Doppelabschluss

Sie überlegen, zu Ihrem aktuellen Studiengang einen weiteren Studiengang hinzuzunehmen? Wir wollen Ihnen im Folgenden erläutern, wie dies funktioniert und welche Vor- und Nachteile ein Doppelabschluss hat.

Wie funktioniert der Doppelabschluss?

Sie können sich zusätzlich zu Ihrem bestehenden Bachelorstudiengang noch in einen weiteren Bachelorstudiengang einschreiben. Oder zu Ihrem bestehenden Masterstudiengang noch einen weiteren Masterstudiengang hinzunehmen. Dies erfolgt über einen Antrag auf Studiengangänderung [Link].
Beachten Sie, dass Sie dann auch zwei Studienabschlüsse erreichen müssen. Sobald Sie einen der beiden Studiengänge abgeschlossen haben und noch in einem weiteren eingeschrieben sind, ist dies dann ein kostenpflichtiges ►Zweitstudium ab dem darauffolgenden Semester. Damit der Doppelabschluss kostenlos bleibt, müssen beide Studienabschlüsse im selben Semester abgeschlossen werden (Ausnahmen bilden Fälle, die unter § 70 Abs 2 HochSchG fallen). Hier sind eine gute Planung und Durchhaltevermögen entscheidend.

Sie können den zweiten Studiengang übrigens auch wieder abwählen, mit dem oben genannten Formular.

Wann macht ein Doppelabschluss Sinn und wann nicht?

Studierende, die sich für einen Doppelabschluss einschreiben, haben sehr unterschiedliche Motivationen für diese Entscheidung.

In der Presse liest man häufig darüber, dass zwei Abschlüsse zu haben die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern würde. Der zweite Abschluss verbessert aber den Einstieg auf dem Arbeitsmarkt jedoch nicht zwangsläufig. In diesen Artikeln ist nämlich oft die Rede von Naturwissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften, bei denen ein weiterer Studiengang hinzugenommen wird, z.B. Biologie und Geographie, BWL und Informatik. Hier wurden Studiengänge hinzugewählt, die andere, den ersten Studiengang ergänzende, Fertigkeiten vermitteln und in denen das Zusammenspiel der beiden verschiedenen Bereiche auch Teil der (aktuellen) Forschung ist. Das Universitätsstudium allein bietet keinen automatischen Zugang zum Arbeitsmarkt. Ebenso wichtig ist es z.B., während des Studiums Kontakte zu knüpfen, Sprachkenntnisse auszubauen, Praktika zu machen und andere Fertigkeiten zu erlernen, die im Berufsalltag nützlich sein könnten.

Auch mit „nur“ einem Abschluss sind Sie berufsqualifiziert. Das gilt auch für BEd- und MEd-Abschlüsse. Dieser Abschluss ist Ihr Ticket in die Arbeitswelt. Von der Konkurrenz um einen ersten Arbeitsplatz nach dem Studium setzen Sie sich aufgrund der Qualifikationen durch, die Sie zusätzlich zum Studium erworben haben.

Schauen Sie sich daher in der Branche, in der Sie beruflich einsteigen wollen, gut um. Ist es hier üblich, mehrere Abschlüsse zu haben oder könnte das bei zukünftige Arbeitgeber*innen vielleicht sogar eher nachteilige Effekte haben? Es soll nicht darum gehen Qualifikationen zu sammeln, je mehr, desto besser. Hier geht es darum, die richtigen Qualifikationen zu erwerben, um mit einem stimmigen Profil in die Berufswelt einzusteigen.

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