Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel informierte Ministerpräsidentin Malu Dreyer über die Entwicklungen in den Studiengängen der Pflegewissenschaft.

Attraktives Pflegestudium in Trier

Ministerpräsidentin Malu Dreyer informierte sich bei ihrer Sommerreise an der Universität Trier über Studiengänge in der Pflegewissenschaft.

Ein Wunsch der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist in Erfüllung gegangen, ein anderer noch nicht. Die Universität Trier hat sich in den vergangenen Jahren in der bundesweiten Pflegewissenschaft-Landschaft wunschgemäß zu einem beachteten Standort entwickelt. Ihre Hoffnung, dass sich mit der Akademisierung der Pflege mehr Männer für das Studium interessieren, konnte zumindest in Trier noch nicht realisiert werden.

Als frühere Sozialministerin hatte sich Malu Dreyer dafür eingesetzt, an der Universität Trier Pflegewissenschaft zu etablieren. „Pflege ist mir eine Herzensangelegenheit und Trier ist ein wichtiger Gesundheitsstandort“, begründete die Ministerpräsidentin ihr Engagement für das Pflegewissenschaft-Studium am Standort Trier, das 2014 eröffnet wurde. „Es macht mich stolz, was hier an der Universität entstanden ist“, sagte die Preisträgerin des Deutschen Pflegepreises, der nur sehr selten an Politiker verliehen wird.

Im Gespräch mit Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel und Studierenden wurde der Blick vor allem nach vorne gerichtet. Das Fach Pflegewissenschaft wird dank der Unterstützung des Landes um weitere vier auf dann sechs Professuren aufgestockt. Ein Schwerpunkt der Neuausrichtung soll „Digitale Assistenz in der Pflege“ werden, informierte Michael Jäckel die Ministerpräsidentin.

Neue Studienform

Auch wenn sie nicht mehr davon betroffen sein werden, blicken die aktuell Studierenden mit Sorge auf die anstehenden Veränderungen des Studiengangs. Nach dem Pflegereformgesetz kann Pflegewissenschaft künftig nicht mehr als duales Studium angeboten werden. Trotz der hohen Belastung schätzen die Studierenden die duale Studienform sehr – zum einen wegen der Vergütung und wegen der zwei Abschlüsse: ein Bachelor und einen als staatlich anerkannte Pflegefachkraft.

In dem künftigen primärqualifizierenden Studium müssen die Praxisphasen in der vorlesungsfreien Zeit in kooperierenden Einrichtungen absolviert werden – nach aktuellem Stand ohne Entlohnung. „Es wird am Ende nicht ohne Vergütung gehen“, sieht Ministerpräsidentin Malu Dreyer Nachbesserungsbedarf, um den Studiengang attraktiver zu machen. Allerdings erkannten die Studierenden auch Vorteile der Neuerung. Die längeren Praxisphasen erlauben eine bessere Integration in die Pflegeteams und es entstehen klarere Strukturen, indem sich häufige Wechsel zwischen Universität, Pflegeschule und Pflegeeinrichtung reduzieren.

„In der Pflege hat sich in den letzten Jahren viel getan. Seien Sie selbstbewusst und fordern Sie etwas für sich ein“, riet die Ministerpräsidentin den Studierenden für den weiteren Studien- und Berufsweg. Um einen Job müssen sie sich keine Sorgen machen angesichts der hohen Nachfrage. Gut vorbereitet auf das Berufsleben werden sie ebenfalls sein und zwar in allen Bereichen der Pflege. „Unser akademisches Angebot ist breit gefächert. Wir bilden für die Pflege in allen Altersstufen aus“, informierte Studiengang-Koordinatorin Dr. Iris Schneider. Das wird auch für den kommenden primärqualifizierenden Studiengang und den erstmals im nächsten Wintersemester angebotenen Master-Studiengang gelten.     

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