21 Lichtblicke für 2021

Das Jahr 2020 haben wir mit großen Plänen für das Jubiläum begonnen. Das Jahr 2021 begann unspektakulär. Wir wissen aktuell nicht, wie lange die Pandemie uns noch zu Dingen verpflichtet, die wenig Elan verbreiten. Mit dem Projekt „21 Lichtblicke“ wollen wir deshalb jetzt, zu Beginn des Jahres 2021, ein Zeichen setzen.

Das Licht ist an unserer Universität eine beliebte Metapher. An der Lichtinstallation „Lumeus 42“ kann man sich seit dem 1. Dezember des vergangenen Jahres am Campus II in den Abendstunden erfreuen. Nun werden wir aktiv daran arbeiten, dass es in diesem Jahr auch viele weitere Lichtblicke für die Universität Trier geben wird, und zwar solche mit einer positiven Ausstrahlung. Wir wissen heute natürlich nicht im Detail, was da noch kommen wird. Aber wir wollen das Jahr auf diese Weise herausfordern. Und wenn es sich als eine selbsterfüllende Prophezeiung erweist, kann uns das ja nur recht sein.

Prof. Dr. Michael Jäckel
Präsident der Universität Trier


3 EIN HOCH AUF DEN GELBEN WAGEN!

Die Botanik erfreut sich dieser Tage an der Lenzrose. Sie bringt Farbe in den Alltag, ebenso die Blume des Jahres 2021. Die Wahl fiel auf den Großen Wiesenknopf: neues Leben, neue Ideen, neue Signale.

Wer in den Höhenstadtteilen von Trier lebt, der kennt die fahrenden Händler, die, zumeist mit frischen Backwaren, die Bevölkerung direkt vor Ort versorgen. Zugleich ein kurzer Treff für Nachbarn. Manche künden sich mit einem Hupgeräusch oder einem Klingelton an. Auch im Studierendenwerk Trier hat es jetzt geklingelt. Ein wirklich originelles Mobil macht durch sein Aussehen und eine bestechende Signalfarbe auf sich aufmerksam. Wer möchte da nicht in einem studentischen Wohnheim in Trier zuhause sein? Denn fortan kommt das Essen direkt vor die Tür. „hin & lecker“: eine mobile Mensa in einer Zeit, die gerade jetzt wieder an Bewegung denkt. Wie es funktioniert? Einfach nachlesen – viele Wege führen zum Ziel:

https://www.mensamobil.de/

Ich gehe davon aus, dass anschließend ein „hin & weg“ dem gelben Wunderwagen Flügel verleiht. Einst sang ein Bundespräsident: „Hoch auf dem gelben Wagen“. Jetzt singen die Campus-Bewohner: „We all live in a yellow caravan.“

 


2 DIE VIELFALT DER BEGEGNUNGEN

Nach zehn Monaten wird die Liste des Versäumten und Nachzuholenden allmählich lang. Aber ebenso lang ist die Liste alternativer Aktivitäten. Vor wenigen Tagen erzählte mir ein Kollege von seinem Tea Time-Format: Außerhalb von Seminar oder Vorlesung unterhält er sich mit seinen Studierenden über das Studium an sich, auch über die eine oder andere öffentliche Kontroverse. Solche Zusammenkünfte finden an vielen Stellen statt. Es verbindet und überbrückt. In einem solchen Online-Treffen mit internationalen Studierenden der Universität Trier ist spürbar geworden, wie sehr dieser Austausch gewünscht wird. Daher sei an dieser Stelle zunächst noch einmal an das „Café International“ des Internationalen Zentrums erinnert, das auch während der Pandemie „geöffnet“ hat.

https://www.uni-trier.de/index.php?id=66998

Ein weiteres Beispiel unter vielen. Apropos Liste: Für die akademische Welt ist das Symposium, der Workshop oder die Tagung das Format für eine Mischung aus wissenschaftlicher Auseinandersetzung und zwangloser Zusammenführung. Am Ende dieser Woche (5. Februar, 19 Uhr) lädt das Fach Anglistik zu einem weiteren Literaturgespräch ein. Es geht um schöne englischsprachige Romane, aus Sicht der digitalen Podiumsteilnehmer um die schönsten. Wer dabei sein wird? Das erfahren Sie hier:

https://lieblingsromane-trier.de/

Vielleicht geht Ihnen ja ein Licht auf. Am Ende werden es wieder viele Empfehlungen sein. Und wer nicht auf dieser Bücherliste steht, kann selbstverständlich trotzdem entdeckt werden.

 

1 DAS TRIERER FILMFESTIVAL

Es gibt viele Geschichten, die das Leben erzählt. Das gilt für das eigene, aber in gleicher Weise für die vielen anderen. Gerade diese Welt außerhalb unserer alltäglichen Reichweite, also der unmittelbaren Erfahrung, macht neugierig. Für diese Faszination steht das Kino und auch das Trierer Filmfestival, das erneut vom Fach Ethnologie der Universität Trier veranstaltet wird. Der Blick in andere Welten und Kulturen steht bei den insgesamt 17 Filmen im Mittelpunkt. Alles natürlich digital, aber die Nähe zu den Regisseuren wird in einigen Fällen durch Interviews, die Studierende des Fachs geführt haben, möglich gemacht. Aus unserer Sicht ein erster Lichtblick in diesem Jahr 2021.

Vergangenes Jahr feierte das Kino ein Jubiläum: 125 Jahre zuvor hatten die Gebrüder Lumière in Paris den Bildern das Laufen gelernt. Film nannte man es später. Aber allein der Zufall, dass die Lumières – vor und mit ihnen viele andere Pioniere – mit Material und Licht experimentierten, macht das Filmfestival zu einem gelungenen Auftaktkandidaten. Die Filme laufen vom 25. – 31. Januar.

 https://transkulturelleskino.de/

Einen Tag nach einem traditionellen Januar-Filmfestival in Saarbrücken, das den Namen von Max Ophüls trägt, übernimmt somit Trier die Regie. Und – das sei abschließend auch erwähnt – Trier selbst hat eine Kinogeschichte, die mit dem Namen von Peter Marzen verbunden ist. Die Trierer Medienwissenschaft hat nicht nur diese Pionierleistung untersucht, sondern auf vielfältige Weise die historische Projektionskunst – eben Lichtspiele – unter die Lupe genommen.