiten. Doch statt für Medizin, entschied ich mich für das Studium der Pflege.

Hier kann ich von Beginn an arbeiten und meine theoretischen Erkenntnisse in der Klink anwenden.

In einem Medizinstudium hätte ich noch sehr lange auf die Berufspraxis warten müssen.“

Studieninhalte

In dem dualen Bachelorstudiengang muss man nicht bis zum Abschluss des Studiums warten, um theoretisches Know-how in der Berufspraxis anzuwenden. Das macht man von Beginn an. Das unterstützen die Dozenten, die jeder Zeit ein offenes Ohr für alle Anliegen haben. Im Studium bewegen sich Studierende in drei Welten: Sie lernen bei Praxisanleitern in der Klinik, bei Pflegepädagogen aus der Fachschule und bei den Professorinnen der Universität.

Die Lehrinhalte an der Universität verfolgen den Schwerpunkt der Klinischen Pflege und setzen sich aus den Bereichen Pflegewissenschaft und Gesundheitspsychologie zusammen. In der Pflegewissenschaft lernt man anhand aktueller Studienergebnisse, wie die Pflege als Prozess gesteuert wird und Patienten optimal versorgt werden können. In der Gesundheitspsychologie erwirbt man das Wissen, wie man das Gesundheitsverhalten eines Menschen fördert und welche Faktoren für die Gesundheit eine Rolle spielen.

Im berufsbegleitenden Masterstudiengang stehen vor allem Kenntnisse für Fach- und Führungskräfte über Arbeitsweisen verschiedener medizinischer Berufe im Vordergrund. Auch hier sind gesundheitspsychologische Kenntnisse und Fertigkeiten ein wichtiger Bestandteil. Studierende können sich auf zwei weitere Schwerpunkte spezialisieren: Advanced Nursing Practice und Gesundheitsförderung, Intervention und Forschung.

Voraussetzungen

Motiviert, Menschen so zu helfen, dass sie wieder gesund und chronische Leiden gelindert werden? Das ist das wichtigste Grundinteresse für eine Berufstätigkeit in der Pflege. Für ein Studium der Pflegewissenschaft sollte man außerdem gern aktiv mit Menschen arbeiten und sich mit der Situation in der Pflege sowie Pflegesituationen wissenschaftlich auseinandersetzen wollen. Das Bachelorstudium ist so organisiert, dass man während der Vorlesungszeit abwechselnd auf dem Campus lernt und praktisch in der Klinik arbeitet. Die Ausbildung, das Bachelorstudium und die eigenen Freizeitaktivitäten in Einklang zu bringen, erfordert ein sehr gutes Zeitmanagement.

Ganz wichtig zu wissen ist: Man kann sich erst für das Bachelorstudium der Pflegewissenschaft an der Universität Trier immatrikulieren, wenn man einen Ausbildungsvertrag mit einer der Partnerkliniken abgeschlossen hat.

·        Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Mitte, Trier

·         Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Nord, Trier

·         Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Ehrang, Trier-Ehrang

·         Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

·         Marienkrankenhaus Klinikum Eifel, Bitburg

·         Krankenhaus St. Josef, Hermeskeil

·         Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich

Der Master kann berufsbegleitend absolviert werden. Lehrveranstaltungen finden nur montags und dienstags statt. Voraussetzung, um den Masterstudiengang belegen zu können, ist ein abgeschlossener Bachelorstudiengang (B.Sc.) in Pflege- und Gesundheitswissenschaften oder im Pflege- und Gesundheitsmanagement, der Pflegepädagogik und der Pädagogik des Gesundheitswesens, Psychologie, Biomedizin, Therapiewissenschaften (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie), Hebammenwissenschaft, Heilerziehungspflege oder in Public Health.

Praktika

Es ist ratsam, vor Studienantritt des Bachelors schon mal ein mehrwöchiges Praktikum gemacht zu haben, um sich selbst im Berufsfeld der Pflege auszuprobieren und sich bewusst für einen Bildungsweg in diesem Bereich zu entscheiden. Ein Praktikum ist aber keine formale Zulassungsvoraussetzung zum Studium. Einen besonders guten Einblick geben Praktika in einer Klinik, in einem Altenheim oder an einem anderen Ort des Gesundheitswesens. Während des Studiums ist durch die wöchentliche Arbeit in der Klinik die praktische Ausbildung ein wesentlicher Bestandteil, so dass Theorie und Praxis zu jeder Zeit eng verzahnt sind.

Im Master ist ein sechswöchiges Praktikum Bestandteil des Studiums, das auch im Ausland absolviert werden kann. Dadurch sollen auch Studierende mit Berufserfahrung die Möglichkeit haben, noch darüber hinaus weitere Arbeitsbereiche kennenzulernen.

Auslandsaufenthalt

Für einen Auslandsaufenthalt ist durch die Kombination von Bachelorstudium und Berufsausbildung in vier Jahren wenig Zeit. Wenn man aber gern noch vor Abschluss des Hochschulstudiums einen Austausch oder ein Praktikum im Bereich der Pflege planen möchte, stehen die Studienberaterin und das International Office der Universität mit Rat und Tat zur Seite.

Das Masterstudium bietet noch einmal die Chance, während des Studiums ins Ausland zu gehen. Gerade das sechswöchige Praktikum im Studienverlauf bietet sich dazu an.

Berufsfelder

Studierende der Pflegewissenschaft haben sehr gute, weit gefächerte Berufsaussichten im wachsenden und abwechslungsreichen Berufsfeld der Pflege. Auf dem Arbeitsmarkt ist die Nachfrage nach Pflegekräften sehr hoch. Man kann als Gesundheits- und Krankenpfleger/in bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in der Pflege verantwortungsvolle Positionen im Krankenhaus, Altenheim, der ambulanten Pflege und der Medizintechnik bekleiden. Oder man beschäftigt sich als Pflegeberater und im Qualitätsmanagement mit der Entwicklung von Pflegekonzepten – immer unter dem Blickwinkel, was in Standards und Abläufen zu verbessern ist.

Der Bedarf an interprofessionell ausgebildeten Fach- und Führungskräften wächst. Mit dem Master in der Tasche ergeben sich noch weitere Berufsfelder. Mögliche Arbeitgeber können neben Kliniken auch Krankenkassen, Gesundheitsämter sowie Unternehmen sein, die Programme zur Gesundheitsprävention haben. Weitere Karrierewege bieten Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstitute.

Studiengänge

Die Pflegewissenschaft an der Universität Trier bietet den Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft – Klinische Pflege an. Mit dem Studium werden der akademische Abschluss Bachelor of Science und ein staatliches Examen in der Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege in acht Semestern Regelstudienzeit erworben.

Absolventen eine Bachelors können ihr Studium im berufsbegleitenden Masterstudiengang Interprofessionelle Gesundheitsversorgung fortsetzen.