Maike Obenhaus bei der Vorstellung ihrer Masterarbeit während der Preisverleihung. Foto: www.audimax.de

Auszeichnung für innovative Master-Arbeit

Studentin Maike Obenhaus von der Universität Trier hat beim bundesweiten MINT-Award IT 2019 den zweiten Platz belegt. Sie ist die erste Frau, die in dieser Wettbewerbskategorie eine Auszeichnung erhalten hat.

Ausgezeichnet wurden in diesem Wettbewerb die besten Abschlussarbeiten, die sich in diesem Jahr mit dem Thema Mobilität befassen mussten. Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl der prämierten Arbeiten waren Innovationskraft, Industrierelevanz und die wissenschaftliche Herangehensweise. Maike Obenhaus, Masterstudentin der Angewandten Geoinformatik, hat in ihrer Abschlussarbeit den innovativen Ansatz verfolgt, wie Luftbilder zur Erstellung von Straßenkarten für autonomes Fahren genutzt werden können.

Luftaufnahmen eröffnen gegenüber den hierfür gewöhnlich verwendeten Fotos, die aus fahrenden Autos aufgenommen werden, Vorteile. Auf Luftaufnahmen sind auf Straßen angebrachte Markierungen wie Linien, Pfeile oder Radfahrersymbole besser zu erkennen und auszuwerten. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit entwickelte Maike Obenhaus zudem als besondere IT-Leistung einen Algorithmus, der Sensoren in autonomen Fahrzeugen in die Lage versetzt, die auf Straßen angebrachten Symbole zu erkennen und für die Steuerung zu verwerten.

Als erste Frau ausgezeichnet

Die Masterarbeit wurde an der Universität Trier von Prof. Dr. Thomas Udelhoven im Fach Umweltfernerkundung und Geoinformatik betreut. Das Preisgeld von 1.500 Euro wird Maike Obenhaus in die Jobsuche und einen Ortswechsel investieren, der nach dem Abschluss ihres Studiums wahrscheinlich ansteht. Dass sie als erste Frau in dieser Kategorie einen Preis gewonnen hat, macht sie ein wenig stolz. „Am wichtigsten ist mir, dass ich damit zeigen kann, dass das Geschlecht in diesem Themenbereich keine Rolle spielt.“

Der MINT-Award IT 2019 wurde von den Unternehmen ZF und audimax MEDIEN verliehen. Ausgezeichnet wurden die drei besten Abschlussarbeiten mit Preisgeldern in Höhe von 3.000, 1.500 und 1.000 Euro. Teilnahmeberechtigt waren Studierende und Hochschulabsolventen von MINT-Studienfächern.