Montagsvorträge aus Forschung und Lehre

Im Mittelpunkt dieses offenen Angebotes des 'Campus der Generationen' stehen Wissenschaftler*innen der Universität Trier, die im Rahmen eines Vortrags aktuelle Themen aus ihren Arbeitsbereichen vorstellen. Die Vortragsreihe bietet die Möglichkeit, Forschungsinhalte, Fragestellungen, Arbeitsweisen und Ergebnisse aus ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen der Universität kennen zu lernen.

Der Besuch aller Montagsvorträge ist gebührenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Die 'Hochschulgruppe der Seniorstudierenden' lädt im Anschluss an die Vortragsreihe zum 'Montagstreff' ein.

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Termin: montags,14:00 – 15:30 Uhr s.t.
Ort: Gebäude A, HS 1
und im Livestream über Zoom

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Zoom-Link:

uni-trier.zoom.us/j/89934156255

Meeting-ID: 899 3415 6255
Kenncode: UniTrier1

Programm der Vortragsreihe im Wintersemester 2022/23

 

ACHTUNG: Dieser Termin ENTFÄLLT krankheitsbedingt.

09.01.2023
Chancen und Grenzen repräsentativer Demokratie – Soziologische Beobachtungen

Soziologie: Prof. Dr. Martin Endreß
 

 

16.01.2023

Recht auf Dorf - Ansätze zur Stärkung ländlicher Gesellschaften

Geographie - Wirtschaftsgeographie: Jun.-Prof. Dr. Michael Mießner

Recht auf Dorf: Ansätze zur Stärkung ländlicher Gemeinschaften
In den letzten Jahren sind ländliche Räume wieder vermehrt in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit gelangt. Dabei wird häufig ein Bild abgehängter Regionen gezeichnet, die durch einen Mangel politischer Partizipation gekennzeichnet sind und besondere politische Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigen. Ländliche Orte und ihre Bewohner*innen erscheinen so als Bedürftige und nur selten als eigenständige Akteure. Die regionalpolitischen Strategien zur Behebung dieser „Missstände“ ist darauf ausgerichtet die Position ländlicher Räume im Wettbewerb der Regionen zu verbessern. Dass ein solcher Wettbewerb immer auch Verliererregionen und Benachteiligungen innerhalb einzelner Räume produziert, wird dabei ausgeblendet. Im Vortrag sollen mit dem „Recht auf Dorf“ Eckpunkte für eine alternative Landpolitik vorgestellt werden, die die ländlichen Akteure als handelnde Subjekte ernst nimmt und sich nicht in das Wettbewerbsdogma einfügt.

 

23.01.2023

Die Rolle von Koalitionsverträgen in Deutschland

Politikwissenschaft - Empirische Demokratieforschung : Jun.-Professorin Dr. Theres Matthieß

Koalitionsverträge sind rechtlich zwar nicht bindend, dennoch nehmen sie in der deutschen Politik eine zentrale Rolle ein. Sie sind das Produkt eines – mehr oder minder langen – Aushandlungsprozesses zwischen den Koalitionspartnern. Welche und wie viele Vorhaben werden ganz generell in Koalitionsverträgen festgehalten? Worauf hat sich ganz konkret die Ampelkoalition geeinigt? Und wie viele der Koalitionszusagen werden in der Regel gebrochen? Der Vortrag liefert Einblick in die empirische Forschung zu Koalitionsverträgen der aktuellen und vergangenen Regierungen in Deutschland. Auch nimmt er dabei in den Blick, was Wähler:innen (nicht) wahrnehmen – und welche Herausforderungen für die Demokratie aus dem Auseinanderklaffen zwischen Erwartung und politischer Realität entstehen.

 

30.01.2023

Santo Domingo: Das (sprachliche) Tor zur Neuen Welt

Romanistik: Prof. Dr. Andre Klump

Santo Domingo, die heutige Hauptstadt der Dominikanischen Republik in der Karibik, wurde 1498 gegründet und gilt als die älteste von Europäern errichtete Stadt der Neuen Welt. Hier entstanden seinerzeit die erste Kathedrale, die erste Real Audiencia (Gerichtshof), die erste Festung, die erste Schule sowie die erste Universität in Amerika, von hier aus kam es sodann zur Entdeckung, Eroberung und Besiedlung der überseeischen Gebiete.
Santo Domingo bildet zugleich den historischen Ausgangspunkt der Verbreitung der spanischen Sprache, die heute offiziell in 19 Ländern Nord-, Zentral- und Südamerikas sowie in der Karibik gesprochen wird. Auch kam es auf der Insel Hispaniola zum ersten Sprachkontakt mit indigenen Völkern, der auch den Wortschatz in Europa nachhaltig prägen sollte.

Im Rahmen dieses Vortrags werden diese (sprach-)geschichtlichen Ereignisse illustriert und sogleich aufgezeigt, welche Forschungsfragen und -ansätze sich hieraus für die hispanistische bzw. hispanoamerikanische Sprachwissenschaft ergeben.

 

 

06.02.2023

Richtig oder Falsch? Zweifelsfälle der deutschen Gegenwartssprache und ihre sprachhistorische Einordnung

Germanistik: Prof. Dr. Claudine Moulin

Die Vorlesung beleuchtet Normprobleme und Unsicherheiten der Gegenwartssprache aus sprachhistorischer Sicht. Dabei steht insbesondere eine kritische Auseinandersetzung mit dem vermeintlichen "richtigen" oder "falschen Deutsch" im Vordergrund der Betrachtung. Hierzu werden wir gemeinsam eine Einordnung der heutigen Schwankungsfälle im Rahmen von Sprachwandeltheorien vornehmen und exemplarische Fälle (etwa „mit langem blondem/ mit langem blonden Haar“; „sie buk/backte“) diskutieren. Sprachunsicherheiten können dabei vielfach als Motor von Sprachwandel oder als sprachliche „Reparaturmechanismen“ verstanden werden. 

 

 

Für den Besuch im Hörsaal gilt, gemäß der Informationen für die Auswirkungen des Coronavirus auf den Universitätsbetrieb seit dem 13. Juni 2022 keine Maskenpflicht mehr.

Es gilt die Empfehlung, weiterhin in den Innenräumen der Universität eine Maske zu tragen.

[Stand: 20.10.2022]