Das START-Projekt

Zum Wintersemester 2021/22 startet ein neues Pilotprojekt an der Universität Trier, gefördert durch die Nikolaus-Koch-Stiftung und in Kooperation mit dem Autismus Trier e.V. START steht für "Studienanfänger*innen mit Teilleistungsstörung oder Autismus-Spektrum-Störung mit Rat und Tat zur Seite stehen".
Das START-Projekt stellt neurodiversen Studierenden, also jenen mit einer Teilleistungsstörung, AD(H)S und/oder Autismus-Spektrum-Störung Buddies zur Seite, die bei der Bewältigung des Studienalltags helfen.

Teilleistungsstörungen äußern sich zum Beispiel als Leistungsdefizite beim Schreiben (Legasthenie) aber auch als Wahrnehmungsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite, Kontaktschwierigkeiten und emotionalen Störungen, wie sie z.B. bei dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) und der Autismus-Spektrum-Störung (ASS) vorkommen. Studierende mit diesen Beeinträchtigungen haben oft einen schwierigeren Start an der Uni als andere und können etwas Unterstützung gut gebrauchen, damit sie das Studium nicht voreilig, aus Gründen der Überforderung, wieder aufgeben müssen.

Für neurodiverse Menschen kann der Aufbau neuer Strukturen an der Uni, wie z.B. eine neue Wohnsituation oder der morgendliche Weg zur Uni schwierig sein, da sie anders auf Veränderungen reagieren. Auch wenn es darum geht, Termine einzuhalten oder Kontakte zu knüpfen und Netzwerke aufzubauen, geraten neurodiverse Menschen in die Situation einer Überladung mit Sinneseindrücken und können mit Rückzug reagieren.

Betroffene Studierende, die in Corona-Zeiten mit dem Studium begonnen haben, sind daher mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Viele haben weder den Campus noch andere Studierende richtig kennenlernen können, sie fühlen sich isoliert und mit studienorganisatorischen Aufgaben überfordert.

Dabei mangelt es Studierenden mit diesen Beeinträchtigungen keinesfalls an Intelligenz. Sie sind, mit etwas Unterstützung bei der Bewältigung des Studienalltags, durchaus in der Lage, sehr gute Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen. Der Überforderung könnte mit etwas Unterstützung zu Beginn des Studiums, entgegengewirkt werden. Diese Unterstützung soll mit Hilfe studentischer Tutor*innen geboten werden.

Bei mir wurde eine Teilleistungsstörung, AD(H)S oder ASS diagnostiziert. Wie komme ich an einen Buddy?

Neurodiverse Studierende an der Universität Trier, die aktuell im ersten bis dritten Semester studieren, können sich direkt bei der Zentralen Studienberatung melden und dann einem Buddy zugewiesen werden.

Die Tutor*innen helfen 2-3 Stunden pro Woche mit Tipps, Ratschlägen und Unterstützung zum Studium, helfen beim Einfinden auf dem Campus und erleichtern so den Studienanfang an der Universität und die Eingewöhnung in Trier.

Haben Sie Interesse oder benötigen noch weitere Informationen? Dann melden Sie sich einfach bei Nathalie Beßler unter Tel. 0651 201 3149 oder bessleruni-trierde.


Flyer START

Das Projekt wird gefördert durch

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