Im Rahmen einer Führung begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche durch Deutschlands älteste Stadt. Natürlich durfte auch die Porta nicht fehlen.
Im Rahmen einer Führung begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche durch Deutschlands älteste Stadt. Natürlich durfte auch die Porta nicht fehlen.

Alte Kulturen erleben und entschlüsseln

Unter diesem Motto boten die Altertumswissenschaften der Universität Trier Oberstufenschülerinnen und -schülern tiefe Einblicke ins Studium.

Die Studieninhalte der Fächer Ägyptologie, Klassische Philologie und Papyrologie Schülerinnen und Schülern näher zu bringen sowie Interesse für die Erforschung der Antike zu wecken, stand im Mittelpunkt eines dreitägigen Workshops. „Zum anderen steht hinter dem Workshop die konkrete Intention, Studierende für die Fächer der Altertumswissenschaften am Standort Trier zu finden“, erklärt JProf. Dr. Diego De Brasi, der den Workshop zusammen mit seinen Kollegen Prof. Dr. Martina Minas-Nerpel und JProf. Dr. Patrick Reinard organisierte.

Ägyptologie, Klassische Philologie und Papyrologie

„Das ist uns auch gelungen“, fährt De Brasi fort. Er schwärmt von der engagierten Mitarbeit sowie der Leidenschaft zur Entdeckung der Antike der insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler, die am Workshop teilgenommen haben. Teilweise hätten die Teilnehmenden sogar über zwei Stunden Anreise an jedem einzelnen Tag auf sich genommen. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir bei der großen Mehrheit der Teilnehmenden ein starkes Interesse für ein altertumswissenschaftliches Studium in Trier wecken oder bekräftigen konnten.“

In kurzen Impulsvorträgen über das Alltagsleben im alten Ägypten, die Entschlüsselung der Hieroglyphen vor genau 200 Jahren oder den griechischen Blick auf die altägyptische Kultur wurden den Schülerinnen und Schülern die drei beworbenen Fächer der Altertumswissenschaften vorgestellt. Dabei wechselten sich die Vorträge mit praktischen Workshops, dem Besuch der Original- und Abgusssammlung der Klassischen Archäologie, einem Rundgang über den Campus der Universität Trier sowie einer Stadtführung zu den antiken Baudenkmälern Triers ab. Die Impulsvorträge wie auch die sonstigen Inhalte der Initiative fokussierten sich besonders auf das methodische Arbeiten in den Altertumswissenschaften, wobei das Studieren und Erforschen der antiken Vergangenheit praktisch und unmittelbar haptisch erfahrbar gemacht wurde.

An den Stücken der Original- und Abgusssammlung lässt sich alte Geschichte anschaulich erklären.
An den Stücken der Original- und Abgusssammlung lässt sich alte Geschichte anschaulich erklären.

Latein und Altgriechisch sind keine Voraussetzung für ein Studium der Altertumswissenschaften

Teilnehmen konnten Oberstufenschülerinnen und -schüler aus ganz Deutschland. Explizit beworben wurde der Workshop zusätzlich an Gymnasien und integrierten Gesamtschulen, die Latein oder Altgriechisch anbieten. Entsprechende Sprachkenntnisse sind aber keine Pflicht für ein Studium der Altertumswissenschaften an der Universität Trier, sondern können auch noch während des Studiums erworben werden.

Der in dieser Form in ganz Rheinland-Pfalz einmalige Workshop fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt, doch laut den Organisatoren sei fest geplant, auch in den kommenden Jahren entsprechende Workshops anzubieten.

Unterstützt wurden der Workshop durch den Freundeskreis der Universität Trier und den Landesverband Rheinland-Pfalz im Deutschen Altphilologenverband.

In Workshops erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler selbst Wissen über die Antike.
In Workshops erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler selbst Wissen über die Antike.

Weitere Informationen zum Workshop

Kontakt

JProf. Dr. Diego De Brasi
Klassische Philologie
Tel. +49 651 201-2357
E-Mail: debrasi@uni-trier.de

Prof. Dr. Martina Minas-Nerpel
Ägyptologie
E-Mail: minasuni-trierde

JProf. Dr. Patrick Reinard
Papyrologie
E-Mail: reinarduni-trierde