Soziologie

Warum haben sich moderne Familienstrukturen verändert? Wie stützen soziale Netzwerke die Wirtschaft? Welche Vorstellungen bestimmen unseren Kinderwunsch? Und warum gehen Menschen zu Demonstrationen? Auf diese Fragen findet man nicht die eine, sondern viele Antworten.

Im Studium der Soziologie beschäftigt man sich mit Phänomenen des menschlichen Zusammenlebens und erforscht die charakteristischen Merkmale der modernen Gesellschaft. Die schärfsten Werkzeuge dafür sind die Datenerhebung, präzise Begriffe, Theorien und Modelle.

Mit sieben Professuren ist die Soziologie an der Universität Trier breit aufgestellt und bietet das weite Spektrum soziologischer Forschung. Studierende profitieren in Trier von einem vielseitigen und interdisziplinären Studium, das gute Karriereaussichten in spannenden Berufsfeldern eröffnet.

Jörn Rothacher, Bachelorstudent

"Die Stadt Trier ist der ideale Ort zum Studieren. In der Stadt leben verhältnismäßig viele Studierende. Dementsprechend gibt es viele Möglichkeiten, die Freizeit abwechslungsreich zu gestalten.

An der Soziologie der Universität Trier gefällt mir am meisten, dass sie einen umfangreichen Einblick in die verschiedenen Themenbereiche ermöglicht: von Sozialpolitik oder Wirtschaftssoziologie bis zu Kultursoziologie und Ethnologie. Hier ist man ist keine Zahl, sondern erfährt hochwertige Betreuung."

Simon Szygula, Masterstudent

"Da die Stadt und die Universität relativ klein sind, kommt man sehr schnell zurecht und kann sich gut einleben.

Das Studienfach Soziologie mit dem Schwerpunkt auf wirtschaftliche Themen gibt es nicht so oft in Deutschland.

Daher bin ich froh, dass die Universität Trier sogar einen Master in diesem Bereich anbietet."

Clemens Schmidt, Masterstudent

"Die Soziologie ist in Trier breit aufgestellt und erlaubt dennoch den Blick in spezifische Felder. Die Lehrenden sind motiviert, stehen den Studierenden mit Rat zur Seite und richten die Lehrinhalte auch nach ihren Interessen aus."

"Eine Besonderheit sind die praxisbezogenen Forschungsprojekte, welche Theorie mit Empirie verbinden und die Zusammenarbeit mit tollen Kooperationspartnern bieten. Der Studiengang Wirtschaftssoziologie behandelt nicht nur Klassiker, sondern auch aktuelle Entwicklungen."

Studieninhalte

Im Studium widmet man sich zuerst grundlegenden Theorien, Problemfeldern und Methoden der Soziologie. Man studiert das Zusammenleben der Menschen und ordnet soziale Phänomene in gesellschaftliche Zusammenhänge ein. In vertiefenden Veranstaltungen werden fach- und berufsbezogene Spezialisierungen in Arbeit und Sozialpolitik, Organisation und Markt sowie Medien und Kommunikation angeboten. Die Soziologie kooperiert intensiv mit anderen Studienfächern der Universität, vor allem der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre.

Die Bandbreite der Trierer Soziologie erstreckt sich über Forschungsfelder und Forschungsprojekte im Bereich der Wirtschafts-, Arbeits- und Organisationssoziologie, der Wohlfahrtsstaatsanalyse, der Gesundheits- und Familiensoziologie, Regionalstudien oder im Feld der Kommunikationssoziologie. Nach dem Bachelor bietet sich Studierenden die Option mit den Masterstudiengängen Wirtschaftssoziologie oder Medien- und Kultursoziologie ein unverkennbares Profil zu erreichen.

Voraussetzungen

Mit der Begeisterung zum abstrakten Denken und der Freude, sich mit Literatur auseinanderzusetzen die Tiefen der Gesellschaft ergründen: Soziologisches Arbeiten reicht von historischer Rekonstruktion über analytische Theorie- und Modellbildung bis zu qualitativen Einzelfallanalysen. Man braucht unbedingt die Neugier darauf. gesellschaftliche Strukturen und Veränderungen zu analysieren. Zum Durchführen von Studien, Auswerten und Darstellen von Daten sind mathematische und statistische Kenntnisse gefragt. Als globale Wissenschaftssprache wird Englisch verwendet und für die vielen Diskussionen und Hausarbeiten solltest man sich gut mündlich sowie schriftlich ausdrücken können.

Für das Studium der Soziologie braucht man keine bestimmte Abiturnote, denn es gibt an der Universität Trier keinen Numerus clausus (NC) für Soziologie. Für die Bachelorstudiengänge kann man sich immer zum Wintersemester einschreiben. Für die Masterstudiengänge empfehlen wir den Start zum Wintersemester, aber man kann auch im Sommersemester mit dem Master beginnen.

Praktika

Wer Soziologie studieren will, muss vorher kein Praktikum gemacht haben und auch im Studium ist es nicht verpflichtend. Dennoch sollte man sich frühzeitig um praktische Tätigkeiten bemühen, um Einblicke in mögliche Berufsfelder zu gewinnen, erste Erfahrung in der Berufspraxis zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Wer Soziologie im Hauptfach oder Sozialwissenschaften im Kernfach studiert, ist sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium verpflichtend in ein Studienprojekt integriert. Darin setzt man eine soziologische Forschungsfrage in einem praktischen Forschungsprojekt um.

 

 

Auslandsaufenthalt

Das Fach Soziologie unterhält zahlreiche Partnerschaften mit Hochschulen weltweit. Allein im EU-geförderten Austauschprogramm Erasmus sind 50 Universitäten in 21 Nationen eingetragen, bei denen man sich für einen Auslandsaufenthalt bewerben kann. Zur Planung und Finanzierung von Auslandsaufenthalten sowie Praktika im Ausland gibt es viele Programme. Man kann aber auch auf eigene Faust einen Austausch an der persönlichen Wunsch-Universität machen oder ein Traum-Praktikum absolvieren. Wichtig dafür ist Eigeninitiative. Informationen und Beratung gibt es beim fachbereichseigenen ERASMUS-Koordinator oder im Akademischen Auslandsamt der Universität.

Berufsfelder

Mit dem Abschluss des Studiums wird man zum Soziologen ohne auf ein klar umrissenes Berufsbild festgelegt zu sein. Es ist wichtig, sich von Beginn an mit der eigenen Berufsperspektive zu beschäftigen. Die Stärke des Soziologiestudiums ist seine Offenheit. Jobs sind möglich in Bereichen wie Öffentlichkeitsarbeit, Organisations- und Personalentwicklung, in internationalen Organisationen, der Öffentlichen Verwaltung, in Unternehmen oder dem Bildung- und Kultursektor. Interessante Erfahrungsberichte gibt es auf der Homepage des Bundesverbandes Deutscher Soziologinnen und Soziologen e.V.. Es lohnt, sich im Studium früh zu spezialisieren und parallel entsprechende Praxiserfahrung zu sammeln.

 

 

Studiengänge

Das Fach Soziologie kann man an der Universität Trier je nach Interessenslage mit unterschiedlichen Schwerpunkten studieren. Der Studiengang Sozialwissenschaften ist ein Kernfachbachelor, in dem man in der Soziologie, der Betriebs- und der Volkswirtschaftslehre lernt. Das gibt dem Studiengang ein sehr spezifisches Profil mit wirtschaftswissenschaftlichen Qualifikationen, das es in dieser Form nur an wenigen Universitäten in Deutschland gibt.

Wenn man sich ganz auf Soziologie konzentrieren will, bietet es sich dagegen an, es als Bachelor mit Haupt- oder Nebenfach zu wählen und mit einem anderen Fach aus der angebotenen Vielzahl der Studienfächer zu kombinieren.

Nach dem Bachelor sind direkt im Anschluss an der Universität Trier die Master-Studiengänge Wirtschaftssoziologie, Medien- und Kultursoziologie sowie Soziologie als Nebenfach möglich.